Alternative Streetwear mit alternativer Message, das bringt euch Polarschwarz Clothing. Was hinter dem Klamottenlabel steckt könnt ihr hier lesen.

Wie ist dein Label entstanden?

Eine super spannende Entstehungsgeschichte gibt es hierzu tatsächlich nicht. Ich habe immer schon sehr viele bedruckte Shirts getragen, war im Rahmen meiner Möglichkeiten kreativ und habe viele verschiedene kreative Outlets ausgetestet. Und so kam eins zum anderen und ich wollte selbst Shirts kreieren. Die Idee bestand dann einige Zeit und irgendwann während des Studiums dachte ich mir – wenn nicht jetzt, wann dann. Also habe ich, zugegeben sehr laienhaft, einfach losgelegt. Das ganze war dann eine kleine On/Off-Beziehung, weil es im Studium entweder an Zeit oder Geld gefehlt hat. Seit ca. 2 Jahren bin ich aber wieder voll drin und stecke verdammt viel Zeit, Geld und Liebe in das Projekt und hoffe, dass ich das noch eine lange Zeit tun kann.

Wenn du dein erstes Design mit deinem neusten vergleichst, wie unterscheiden sie sich?

In nahezu allen Belangen. Ich denke das einzig gemeinsame wäre, dass schon damals jedes Design eine Message vermitteln sollte. Abgesehen davon würde ich heutzutage aber kein Produkt mit dem damaligen Design verschandeln.

Was ist dir wichtig an und bei deiner Arbeit?

Mir persönlich ist es wichtig, dass ich Produkte erstelle, mit denen sich die Kunden identifizieren können. Wer Polarschwarz kennt, weiß worauf jedes Produkt basiert – hinter nahezu jedem Design steckt ein Song der die entscheidende Idee geliefert hat. Und womit kann man sich besser identifizieren, als mit Musik?

Aber abgesehen davon ist es mir persönlich einfach wichtig, eine Art Ventil zu haben und einige meiner Ideen in Form von Kleidung zu verwirklichen.

Wie würdest du deinen Stil beschreiben und wie kam dieser?

Ich beschreibe Polarschwarz gerne als dark, alternative Streetwear. Wie der Label Name schon suggeriert, ist das Hauptmotiv der Kontrast. Schwarz-Weiß. Zukünftig wird es auch Designs mit farbigen Highlights geben, allerdings wird der allgemeine Grundton fast immer Schwarz bleiben. Dieser Stil kam ganz einfach zustande – ich selbst trage nahezu nur schwarze oder weiße Kleidung. Und mal ganz ehrlich, zu den Designs und Messages der Produkte würden einfach keine knalligen Farben passen.

Was können wir von der neuen Kollektion erwarten?

Ich möchte immer ein Level weiter gehen. Jede Kollektion soll den Standard der vorherigen beibehalten aber eben noch eine Schippe drauf legen. Neben farbigen Highlights wird es noch einige Produkte geben, die wir so bisher noch nie angeboten haben. Man darf also gespannt sein.

Gibt es ein Statement oder eine Message, die deine Stücke transferieren sollen?

Das gibt es, viele sogar. Ganz grundsätzlich wird man aber feststellen, dass die meisten Designs auf düsteren und depressiven Gedanken basieren. Da Depression seit vielen Jahren ein präsentes Thema bei mir selbst und in meinem Umfeld ist, ist das einfach die logische Konsequenz. Mit den Designs möchte ich diese Gedanken einfangen, dazu ermutigen diese offen nach außen zu tragen und sie sogar mit einem Hauch Humor verbinden. Niemand sollte sich verstecken müssen, egal mit welchen Problemen derjenigen zu kämpfen hat.

Lieblingstattoo?

An mir selbst? Das, das noch nicht gestochen wurde.

Lieblingsbands?

Das ändert sich bei mir super oft. Aktuell würde ich sagen As I Lay Dying, Knocked Loose und Deafheaven.

Lieblingsvideospiel?

Habe das Zocken vor vielen Jahren aufgegeben. Aber kleiner Geheimtipp wenn man nostalgisch und entspannt ein fast 20 Jahre altes Game zocken möchte: Herrscher des Olymp – Zeus.

Lieblingsfestival?

Seit 2010 unangefochten das Summer Breeze Open Air in Dinkelsbühl.

Lieblingsklamottenlabel?

Na, Polarschwarz natürlich! Aber abgesehen vom eigenen Label habe ich Fuchsteufelswild sehr gefeiert. Schade, dass Christina (vorerst) damit aufgehört hat.

Lieblingssong/Album?

Auch das ändert sich so verdammt schnell. Aber aktuell würde ich den Song „Get You the Moon“ von Kina und Snøw nennen. Das Lieblingsalbum wäre aktuell wohl „Shaped by Fire“ von As I Lay Dying.

Noch etwas was du den Lesern mitteilen möchtest?

Stay alive.

Die Fotos wurden von Jannik Perse aufgenommen und hat uns die Brand zur verfügung gestellt.