[Interview] Tobi, der Dude Tattoo

Bunte Farben, Comic, Kindheitserinnerungen, Retro, Herzenslieb – all das sind Schlagwörter die zum Berliner Tattooartist Tobi wie angefertigt passen. Mit seinen Wanna dudes begeistert er immer mehr Kunden und internationale Größen. Was das ist und wieso das zu ihm passt? Das lest ihr hier.

Wie kamst du zum Tätowieren?

Ich hab vor ca. 6-7 Jahren in Magdeburg bei dem Tattoostudio Eisenherz als Jobboy gearbeitet. Als ich meine wundervolle Maus dann kennengelernt habe, die in Berlin gelebt hat, war schnell klar, das ich zu ihr ziehe. Und da hat mich ein Tätowierer aus dem Bekanntenkreis ermutigt mit dem tätowieren anzufangen. Das hat leider alles nicht so super geklappt – Hab damals leider auch nicht meinen Stil gefunden, deswegen habe ich nach ca. 6 Monaten damit aufgehört und kurz danach in einer Videothek gejobbt. Dann in einem Callcenter, und dann in einer Bar. Zu der Zeit hab ich schon wieder überlegt ein wenig nebenbei zu tätowieren. dann hat ein guter Freund und Tätowierer (Bernd Muss) mich auch dazu ermutigt wieder anzufangen… Und dann habe ich wieder damit angefangen.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Dass die Kunden zufrieden sind, sich ganz arg wohl fühlen und auch dass ich zufrieden bin.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Buuuuh… schwer… 🙂 Ich hab gerade meine Frau gefragt… und sie antwortete ANDERS!

Warum sollte man von dir ein Tattoo bekommen?

Weil ich denke das meine Tattoos Spaß und Freude machen, bei dem einen oder anderen eine Kindheitserinnerung wecken und weil man das Leben nicht zu ernst nehmen soll.

Lieblingstattoo (an dir)?

Ich habe bisher 3 Rocky Balboa Tattoos… im Mai kommt wahrscheinlich das Vierte…. die sind mir schon sehr wichtig.

Lieblingskünstler?

Michael Jackson, Queen, Notorious BIG, 2, Pac, Dr. Dre, Eminem.

Lieblingsvideospiel?

FIFA und Mario Kart.

Lieblingsfestival?

Bin kein wirklicher Festivalgänger.

Lieblingsklamottenlabel(Fokus liegt hier auf Independent Labels)?

Hab ich nicht, sorry…

Lieblingssong/Album

What’s the Difference von DR. DRE aus dem ALBUM 2001!

Was möchtest du zum Schluss unseren Lesern sagen?

LOVE IS POSSIBLE!!!!! Ich glaube daran, dass jeder einzelne von uns durch seinen Umgang mit anderen die Welt verändern kann!!!!

Die Fotos sind vom Artist zur Verfügung gestellt worden.


[Interview] Vero Ikona Ink

Gerade mal 22 Jahre und schon gelernte Fotografin und Tattoo Artist in Paderborn. Mit viel um die Ohren zaubert euch Veronika schöne Bilder auf das Papier und unter die Haut... Wie genau sie das macht? Das lest ihr in unserem Blog.

Wie kamst du zum Tätowieren?

Auf ganz komischem Weg!
Ich muss dafür etwas weiter zurückgreifen.

2018 schloss ich meine Ausbildung zum Fotografen und Betriebsassistenten erfolgreich ab. Und eigentlich dachte ich auch immer, ich würde hauptberuflich in meinem erlernten Beruf bleiben. Aber da die Bezahlung so unterirdisch ausfiel und ich damit mir nicht einmal eine Miete für eine Wohnung leisten konnte, musste ich mich umorientieren.
Mein damaliger Freund sah aus Zufall, dass mein heutiger Chef Patrick von Pat Ink Tattoos in Paderborn Verstärkung sucht. Daraufhin meinte er ,absolut überzeugt, ich solle mich doch unbedingt dort als Tätowierer melden. Ich hielt diesen Jobwechsel als völlig absurd, weil ich nie was mit Tattoos am Hut gehabt hatte. Doch da ich immer viel und leidenschaftlich gezeichnet habe war es für meinem Ex mehr wie klar, dass das meine Zukunft sein soll.
Nah langem hin und her diskutieren hatte er mich doch dazu überredet, dass ich mich bei Patrick melde (ich danke dir bis heute dafür!).

