[News] November Highlight: NEVER SAY DIE! TOUR 2019

Der gemeine Core-Fan wird sie längst auf dem Schirm haben: Die Impericon Never Say Die! Tour.

Im November jährt sie sich bereits zum dreizehnten Mal und kann dabei auf eine lange Erfolgsgeschichte zurückblicken: Szenegrößen wie Being as an Ocean, Thy Art is Murder, Emmure oder The Amity Affliction konnte Avocado Booking dafür schon an Land ziehen. In 19 Städten europaweit macht die Tour dieses Jahr Halt, sieben davon in Deutschland.

Der Ticketpreis variiert je nach Location zwischen 25€ und fast 34€, was ich auf jeden Fall angemessen finde. Headliner sind Crystal Lake aus Japan, die dieses Jahr beispielsweise schon August Burns Red in den USA supportet haben. Dazu kommen In Hearts Wake, King 810, Our Hollow, Our Home, POLAR, Alpha Wolf und Great American Ghost. Prinzipiell kein schlechtes Line-Up, auch wenn es im Vergleich mit den letzten Jahren etwas schwach wirkt – vor allem, was die Größe der Bands angeht. Es fehlt ein wirklich großer Headliner, der viele Fans anzieht. Zudem ist das Line-Up recht metalcore - lastig; immerhin werden also Liebhaber dieses Genres auf ihre Kosten kommen.

In Köln findet die Sause, wie seit jeher, in der Essigfabrik statt. Wer wissen möchte, was wir letztes Jahr zu dem Event zu sagen hatten, kann es in unserer Review von 2018 dazu nachlesen. Dieses mal sind wir auf jeden Fall wieder dabei – man darf gespannt sein.

TOURDATEN:

07.11.2019 Wiesbaden, Schlachthof DE
08.11.2019 Köln, Essigfabrik DE
09.11.2019 Eindhoven, Dynamo NL
10.11.2019 Southampton, Engine Rooms UK
11.11.2019 Birmingham, The Mill UK
12.11.2019 Manchester, Club Academy UK
13.11.2019 London, ULU UK
14.11.2019 Hasselt, Muziekodroom BE
15.11.2019 Hamburg, Gruenspan DE
16.11.2019 Wroclaw, Pralnia PL
17.11.2019 Leipzig, Felsenkeller DE
18.11.2019 Berlin, SO36 DE
19.11.2019 Prague, Futurum CZ
21.11.2019 Wien, Arena AU
22.11.2019 Milan, Legend Club IT
23.11.2019 München, Backstage DE
24.11.2019 Pratteln , Z7 CH
25.11.2019 Saarbrücken, Garage DE
26.11.2019 Paris, Le Trabendo FR

 

https://www.youtube.com/watch?v=mZCzMCpt0i4


[Gaming Review] The Outer Worlds

Wertung: 7/10
Dauer: 20-90 Std. (je nach Schwierigkeitsgrad und Spielweise)
Schwierigkeit:  3 von 5

 

„The Outer Worlds“ wurde bereits vor Release als „die bessere Fallout-Fortsetzung“ gehandelt. Schließlich wurden einige Trademarks der Bethesda-Games für das Spiel von Obsidian Entertainment schlichtweg übernommen: eine schräge, postapokalyptische Spielwelt, haufenweise Easter-Eggs und interessante, lustige Charaktere. Im Folgenden will ich das Spiel aber nicht einfach an seinem Vorbild messen, sondern mir die Frage stellen: Was kann es wirklich, als eigenständiges Spiel?

