Gamereihe: Black Mirror
Dauer Bis 100%: ca. 9h
Schwierigkeit:2 von 5
Rating: 4,5/10

 

Black Mirror – der Klassiker aus den 90ern in 2017 neuinterpretiert.
Das weckt natürlich Neugierde, gerade wenn man sich zurück erinnert an das Spiel mit etwas zwischen 50 und 90 Spielstunden voller Dialoge und Optionen einen voll mitgerissen hat. Da es kein Remake ist, sondern eine „Neuinterpretation“, kann man natürlich nicht dasselbe Spiel erwarten… die Story sollte jedoch ähnlich Spielbar sein.

Ob das so der Treffer war? Wenn man das Spiel beginnt erfreut man sich, dass die Story ähnlich ist, jedoch die Charaktere zum Teil andere Namen haben. Alles gut soweit, die grundsätzliche Story ist dieselbe. Grafiken waren in Ordnung, also noch nichts zu bemängeln.

Der erste Abzug viel jedoch auf, als man mit ein- zelnen Gegenständen interagieren musste, aber die Steuerung so verklemmt ist, dass man den Blick, als 3. Person, nur kurz, wenn sogar gar nicht auf die Stelle bekam und somit es nur sehr schwer war, an dieser Stelle weiter zu kommen. Allein dieses Manko frustriert jeden begeisterten Spieler, da man so die Story nicht genießen kann. Nach etwa 5 Stunden Spielzeit fragt man sich, wie man denn in dem Haupt-Story-Strang schon so fortge- schritten sein kann, ohne die ganzen spannenden Dialoge?

Auch zu einer Neuinterpretation gehört, wenn man Black Mirror heißen will, der ganze Input, die Details und wie alles in sich verstrickte. Ganz nett anzusehen waren die Szenen, in denen man die Vergangenheit der Verstorbenen Verwandtschaft „wiedererlebt“ hat, weshalb jeder dachte, auch der Protagonist würde durch drehen. Jedoch war

auch hier wieder ein Fehler, diesmal an Kommu- nikation zwischen Spiel und Spieler. Man wusste durch nichts als Herumprobieren, dass man durch diese Flashbacks sterben kann. Was genau dies dann auslöste, musste man wieder herausfinden (es war ein zu nahe kommen der Personen oder „Geister“), was einem manchmal echt die Nerven raubte, da man so aus diesen nicht weiter kam.

Dies ist auch der einzige Faktor, der trotz der „Rät- sel“, die leider wesentlich einfacher waren, als im Original, wenn aber auch akzeptabel, das Spiel etwas schwieriger machte.

Nach 9 Stunden und vielen verlorenen Nerven kam wie zu erwarten ein dramatisches, aber auch abruptes Ende des Spiels. Es lief leider nach der Auflösung und dem Drama eher ins Leere hinaus, wo die vorherigen Spiele dieser Reihe nochmal einen Ansatz gaben, dass es einen weiteren Teil geben könnte. Alles in allem haben wir für dieses Spiel etwa 9 Stunden gebraucht, trotz einigen Stellen des verdrehten Steuerns und mehrfachen Sterbens, wirklich schade! Da steckte sehr viel Potenzial hinter und man hätte das Gefühl, dass man lieber ein schnelles Remake auf den Markt bringen wollte, als die Leidenschaft reinzustecken, die man in den vorherigen Teilen auch spürte.
0 Punkte gibt es trotzdem nicht, da man das ein oder andere Rätsel wirklich erfreulich fand und man mit den Charakteren, wenn auch nur kurz, tatsächlich mitfühlen konnte und auch hin und wieder der Schauder auf einen hinüber Sprung.

Wenigstens etwas, was den Namen Black Mirror hier verdient!

 

Quelle der Bilder: https://blackmirror-game.com/de/medien/medien-gallerie/