Tja und lange Rede kurzer Sinn: Ich wurde zum „Vorstellungsgespräch“ eingeladen, Patrick bot mir eine Probewoche an und in der Probewoche stach ich meine ersten Motive. Auf dieser Weise bin ich von 0 auf 100 in die Szene gerutscht und bin mehr als froh, dass das Schicksal so mit mir spielte.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Meine aller höchste Priorität liegt darin, dass meine Kunden das bestmögliche Ergebnis von dem bekommen, was sie sich vorgestellt haben.
Ich hasse unpersönliches Arbeiten und mag deswegen den Kontakt zu meinen Kunden und unterhalte mich auch gerne mit Ihnen, um eine (Vertrauens-)Basis aufzubauen.

Ja und an meinen Tattoos allgemein sind mir vor allem die Details sehr wichtig – sei es die richtige Farbkomposition oder aber Strukturen und feine Linien, die sauber gearbeitet wurden.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Puh, das ist schwer zu beantworten. Ich habe mich selber noch nicht wirklich gefunden. Da ich erst seit gut einem dreiviertel Jahr als Tätowierer arbeite probiere ich mich momentan noch viel aus. Aber ich merke, dass ich mích sehr für extrem fein gestochene aber auch stark für neotraditionelle Motive interessiere. Ich glaube die Interesse an den Details z.B. bei den Single Needle Portraits, aber auch an den ausdrucksstarken Formen und Farben von neotraditionellen Motiven rührt von meinem erlernten Beruf als Fotograf, wo ich genauso auf jedes Detail achte, aber auch mit sehr viel Farben und Bewegungen arbeite. …Wer weiß wie ich mich in den nächsten Jahren weiter entwickeln werde.

Warum sollte man von dir ein Tattoo bekommen?

Warum sollte man von mir ein Tattoo bekommen? Ich glaube die frage lässt sich nur sehr schlicht beantworten: Man sollte sich bei mir tätowieren lassen, wenn man meine Arbeit mag und schätzt. So hoffe ich es doch zumindest 😀 Ich glaube ich kann die Frage nur aus der Sicht meiner Kunden beantworten. Oft höre ich, und das macht mich wirklich extrem stolz und glücklich, dass sie sich bei mir wohl fühlen und mir vertrauen. Ich bin der Meinung: man kann noch so gute Arbeit liefern, wenn man sich nicht mit dem Kunden persönlich auseinander setzt war es kein erfolgreicher Termin. Meine Kunden sollen sich einfach bei mir gut aufgehoben fühlen und ich denke auch, dass das gut klappt. Zudem bin ich immer für viel Spaß zu haben 🙂

Lieblingstattoo (an dir)?

Das ist einfach! Ich habe nämlich gar keine Tattoos 😀
Irgendwie konnte ich mir Tattoos auf meinem Körper nie vorstellen, nur bei anderen fand ich es schon immer super schön. Aber wer weiß, vielleicht ändert sich meine Einstellung dazu ja auch noch.

Lieblingsbands?

Da könnte ich jetzt eine Liste aufzählen, die nie aufhört. Musik ist extrem wichtig für mich und dabei versteife ich mich nicht nur auf eine Musikrichtung.
Aber um etwas zu nennen hier eine Liste:
das geht von Architects, the Ghost inside, breaking benjamin, defeater, stick to your guns, gideon, counterparts, bmth, polaris, wage war, nothing but thieves, hollow front… zu Marilyn Manson, Slipknot, Korn, Rammstein, Stone Sour… bis hin zu Trailerpark, Alligatoah, KIZ, Casper, SEEED, Feine Sahne Fischfilet, Anti Flag… und vorallem: Lana del Rey, Billie Eilish ud super gerne auch mal die 80s ^^

Lieblingsvideospiel?