Allgemein spielt ihr die Rolle eines Weltraum-Kolonisten, der von einem leicht-verrückten Wissenschaftler aus der Schlafkapsel eines verschollenen Raumschiffs erweckt wird, um die Galaxie „Halcyon“ zu retten. Nach wenigen Minuten Spielzeit wird vor allem eins klar: Entweder man liebt diese Art von Spiele, oder man hasst sie. Die comicartige Grafik der Unreal Engine (Dishonored, Borderlands), simple Mechaniken und ein Fokus auf Dialoge sind nun mal Geschmackssache. Im weiteren Verlauf zeigt sich die größte Stärke des Spiels ebenso wie auch die größte Schwäche: die Story. Während viele der Quests zu kurz oder gestreckt wirken und auf dem simplen „Problem-Beschaffe X-Belohnung“-Prinzip beruhen, sind es gerade die kleineren Nebenquests, die genial geschrieben und umgesetzt sind. So könnt ihr einem eurer Begleiter zum perfekten Date verhelfen, euch als Film-Schauspieler auszeichnen oder einem Priester bei der Selbstfindung beistehen. Die Spielwelt zeigt sich ähnlich ambivalent: Während in der Wildnis teilweise gähnende Leere herrscht, lässt sich in den Städten massig Beschäftigung finden. Man wird als Spieler mit Munition und Items fast schon zugemüllt, während sich erkunden der Welt und um die Ecke denken nur selten (wirklich) lohnt. „The Outer Worlds“ punktet aber mit einem simplen, dennoch soliden Kampfsystem und einem gut durchdachten Level-System. Weiterhin sind die meisten Dialoge gelungen und bieten (wie auch die Quests generell) mehrere Möglichkeiten ans Ziel zu kommen. Abschließend sei noch erwähnt, dass die erzählten Endsequenzen, im Gegensatz zum letzten Drittel der Story, sehr gut gelungen sind.

Fazit: „The Outer Worlds“ ist ein Spiel, was sich nur schwierig auf den Punkt bringen lässt. Obwohl es oft richtig Spaß macht, ernüchtern schwankende Story, Schwierigkeit und Spannung. Selbst wenn jede Quest abgeschlossen ist, bleibt der Wunsch auf einen neuen Durchgang, in dem man alles anders macht. Auf jedes Easter-Egg und jedes Schmunzeln kommt ein Moment des „Wieso muss ich jetzt schon wieder nach X reisen, um Y für Z zu besorgen?“. Alles in allem ein Spiel, für Menschen, die schräge, alternative Welten á la „Fallout“ lieben und sich nicht an einigen klassischen Open-World-Schwächen stören.

 

 

Bilderquelle: https://www.igdb.com/games/the-outer-worlds/presskit


[Interview] Polarschwarz Clothing

Alternative Streetwear mit alternativer Message, das bringt euch Polarschwarz Clothing. Was hinter dem Klamottenlabel steckt könnt ihr hier lesen.

Wie ist dein Label entstanden?

Eine super spannende Entstehungsgeschichte gibt es hierzu tatsächlich nicht. Ich habe immer schon sehr viele bedruckte Shirts getragen, war im Rahmen meiner Möglichkeiten kreativ und habe viele verschiedene kreative Outlets ausgetestet. Und so kam eins zum anderen und ich wollte selbst Shirts kreieren. Die Idee bestand dann einige Zeit und irgendwann während des Studiums dachte ich mir – wenn nicht jetzt, wann dann. Also habe ich, zugegeben sehr laienhaft, einfach losgelegt. Das ganze war dann eine kleine On/Off-Beziehung, weil es im Studium entweder an Zeit oder Geld gefehlt hat. Seit ca. 2 Jahren bin ich aber wieder voll drin und stecke verdammt viel Zeit, Geld und Liebe in das Projekt und hoffe, dass ich das noch eine lange Zeit tun kann.

Wenn du dein erstes Design mit deinem neusten vergleichst, wie unterscheiden sie sich?

In nahezu allen Belangen. Ich denke das einzig gemeinsame wäre, dass schon damals jedes Design eine Message vermitteln sollte. Abgesehen davon würde ich heutzutage aber kein Produkt mit dem damaligen Design verschandeln.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Mir persönlich ist es wichtig, dass ich Produkte erstelle, mit denen sich die Kunden identifizieren können. Wer Polarschwarz kennt, weiß worauf jedes Produkt basiert – hinter nahezu jedem Design steckt ein Song der die entscheidende Idee geliefert hat. Und womit kann man sich besser identifizieren, als mit Musik?

