Manchmal sollte man keine großen Reden schwingen, sondern einfach mal machen. Wie eine spontane Idee von heute auf morgen zu einem Klamottenlabel wurde und wie Oliver Langwald, der Designer hinter Burning Rome, verschiedenste Inspirationen in seine Motiven einfließen lässt, könnt ihr hier lesen!

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Wie ist dein Label entstanden?
Das Label entstand durch eine fixe Idee im Jahre 2015. Über Illustrator habe ich damals schon Skizzen designt und ein Kumpel sah das Ganze und hat mich dazu animiert, das ganze tatsächlich auf Shirts drucken zu lassen. Ich bin jemand, der Ideen gern direkt umsetzt und ich dachte, dass das sicher Spaß machen würde und dann habe ich eben einfach losgelegt. Instagram Account angelegt, mein Kumpel hat meine erste Kollektion promotet und die erste Resonanz hat mich schon ziemlich umgehauen. Zuletzt gab es einen Wechsel des Label Namens, die meisten kennen mich noch unter Hollowcrown Apparel – zu dem Titel kam ich durch einen Song meiner Lieblingsband Architects. Wie ich auf Burning Rome kam, ist kurz und einfach. Kennt ihr den großen und bekannten Stadtbrand Roms der antiken Zeit unter Kaiser Nero? Ich bin ein kleiner Geschichtsfan und dieser Name hat sich wortwörtlich reingebrannt (lacht).

Wenn du dein erstes Design mit deinem neusten vergleichst, wie unterscheiden sie sich?
Zwischen dem allerersten und dem jetzigen Design gibt es definitiv drastische Unterschiede, vorallem was mein eigenes Mindset betrifft. Meine Gefühle beeinflussen die Designs, als ich begann, steckte ich in einer ziemlich düsteren Zeit. Aber vieles hat sich verändert und meine Motive sind auch positiver geworden. Früher habe ich mich Traditional wohl gefühlt, heute traue ich mich mehr. Ich arbeite mittlerweile auch viel detailreicher, einerseits kommt das durch meine eigenen Erwartungen sich gesteigert haben und durch die Möglichkeiten mit Procreate, was Illustrator für mich ersetzt hat.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Mir war von Anfang an wichtig, dass ich Kleidung designe, die ich selbst tragen würde. Meine Motive spiegeln das wieder, was mir gefällt und was ich aktuell ästhetisch finde. Ich will das machen, was mir Spaß bereitet und wenn die Leute das feiern, freut mich das umso mehr!

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Zu Beginn waren meine Designs klassisch traditionell, mittlerweile kombiniere ich Neo-Traditional und Realismus miteinander. Zudem kommen noch moderne Techniken dazu wie Line- und Dotwork, was ich liebe und unfassbar ästhetisch finde. Thematisch machen wir gerade eine Menge mit astrologischen und alchemistischen Symbolen, so wie Wicca. Das alles, zusammen mit meiner eigenen Note – Das ist Hollowcrown! Ich sitze regelmäßig an meinen Designs und investiere sehr viel Zeit damit herum zu tüfteln – was sieht gut aus, wie kann ich meine Idee am besten umsetzen, was finde ich persönlich schön und was möchte ich ausprobieren? Für mich gibt es keine Grenzen.

Was können wir von der neuen Kollektion erwarten?

Zunächst einmal kommt keine Kollektion in dem üblichen Sinne, da ich mich gerne auf eine Idee festnagle, mir Zeit lassen und sie perfektionieren möchte. Das neue Wolf-Design ist nach langer Zeit so gut wie fertig und zum Release des Magazins als Shirt im Shop erhältlich. Weiter in Planung sind Hoodies mit demselben Druck und künftig wird es mehr Stickmotive geben. Natürlich haben wir mit dem Label den Fokus auf Kleidung, trotz – dem wird es wahrscheinlich bald regelmäßig Prints und Sticker geben, dekoratives mit getrockneten Blumen und wir haben Lust auch in die Schmuckverarbeitung zu gehen. Mal sehen, wohin es uns noch überall hinführt.

Gibt es ein Statement oder eine Message, die deine Stücke transferieren sollen?

Als das Ganze mit Hollowcrown begann, ging es mir nur darum, dass ich Motive zeichne, die mir zu dem Zeitpunkt einfach gefallen haben oder mein inneres Wiedergespiegelt haben. Mit unserem Tarot Design begannen wir, die Stücke um eine tieferliegende Message zu packen. „I AM THE SUN“ strahlt Positivität aus und Vertrauen in uns selbst. Meine Arbeit mit meinem Wolf liegt mir besonders am Herzen. Das Motiv symbolisiert, wie ich meine Kraft aus meinen Fehlschlägen ziehe, im Leben unbeirrt weiter mache und mir selbst vertrauen kann. Das Symbol auf der Stirn ist das Zeichen für den Planeten Saturn, was wiederum der Herrscherplanet meines Sternzeichen Wassermann ist. Es ist auf jeden Fall sehr persönlich gehalten.

Lieblingstattoo?

Wahrscheinlich sagen die meisten, dass sie alle ganz klasse finden – mir geht es genauso, ich mag alle (lacht). Auf dem linken Oberarm habe ich meinen Wolf mit dem Notenschlüssel auf der Stirn, auf der Schulter einen Schlüssel mit einem Mond und Kristall-Ornamenten und auf den Schienbeinen einmal eine große Rose, und eine Dame im Neo-Traditional Stil, die sich selber durch mit einem Dolch durch die Hand sticht.

Lieblingsbands?

Wie vorher schon angeschnitten, liebe ich Architects. Die Texte hauen mich jedes Mal um und ihr Engagement für die Umwelt inspiriert mich extrem. Ansonsten kann ich nicht behaupten, weitere Lieblingsbands zu haben, ich will mich da auch gar nicht fixieren. Generell bin ich was Genres betrifft sehr offen. Indie, Electro und Rap, da würde man sonst den Überblick verlieren.

Lieblingsvideospiel?

Ich liebe Assassins Creed Origins! Skyrim habe ich früher auch total gesuchtet und jede Menge Spielstunden gesammelt. Ich steh auf Thematiken wie Mittelalter, Fantasy, geschichtliche Themen wie Ägypten und so weiter.

Lieblingsfestival?

Naja, seit 2014 bin ich jedes Jahr auf dem Summer Breeze in Dinkelsbühl, großartige Musik, klasse Leute und gerade Mal eine Stunde von mir entfernt – also ein Muss! Zum Impericon geht es auch jedes Jahr, manchmal mehr als nur einmal, wenn es hobbymäßig zum Fotografieren hingeht!

Lieblingsklamottenlabel?

Besitze ich eigentlich gar nicht. Naja, Vans müssen immer sein, aber ansonsten trag ich was mir gefällt, ohne auf ein Label zu achten. Was meinen Stil betrifft, schwankte ich je nach Lust und Laune zwischen Indie, Vintage und Core.

Lieblingssong/Album?

Stray From The Path (ft. Sam Carter) – First World Problem Child und Enter Shikari – Undercover Agents. Meine Lieblingsalben sind Twenty One Pilot – Trench und Architects –  Lost Forever // Lost Together.

Noch etwas was du den Lesern mitteilen möchtest?

Manchmal kann aus einer Idee etwas Wunderbares entstehen, also tut das was euch glücklich macht. Schaut unbedingt bei mir auf Instagram vorbei und lasst ein bisschen Liebe da. Außerdem wollte ich allen danken, die mich supporten und mich auf meinen Weg begleiten.

Die Fotos wurden uns von dem Künstler zur Verfügung gestellt.