Ganz klar die Reihen von Super Mario auf dem Gameboy, Advance und DS, aber der große Zocker bin ich nicht.

Lieblingsfestival?

Das Lineup ist sehr ausschlaggebend. Mir gefiel das Vainstream. Impericon Festival und Open Flair immer gut. Ich möchte aber unbedingt auch mal aufs With Full Force !

Lieblingsklamottenlabel (Fokus liegt hier auf Independent Labels)?

Um ehrlich zu sein sind mir Markennamen immer sehr egal. Mir ist es nur wichtig, dass ich mich darin wohl fühle, es zu meinem Look und meiner Einstellung passt und nicht das aller billigste von der Herstellung her ist. Sich über Marken und Brands zu definieren ist nicht so meins. Wenn ein Kleidungsstück mich anspricht werde ich es zu einem fairen Preis auch kaufen.

Lieblingssong/Album

Tatsächlich kommt bei meinem evergreen Lieblingssong mein Herz für die 80er durch. Eines meiner absoluten Lieblingslieder ist von Chris Isaac „wicked game“ ! Und das in so gut wie jeder Version, sei es das Original oder ein Cover. Und ansonsten kann ich mich nicht so wirklich festlegen, weil ich dafür einen zu breit gefächerten Geschmack an Musikern habedie ich alle auf Ihrer Art und Weise liebe. 🙂

Was möchtest du zum Schluss unseren Lesern sagen?

Ich kann euch Lesern das auf den Weg mitgeben, was mir das vergangene Jahr 2018 beigebracht hat:
Verschließe niemals die Augen vor neuen unbekannten Dingen und Situationen und habe keine Angst dich auf diese einzulassen. Selbst wenn sich eine Tür vermeintlich schließt, öffnet sich woanders eine geniale Neue. Und manchmal klemmte die erste Tür auch nur und das Leben hält dir beide Türen offen und die Wege frei. <3 Und vielleicht liegt ja auch, je nachdem, welche Türen sich bei Euch öffnen werden, ein Besuch bei mir im Studio auf Eurem Weg und ich verpasse euch euer nächstes Tattoo. Ich freue mich sehr darauf 🙂

Die Fotos sind vom Artist zur Verfügung gestellt worden.


[Live Review] Impericon Festival München 2019

Datum: 27.04.2019
Ort: München; Backstage
Genre: Melodic-/Hardcore/Pop-Punk

Location [1,5 von 2]

Für jemanden, der das Impericon Festival in München zuletzt 2016 besucht hat – damals noch in der Zenithhalle – hat es ein wenig gebraucht, bis man eine Übersicht von dem Gelände hatte. Das ist aber wohl der einzige Kritikpunkt! Konzertliebhaber aus München kennen das Backstage und waren mindestens schon einmal in einem der Locations, ob Werk, Halle oder Club. Das Impericon Festival schließt die Halle und das Werk wunderbar zusammen und im Außengelände gab es jede Menge Platz für Leute, die sich die Zeit bis zur nächsten Band vertreiben konnten.

Preise [2 von 2]

Neben regulären Merchpreisen konnte man am Merchstand tatsächlich noch ein paar Schnäppchen ergattern, da München der letzte Stop für die Festivaltour war. Viel Auswahl gab es besonders bei Cocktails, Bier und Shots, dafür aber etwas weniger an Essen, als in Leipzig. Es gab zwei Essensstände, die zu Stoßzeiten sehr voll waren, doch waren sie ziemlich preiswert und boten neben Pommes und Burger auch Vegane Alternativen.

Line-Up [1,5 von 2]

Natürlich hat es München schwer mit seiner großen Schwester in Leipzig mitzuhalten, aber dafür waren nicht weniger erstklassige Bands vertreten. Der Headliner in diesem Jahr war Stick To Your Guns, die die Halle abgerissen haben. Callejon sagten kurzfristig für München zu und Imminence stattete München auch einen Besuch ab! Von Melodic-Hardcore bis Metalcore gab es für jeden etwas.