Aber abgesehen davon ist es mir persönlich einfach wichtig, eine Art Ventil zu haben und einige meiner Ideen in Form von Kleidung zu verwirklichen.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Ich beschreibe Polarschwarz gerne als dark, alternative Streetwear. Wie der Label Name schon suggeriert, ist das Hauptmotiv der Kontrast. Schwarz-Weiß. Zukünftig wird es auch Designs mit farbigen Highlights geben, allerdings wird der allgemeine Grundton fast immer Schwarz bleiben. Dieser Stil kam ganz einfach zustande – ich selbst trage nahezu nur schwarze oder weiße Kleidung. Und mal ganz ehrlich, zu den Designs und Messages der Produkte würden einfach keine knalligen Farben passen.

Was können wir von der neuen Kollektion erwarten?

Ich möchte immer ein Level weiter gehen. Jede Kollektion soll den Standard der vorherigen beibehalten aber eben noch eine Schippe drauf legen. Neben farbigen Highlights wird es noch einige Produkte geben, die wir so bisher noch nie angeboten haben. Man darf also gespannt sein.

Gibt es ein Statement oder eine Message, die deine Stücke transferieren sollen?

Das gibt es, viele sogar. Ganz grundsätzlich wird man aber feststellen, dass die meisten Designs auf düsteren und depressiven Gedanken basieren. Da Depression seit vielen Jahren ein präsentes Thema bei mir selbst und in meinem Umfeld ist, ist das einfach die logische Konsequenz. Mit den Designs möchte ich diese Gedanken einfangen, dazu ermutigen diese offen nach außen zu tragen und sie sogar mit einem Hauch Humor verbinden. Niemand sollte sich verstecken müssen, egal mit welchen Problemen derjenigen zu kämpfen hat.

Lieblingstattoo?

An mir selbst? Das, das noch nicht gestochen wurde.

Lieblingsbands?

Das ändert sich bei mir super oft. Aktuell würde ich sagen As I Lay Dying, Knocked Loose und Deafheaven.

Lieblingsvideospiel?

Habe das Zocken vor vielen Jahren aufgegeben. Aber kleiner Geheimtipp wenn man nostalgisch und entspannt ein fast 20 Jahre altes Game zocken möchte: Herrscher des Olymp – Zeus.

Lieblingsfestival?

Seit 2010 unangefochten das Summer Breeze Open Air in Dinkelsbühl.

Lieblingsklamottenlabel?

Na, Polarschwarz natürlich! Aber abgesehen vom eigenen Label habe ich Fuchsteufelswild sehr gefeiert. Schade, dass Christina (vorerst) damit aufgehört hat.

Lieblingssong/Album?

Auch das ändert sich so verdammt schnell. Aber aktuell würde ich den Song „Get You the Moon“ von Kina und Snøw nennen. Das Lieblingsalbum wäre aktuell wohl „Shaped by Fire“ von As I Lay Dying.

Noch etwas was du den Lesern mitteilen möchtest?

Stay alive.

Die Fotos wurden von Jannik Perse aufgenommen und hat uns die Brand zur verfügung gestellt.


[Live Review] Crowdsalat Festival 2019

DATUM: 19.10.2019 | ORT: Essen, Weststadthalle | GENRE: Metalcore/Hardcore

LOCATION
Die Weststadthalle in Essen ist eine verhältnismäßig kleine Location am Rande der Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Die Zufahrt zum Parkplatz ist leider etwas umständlich, wenn man sich nicht in der Gegend auskennt — dafür ist der direkt nebenan. Das Gebäude bot für dieses Festival genau die richtige Größe. Von innen ist die Halle gemütlich und familiär, die offene Bühne ragt etwas in den Raum hinein und erlaubt den Bands mehr Nähe zum Publikum. Insgesamt bietet die Weststadthalle eine grundsolide Location! [1.5 von 2]

PREISE
Den Ticketpreis von 25€ (VVK) bzw. 30€ (AK) fand ich durchaus noch fair, genau wie die Preise für Getränke und Merchandise, die sich alle sehr im Durchschnitt bewegten. Zudem boten noch einige kleine Clothing-Labels auf dem Festival ihre Waren an. Lediglich die Getränkeauswahl wäre etwas ausbaufähig gewesen. [1.5 von 2]

