Endlich ist es wieder soweit: neues Material von Sum 41 ist da. Auch nach 24 Jahren denken die Pop-Punk-Größen noch lange nicht ans Aufhören. Ein Album mit 10 Tracks ist es diesmal geworden.

„Order in Decline“ schlägt erneut härtere Töne an. Neben einigen Lückenfüllern hat das Album ein paar starke Songs mit der für Sum 41 typischen Power. „13 Voices“ war musikalisch teilweise Richtung Pop abgedriftet – jetzt ist davon definitiv nichts mehr zu spüren. Die schon vorher als Singles erschienenen Tracks „Out for Blood“ und „A Death in the Family“ zeigten, wohin die Reise geht: Das hier wird Sum 41-Sound, wie man ihn kennt und liebt. Das setzt sich im Rest des Albums weitestgehend fort. Der Synthesizer wurde diesmal weniger angefasst, dafür gibt es mehr auschweifende Gitarren-Solos. Die Einflüsse aus dem Metal treten zwar nicht so stark zutage wie bei „Screaming Bloody Murder“, machen sich aber durchaus bemerkbar. Was mich gefreut hat: Derycks Stimme hat nach der langen Zeit wieder an Kraft dazugewonnen.

Die Texte sind diesmal, wie von der Band angekündigt, häufig politisch. Ein herausragendes Beispiel dafür ist „45 (A Matter of Time)“, eine Kritik an Donald Trump. Andere Tracks handeln wiederum von ganz persönlichen Dingen, etwa „Never There“, die einzige Ballade auf dem Album.

„Order in Decline“ bietet wenige Überraschungen, weder im positiven, noch im negativen Sinne. Jedoch klingt es, als hätten Sum 41 sich mit diesem Album ein stückweit selbst wiedergefunden, nach zwei musikalisch sehr durchwachsenen Alben. Es ist schön zu sehen, dass Sum 41 nach wie vor nicht stillstehen und bereit sind, sich weiterzuentwickeln.