Crowd und Mitarbeiter [2 von 2]

Die Crowd war den Tag über hinweg Feuer und Flamme und man sah abends noch dieselben Leute im Pit, die mittags schon mittendrin waren. Es gab vergleichsweise wenig Stress innerhalb der Zuschauer, genauso wie von Seiten der Mitarbeitern und den Securities.

Sound [1,5 von 2]

Es gab keine besonderen Vorkommnisse, die Soundchecks gingen schnell über die Bühne und das einzige, was man bemängeln könnte, ist dass die Boxen im Werk schlecht stehen, vielleicht sogar schon viel zu laut sind. Im Werk gibt es nämlich keine Absperrungen und ein paar Leute sind mehr oder weniger dazu gezwungen, sich vor den Boxen zu stellen, um gut sehen zu können. Mit ein paar Ohropax müsste das aber kein Problem mehr sein.

Fazit [8,5 von 10]

Für Leute, denen die Strecke bis nach Leipzig zu weit ist, ist das Impericon Festival in München nicht nur eine Alternative, sondern ein Muss! Das Backstage hat seinen ganz eigenen Charme und steht Leipzig für mich von dem Feeling – bis auf die Größe vielleicht – in nichts nach!

Photo Credits: Nadia Amiri / lwnhrz.ttl


[Record Review] Imminence - Turn The Light On

Imminence – Turn The Light On

2009 schlossen sich die Schweden Eddie Berg, Harald Barret, Alex Arnoldsson und Peter Hanström zusammen, um mit Imminence gemeinsam Musik zu machen. Nach einigen EP’s, einem Label-Wechsel und zwei Alben stehen die Jungs nun kurz vor der Veröffentlichung ihrer dritten Platte „Turn On The Lights“ - passend zu ihrem 10-Jährigem Jubiläum als Band.

Der Name und das Artwork des dritten Studioalbums, erweckt eine vermeintlich heitere Stimmung, was aber keineswegs der Fall ist. Die Düsterheit und Härte ziehen sich durch das Album, in dem es um Depressionen und Selbst-Konflikt geht. Die Zeilen gehen unter die Haut und offenbaren uns einen Blick in Eddie’s Kopf. Harte Riffs, gepaart mit Violine und Piano, Gegensätze wie etwa schwere oder sanfte Melodien, Extreme wie Growls und gehauchte Zeilen, womit es einem schwer fällt, Imminence in einer Schublade zu stecken. Turn On The Lights beginnt ruhig mit Erase, woraufhin der Pre-Chorus stetig an Kraft sammelt und bis zum Schluss kein bisschen an Energie verliert. Erase kündigt die facettenreichen Stilmittel an, an die sich die Band für das komplette Album bereichert haben. Einprägsame Sing-a-Longs und charakteristische Violinen Passagen mit Klavierbegleitung. Es fühlt sich an, als wäre Imminence wieder einen Schritt zurück, um mit mehr Power nach vorne zu preschen. Mit Paralyzed, Lighthouse und Room To Breathe erhascht man einige Elektro- und Synth-Elemente, die für eine perfekte Abrundung sorgen und dennoch wird man mit einer wuchtigen Härte überrascht. Saturated Soul garantierte schon vor dem Albumrelease einen Ohrwurm, da er als Debütsingle schon veröffentlicht worden ist, um Kritiker und Fans einen kleinen Vorgeschmack zu geben. Doch im Gegensatz zu den restlichen Songs auf der Platte, kratzt der Song doch nur an der Oberfläche im Hinblick darauf, was Turn On The Lights noch zu bieten hat und bietet dem Hörer beim ersten Durchlauf einige ruhige Momente, bis es mit Infectious weiter geht. Violinen, welche die Riffs beinahe durchgehend begleiten, anschließend gänzlich abgelöst werden von Eddie’s wütender und aggressiver Stimme. Mit derselben Härte geht es voran mit The Sickness, welches 2015 schon einmal veröffentlicht worden ist. Neu abgemischt, passt er mit einer etwas düsteren Note zum düsteren Album. Mit Death Of You und Love & Grace haben wir die einzigen Balladen, in denen Eddie’s Gesang einzig und allein von Violinen, Klavier und Elektro-Einflüsse begleitet wird. Scars hebt sich daher von den anderen Songs ab, weil der Song von Beginn an eine positive Atmosphäre ausstrahlt, im Gegensatz zu den Lyrics der anderen Songs, in dem die Lyrics meist hoffnungslos und schmerzerfüllt klingen. Disconnected und Wake Me Up sind Songs, die sich vor allem durch treibende Riffs, einprägsame Texte und Sing-a-Longs in Köpfe festsetzen und von der Härte an Don’t Tell A Soul anknüpfen. Mit Love & Grace schließt sich der Kreis und beendet das Album mit langsamen Pianoklängen und bedächtigem bis kräftigen Gesang.