LINE-UP
Beim Line-Up kommen Fans des Metal-/Hardcore durchaus auf ihre Kosten. Das Festival bot neben Größen wie Imminence (die für ordentlich Stimmung sorgten!) oder Silent Screams auch die Möglichkeit, kleinere Bands und Newcomer kennenzulernen. Auch die wurden von vielen als sehr gut wahrgenommen. [2 von 2]

BESUCHER UND MITARBEITER
Das Sicherheitspersonal war sehr humorvoll und locker, die Verkäufer freundlich. Auch die Festivalbesucher waren sehr nette Menschen, die einfach die Show genießen wollten – so, wie es sich in der Szene gehört. [2 von 2]

SOUND
Selbst die besten Bands bringen einer Veranstaltung nichts ohne gescheiten Sound. Vereinzelt klang es etwas übersteuert, meistens aber gab es keine größeren Probleme. Im Vergleich zu anderen – auch weitaus größeren – Festivals, auf denen ich in letzter Zeit war, schien der Klang doch ganz gut abgemischt. [1.5 von 2]

FAZIT
Ohne größere Erwartungen sind wir hingefahren und wurden dann sehr positiv überrascht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten gibt es nicht viel an der Veranstaltung zu kritisieren. Dafür, dass es sich um das erste Festival des noch jungen Magazins handelte, war es sehr gelungen! [8.5 von 10]

Photo Credits: Michelle // morethandisarray


[Interview] Isabell Mira Tattoo

“Ich bin 23 Jahre alt und tätowiere im Dezember seit 3 Jahren. Seit diesem Oktober arbeite ich im Bold as Love in Stuttgart. “ – und wie genau sie arbeitet, und was genau diese Ausmacht, das findet ihr hier.

Wie kamst du zum Tätowiern?

Später einmal Tätowiererin zu werden, spukte mir schon immer im Kopf rum. Ich wollte aber tatsächlich erst studieren bzw. eine Ausbildung machen und bewarb mich nach meiner Ausbildung zur Biotechnologischen Assistentin für das Informationsdesign Studium. Während ich auf die Rückmeldung wartete, habe ich in einem Tattoostudio als Aushilfe im Shopmanagement angefangen und als ich die Absage des Studiums bekam, wurde mir vorgeschlagen, im Studio als Azubi anzufangen. So bin ich dann in den Beruf reingeschlittert.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Mir ist es sehr wichtig, dass das Klima im Shop stimmt. Man verbringt immerhin einen großen Anteil seiner Zeit auf der Arbeit und da sollte die Umgebung und auch das Verhältnis zu den Kollegen auf jeden Fall stimmen, um sich wohl fühlen und sein besten geben zu können. An meiner Arbeit ist mir Individualität und Sauberkeit sehr wichtig. Das Tattoo sollte zu der Person, die es trägt passen und nicht einfach eine Kopie eines anderen Tattoos sein. Sowas ist weder dem anderen Artist noch dem anderen Tätowierten gegenüber fair.

Erzähl uns von deiner lustigsten oder komischsten Kunden-Story!

Die witzigsten Kunden sind immer die, die einen Tag oder Woche zu früh im Studio stehen!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Ich arbeite gerne im traditionellen/neo-traditionellen Stil, mit Tendenz eher Richtung traditionell. Beschreiben würde ich meinen Stil aber generell als sehr vielfältig, da ich während meiner Tattoo-Ausbildung viele verschiedene Bereiche umsetzen durfte. Zu kitschige Motive spiegeln mich jedoch nicht wieder.

Warum sollte man von dir ein Tattoo bekommen?

Weil ich immer mein bestes gebe, die Kunden wunschlos glücklich zu machen und die Zeit mir gezeigt hat, dass ich mich sehr gut in die Vorstellungen des Kunden hineinversetzen kann. Außerdem kann man mit mir auch super gut quasseln! 😉

Was ist dein Zukunftsziel mit deiner Karriere?

Das allgemeine Ziel ist natürlich bei jedem einzelnen Tattoo, die Menschen mit ihren Tattoos glücklich zu machen. Ich würde mir wünschen, in Zukunft mit dem Tätowieren auch noch etwas rum zu kommen und in Studios im Ausland oder auf renommierten Conventions zu arbeiten.

