Album: Lonely World
Songs: 10
Länge: 39 Minuten
Genre: Post-Hardcore / Melodic-Hardcore

Acres, ein aus dem Vereinigten Königreich stammendes Post-Hardcore-Quartett, hatte in den letzten Jahren bereits 3 EPs („Self-Titled“, 2012; „Solace“, 2014 und „In Sickness and Health“, 2017) und mehrere Solotracks veröffentlicht. Außerdem waren sie bei zahlreichen Live-Auftritten vertreten, zuletzt als Supporting Act bei der Abschiedstournee von Casey. Nun haben sie am 9. August ihr langersehntes Debütalbum „Lonely World“ bei ihrem Label „A Wolf At The Door Recordings“ veröffentlicht.

Die Idee für den Namen des Albums hatte Sänger Ben Lumber, als er einen seiner Freunde, der alles verloren hatte und deshalb im Auto leben musste, bei sich aufnahm. In einem Gespräch sagte dieser Freund „o man, it’s a lonely world“ und dies diente dem Sänger dann als Inspiration. Laut der Band dreht sich in diesem Album inhaltlich alles um „honesty“ (Ehrlichkeit bzw. Aufrichtigkeit). Auch die Einsamkeit, die schon im Titel angedeutet wird, nimmt eine zentrale Rolle in den Texten ein. Zusätzlich erklärt die Band, dass das Album eine Hommage an das Leben sei, wie sie es um sich herum sehen und wahrnehmen. So werden auch die Schwierigkeiten des alltäglichen Lebens und Themen wie Depressionen, Angststörungen oder Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen angesprochen. Diese Aufrichtigkeit wird in den emotionalen Texten, die beim Hören unter die Haut gehen, ansprechend umgesetzt.

Musikalisch lässt sich die Band dem Post-Hardcore zuordnen, dabei fallen besonders die häufigen sehr melodischen und eher leisen Passagen auf, die die Lyrics musikalisch passend untermalen und somit die Aufmerksamheit der Hörer auf gelungene Weise auf die Texte lenken. Dabei verzichtet die Band – bis auf wenige Ausnahmen, wie z.B. beim Titelsong „Lonely World“ oder bei „Hurt“ – auf Unclean-Vocals. Wenn diese allerdings verwendet werden, passen sie perfekt zur Atmosphäre des jeweiligen Songs. Trotz der vielen ruhigen Passagen gibt es andere, in denen auch Breakdowns verwendet werden, wie z.B. beim Track „Sharpen your Teeth“. Erwähnenswert ist auch, dass der erste Song, „Deathbed“, ein instrumentales Intro ist, welcher es direkt schafft, die Hörer auf das Album einzustimmen. Der letzte Song „Skin Over Mine“ beinhaltet ein ca. 1 ½-minütiges Outro und rundet das Album entsprechend ab. Insgesamt eine gelungene Sache!

Abschließend lässt sich feststellen, dass Acres ein beachtenswertes Debütalbum geschaffen haben; neben den bewegenden, emotionalen Texten haben manche Songs auch richtiges Ohrwurmpotential, wie z.B. der Titelsong „Lonely World“ wegen seines eingängigen Refrains. Daher an dieser Stelle eine klare Empfehlung, in das Album hineinzuhören. Außerdem sind Acres im Herbst mit ihrem Album auf Headline-Tour durch Europa, auch das solltet ihr auf keinen Fall verpassen!