Imminence haben sich weiter entwickelt und vieles ausprobiert. Die schwedische Band schaffte es wieder einmal, sich wie zwischen „I“ und „This Is Goodbye“ vom vorherigen Album abzugrenzen, doch trotzdem zurück zu ihren Wurzeln zu finden. Die Jungs haben einiges auf dem Herzen, was sie auch auf der neuen Platte preisgeben.


TOUR

16.01.2020 Hamburg, Logo DE
17.01.2020 Münster, Sputnik Café DE
24.01.2020 Trier, Mergener Hof DE
25.01.2020 Köln, Gebäude 9 DE
26.01.2020 Stuttgart, Wizemann Club DE
04.02.2020 Hannover, Béi Chéz Heinz DE
05.02.2020 Dresden, Club Puschkin DE
06.02.2020 München, Backstage DE
07.02.2020 Frankfurt, Das Bett DE
08.02.2020 Berlin, Bi Nuu DE

 

https://www.youtube.com/watch?v=mh4GQq3cL7Y

Header Photo Credits: Nadia Amiri / lwnhrz.ttl


[Live Review] Impericon Festival Leipzig 2019

Datum: 20.4.2019
Ort: Leipzig; Halle EINS
Genre: Melodic-/Hardcore/Pop-Punk

Location:
Wieder fand das Impericon in Leipzig in der Messehalle 1 statt – gut erreichbar mit Bus und Bahn sowie mit dem Auto. Der nahegelegene Parkplatz bot genug Platz, genau wie die Halle selbst. Mit Indoor- und Outdoorbereich, Platz für mehrere Stages und einer Tribüne mit Sitzplätzen ließ die Location keine Wünsche offen. Was wir nicht erwartet hätten: Beim Sitzen auf der Bierbank im Außenbereich oder beim Entspannen auf dem Parkplatz kam sogar ein Hauch Open-Air-Festivalstimmung auf.

 [2 von 2]


Preise:
Obwohl der Ticketpreis für Leipzig fast der höchste von allen war, war er angesichts des umfangreichen Angebots auf dem Festival durchaus gerechtfertigt. Die Getränkepreise rangierten zwischen 2-4€ für Bier und Softgetränke und 5-6€ für Longdrinks und auch die Merchpreise waren nicht zu hoch. Unschlagbar war die Auswahl an Essen und Snacks: Vom klassischen Imbiss über Pizza und vegane Burger bis hin zu Kaffee und Brötchen war alles dabei – und das zu fairen Preisen.