Lieblingstattoo(an dir)?

Ein Lieblingstattoo an mir habe ich nicht. Jedes einzelne hat etwas für sich.

Lieblingsbands?

Bei einer Lieblingsband sieht es auch eher schwierig aus. Früher habe ich super gerne System Of A Down gehört und momentan höre ich eher ältere Sachen wie z.B. The Smiths.

Lieblingsvideospiel?

Da ich nie wirklich intensiv gezockt habe, bleiben meine Kindheitshelden Crash Bandicoot und Spyro meine All Time Favourites. Die PS1 spiele habe ich immer noch. 🙂

Lieblingsfestival?

Seit einigen Jahren nehme ich mir vor mal aufs Download Festival in England zu gehen. Hat nur leider bis jetzt noch nicht geklappt.

Lieblingsklamottenlabel(Fokus liegt hier auf Independent Labels)?

Ich weiß leider nicht in wie weit das Label independent ist aber Lurking Glass von Sketchy Tank hat super coole Shirts. Darauf bin ich gestoßen, als er eine Kollaboration mit einer Instagram Seite, die entweder sehr witzige Tattoos oder auch sehr sehr schlecht gestochene Tattoos postet, hatte.

Lieblingssong/Album

Das fällt mir schwer zu sagen, da ich Abwechslung mag.

Was möchtest du zum Schluss unseren Lesern sagen?

Klingt ein bisschen spießig aber “Think before ink!”.

Die Fotos sind vom Artist zur Verfügung gestellt worden.


[News] Das Knockdown Festival kommt 2019 zurück!

Das Metalcore Festival, welches in Karlsruhe beheimatet ist, kehrt im Dezember zum vierten Mal in die Schwarzwaldhalle zurück um uns kurz vor Weihnachten in den kühlen Tempertauren noch einmal schön einzuheizen. Headliner sind dieses Jahr Eskimo Callboy, die selber im November ihr fünftes Studioalbum veröffentlichen!

Neben den Berlinern kommen noch weitere erstklassige Bands zum Knockdown Festival, neben The Devil Wears Prada und Stray From The Path wurden folgene Acts bestätigt:

Imminence
Nasty
To The Rats And Wolves
Adept

Gideon
Loathe
Mental Cruelty

Tickets bekommt ihr bei Eventim & Impericon unter den folgenden Links:

Eventim: https://bit.ly/2Lees6D

Impericon: imperi.cn/knockdown-tix

Wer noch nicht so recht überzeugt ist, lässt sich hier von den letztjährigen Impressionen berieseln:

https://www.youtube.com/watch?v=ZE40NM5Q-_0

 

 

 

 


[Live Blog] Tiny Moving Parts - Luxor, Köln

TINY MOVING PARTS 03.10.2019 IN KÖLN

Das Luxor in Köln – so unauffällig der dunkle Club nahe des Südbahnhofs von außen wirkt, so heftig war die Party darin an diesem Donnerstag Abend. Die amerikanische Emo-Revival-Band lockte genug Besucher in den Laden, dass kaum ein Blatt Papier zwischen die Leute gepasst hätte.
Den musikalischen Anfang machte Lizzy Farrall, eine Alternative-Sängerin, und sorgte auch schon für ein wenig Bewegung im Publikum. Enttäuschend fand ich wiederum den zweiten Support, eine ziemlich an Grunge erinnernde Rockband namens Microwave, bei der man den Eindruck hatte, sie hätten schon vor dem Konzert einen über den Durst getrunken.
Entsprechend war die Spannung, als man den Headliner Tiny Moving Parts erwartete. Die würden an diesem Abend niemanden enttäuschen – im Gegenteil. Sie übertrafen mit ihrer Performance alle Erwartungen. Die Band gab alles; genau wie ich, die im Fotograben etwas ungelenk versuchte, ihrem allerersten Fotoauftrag gerecht zu werden und zumindest ein, zwei ansehnliche Fotos zu schießen. Währenddessen bebte der Raum. Die unfassbar positive Energie, die der Sänger ausstrahlte, schien sich auch auf das Publikum zu übertragen. Auch ein Paar Crowdsurfer gab es. Dennoch hatte die Security relativ wenig zu tun und der Abend ging, wie erwartet, sehr friedlich über die Bühne. Viele zufriedene Gesichter sah man an dem Abend aus dem Luxor spazieren, darunter auch meins.

Wer also mal die Gelegenheit hat, sich Tiny Moving Parts live anzusehen, darf sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!


[Interview] Burning Rome Apparel

Manchmal sollte man keine großen Reden schwingen, sondern einfach mal machen. Wie eine spontane Idee von heute auf morgen zu einem Klamottenlabel wurde und wie Oliver Langwald, der Designer hinter Burning Rome, verschiedenste Inspirationen in seine Motiven einfließen lässt, könnt ihr hier lesen!

//hier// geht es zum Shop!

Wie ist dein Label entstanden?
Das Label entstand durch eine fixe Idee im Jahre 2015. Über Illustrator habe ich damals schon Skizzen designt und ein Kumpel sah das Ganze und hat mich dazu animiert, das ganze tatsächlich auf Shirts drucken zu lassen. Ich bin jemand, der Ideen gern direkt umsetzt und ich dachte, dass das sicher Spaß machen würde und dann habe ich eben einfach losgelegt. Instagram Account angelegt, mein Kumpel hat meine erste Kollektion promotet und die erste Resonanz hat mich schon ziemlich umgehauen. Zuletzt gab es einen Wechsel des Label Namens, die meisten kennen mich noch unter Hollowcrown Apparel – zu dem Titel kam ich durch einen Song meiner Lieblingsband Architects. Wie ich auf Burning Rome kam, ist kurz und einfach. Kennt ihr den großen und bekannten Stadtbrand Roms der antiken Zeit unter Kaiser Nero? Ich bin ein kleiner Geschichtsfan und dieser Name hat sich wortwörtlich reingebrannt (lacht).

Wenn du dein erstes Design mit deinem neusten vergleichst, wie unterscheiden sie sich?
Zwischen dem allerersten und dem jetzigen Design gibt es definitiv drastische Unterschiede, vorallem was mein eigenes Mindset betrifft. Meine Gefühle beeinflussen die Designs, als ich begann, steckte ich in einer ziemlich düsteren Zeit. Aber vieles hat sich verändert und meine Motive sind auch positiver geworden. Früher habe ich mich Traditional wohl gefühlt, heute traue ich mich mehr. Ich arbeite mittlerweile auch viel detailreicher, einerseits kommt das durch meine eigenen Erwartungen sich gesteigert haben und durch die Möglichkeiten mit Procreate, was Illustrator für mich ersetzt hat.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Mir war von Anfang an wichtig, dass ich Kleidung designe, die ich selbst tragen würde. Meine Motive spiegeln das wieder, was mir gefällt und was ich aktuell ästhetisch finde. Ich will das machen, was mir Spaß bereitet und wenn die Leute das feiern, freut mich das umso mehr!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Zu Beginn waren meine Designs klassisch traditionell, mittlerweile kombiniere ich Neo-Traditional und Realismus miteinander. Zudem kommen noch moderne Techniken dazu wie Line- und Dotwork, was ich liebe und unfassbar ästhetisch finde. Thematisch machen wir gerade eine Menge mit astrologischen und alchemistischen Symbolen, so wie Wicca. Das alles, zusammen mit meiner eigenen Note – Das ist Hollowcrown! Ich sitze regelmäßig an meinen Designs und investiere sehr viel Zeit damit herum zu tüfteln – was sieht gut aus, wie kann ich meine Idee am besten umsetzen, was finde ich persönlich schön und was möchte ich ausprobieren? Für mich gibt es keine Grenzen.

Was können wir von der neuen Kollektion erwarten?