 [2 von 2]


Line-Up:
Das Line-Up war vollgepackt mit hochkarätigen Acts aus Metalcore, Hardcore und Melodic Hardcore; mit den Donots war auch eine Punkband dabei. Getoppt wurde das mit der einzigen Show von Hollywood Undead in Deutschland dieses Jahr. Wer also die volle Dröhnung genau dieser Genres suchte, bekam sie auch geboten. Zudem musste man keine Band verpassen, da es keine Überschneidungen gab. [2 von 2]




Crowd und Mitarbeiter:
Die meisten Leute waren sehr nett, auch wenn es teilweise etwas asoziales Verhalten im Pit beziehungsweise vor der Bühne gab. Unter den Securitys waren einige ebenfalls unhöflich, zumindest zu Fotografen. Sonst waren aber auch die Mitarbeiter sehr freundlich. [1,5 von 2]



Sound:
Ausfallende Mikrofone und Boxentürme, übersteuerte Sounds und Störgeräusche gehörten auch hier leider dazu. Angesichts der Größe des Festivals und der Bands hätte man hier einiges besser machen müssen. Der Stimmung schienen die Soundprobleme glücklicherweise keinen Abbruch zu tun.

 [0,5 von 2]

Fazit:
Zweifelsohne handelt es sich hierbei um die Königin der Impericon Festivals. Bis auf den Sound gab es nicht allzu viel zu meckern. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung!
 [8 von 10]

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Fotos] Impericon Festival Leipzig 2019

Bands von Oben nach Unten:

Defeater, Nasty, Emmure, Callejon, Caliban, Stick To Your Guns, Hollywood Undead


[Live Blog] Rogers - Circus Maximus, Koblenz

17.04.2019 – Circus Maximus, Koblenz

Temperaturen gegen 20 Grad und strahlender Sonnenshein – und doch zieht es zahlreiche Menschen an diesem Abend in den Keller des Circus Maximus in Koblenz. Der Grund: Rogers sind gemeinsam mit Engst und Marathonmann in der Stadt. Vor dem Lokal sitzen noch viele Mitglieder der Bands und der Crew und genießen das schöne Wetter, ehe es losgeht.

Kurz vorher ist die Show ausverkauft. Obwohl schon um 18 Uhr Einlass ist, soll es noch ein langer Abend werden, denn es treten drei Bands auf. Während Engst spielt, führen wir im Tourbus Interviews mit Rogers und Marathonmann. Dabei konnte noch nie eine Band unser Interview-Wörtersuchspiel so schnell lösen wie die Rogers.

Unterdessen wird es im Keller immer voller und vor allem sehr laut. Marathonmann ist als nächstes dran mit spielen und bringt die Menge schon mal in Stimmung. Nach ihrem eher kurzen Set spielt dann der Headliner – und das fast 1,5 Stunden lang. Sie schaffen es auch, die Leute in Bewegung zu bringen und so lange zu halten. Leider ist der Gesang etwas zu leise abgemischt; man muss also die Texte kennen, um sie akustisch zu verstehen. Vor allem bei den alten Songs und bei „Kreuzberger Nächte“ hält das aber niemanden vom Mitgrölen ab.

 

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Record Review] Clowns - Nature/Nurture

But if you said you were cold, I'd set myself on fire...

Die Dame und die Herren von Clowns aus Melbourne (AUS) hauen mal wieder richtig rein und tragen mit ihrem neuen Album Nature/Nurture wieder ein grandioses Stück zur Punkgeschichte bei.

Euch erwarten rohe, gnadenlose Gitarrenriffs und ehrlich emotionale Vocals  verpackt in unendliche Power. Kleine Soundspielereien, wie zum Beispiel in den Songs Prick oder May I Be Exhumed_ , werten das Album  noch weiter auf, nehmen ihm aber nicht den rotzigen Charme. Eine ruhigere Ausnahme bildet I wanna feel again, wobei  der anfängliche Schein hier eindeutig trügt. Der Umschwung von sanften Passagen zu harten Riffs gelingt auf dem gesamten Album extrem gut und fließend.

Female Vocals verleihen einigen  Passagen eine besondere, teilweise ruhigere Wirkung, doch auch Hanny J (Bass, Vocals) stellt abschließend noch einmal ihre stimmliche Power unter Beweis, was in Kombination mit den exotischen Klängen Nurture zum perfekten Abschluss des Albums macht.

Eine absolute Empfehlung für jeden Punkfan!

https://www.youtube.com/watch?v=J8MkivW5eu8

Header Photo Credit: Photo By Ian Laidlaw