Zunächst einmal kommt keine Kollektion in dem üblichen Sinne, da ich mich gerne auf eine Idee festnagle, mir Zeit lassen und sie perfektionieren möchte. Das neue Wolf-Design ist nach langer Zeit so gut wie fertig und zum Release des Magazins als Shirt im Shop erhältlich. Weiter in Planung sind Hoodies mit demselben Druck und künftig wird es mehr Stickmotive geben. Natürlich haben wir mit dem Label den Fokus auf Kleidung, trotz – dem wird es wahrscheinlich bald regelmäßig Prints und Sticker geben, dekoratives mit getrockneten Blumen und wir haben Lust auch in die Schmuckverarbeitung zu gehen. Mal sehen, wohin es uns noch überall hinführt.

Gibt es ein Statement oder eine Message, die deine Stücke transferieren sollen?

Als das Ganze mit Hollowcrown begann, ging es mir nur darum, dass ich Motive zeichne, die mir zu dem Zeitpunkt einfach gefallen haben oder mein inneres Wiedergespiegelt haben. Mit unserem Tarot Design begannen wir, die Stücke um eine tieferliegende Message zu packen. „I AM THE SUN“ strahlt Positivität aus und Vertrauen in uns selbst. Meine Arbeit mit meinem Wolf liegt mir besonders am Herzen. Das Motiv symbolisiert, wie ich meine Kraft aus meinen Fehlschlägen ziehe, im Leben unbeirrt weiter mache und mir selbst vertrauen kann. Das Symbol auf der Stirn ist das Zeichen für den Planeten Saturn, was wiederum der Herrscherplanet meines Sternzeichen Wassermann ist. Es ist auf jeden Fall sehr persönlich gehalten.

Lieblingstattoo?

Wahrscheinlich sagen die meisten, dass sie alle ganz klasse finden – mir geht es genauso, ich mag alle (lacht). Auf dem linken Oberarm habe ich meinen Wolf mit dem Notenschlüssel auf der Stirn, auf der Schulter einen Schlüssel mit einem Mond und Kristall-Ornamenten und auf den Schienbeinen einmal eine große Rose, und eine Dame im Neo-Traditional Stil, die sich selber durch mit einem Dolch durch die Hand sticht.

Lieblingsbands?

Wie vorher schon angeschnitten, liebe ich Architects. Die Texte hauen mich jedes Mal um und ihr Engagement für die Umwelt inspiriert mich extrem. Ansonsten kann ich nicht behaupten, weitere Lieblingsbands zu haben, ich will mich da auch gar nicht fixieren. Generell bin ich was Genres betrifft sehr offen. Indie, Electro und Rap, da würde man sonst den Überblick verlieren.

Lieblingsvideospiel?

Ich liebe Assassins Creed Origins! Skyrim habe ich früher auch total gesuchtet und jede Menge Spielstunden gesammelt. Ich steh auf Thematiken wie Mittelalter, Fantasy, geschichtliche Themen wie Ägypten und so weiter.

Lieblingsfestival?

Naja, seit 2014 bin ich jedes Jahr auf dem Summer Breeze in Dinkelsbühl, großartige Musik, klasse Leute und gerade Mal eine Stunde von mir entfernt – also ein Muss! Zum Impericon geht es auch jedes Jahr, manchmal mehr als nur einmal, wenn es hobbymäßig zum Fotografieren hingeht!

Lieblingsklamottenlabel?

Besitze ich eigentlich gar nicht. Naja, Vans müssen immer sein, aber ansonsten trag ich was mir gefällt, ohne auf ein Label zu achten. Was meinen Stil betrifft, schwankte ich je nach Lust und Laune zwischen Indie, Vintage und Core.

Lieblingssong/Album?

Stray From The Path (ft. Sam Carter) – First World Problem Child und Enter Shikari – Undercover Agents. Meine Lieblingsalben sind Twenty One Pilot – Trench und Architects –  Lost Forever // Lost Together.

Noch etwas was du den Lesern mitteilen möchtest?

Manchmal kann aus einer Idee etwas Wunderbares entstehen, also tut das was euch glücklich macht. Schaut unbedingt bei mir auf Instagram vorbei und lasst ein bisschen Liebe da. Außerdem wollte ich allen danken, die mich supporten und mich auf meinen Weg begleiten.

Die Fotos wurden uns von dem Künstler zur Verfügung gestellt.