Zwei Skater, eine Menge Tattoos und der Wunsch sich selbst hundert-prozentig verwirklichen zu können. So könnte man das Clothing Label Lonesome Division von Jannik und Julian schnell beschreiben. Aber wenn das alles wäre, dann würden wir sie euch auch nicht in einem Interview vorstellen. Seht also, was Julian und Jannik sonst noch auf Lager und zu erzählen haben über sich und das Label LONESOME DIVISION.

Wie ist euer Label entstanden?

Unser Label ist relativ spontan entstanden. Ich war auf der Arbeit und habe gedacht, dass es ja ganz schön ist Geld zu verdienen, am Wochenende auf Konzerte zu gehen, zu skaten und was auch immer sonst so Spaß macht, aber irgendwie hat mir das dann doch nicht gereicht. Ich studiere zwar auch und habe somit noch ein anderes Ziel vor Augen, aber meine hundertprozentige Leidenschaft ist es auch nicht. Also habe ich darüber nachgedacht, wo ich in fünf oder zehn Jahren stehen werde und ob mich all das, was ich gerade mache, wirklich glücklich macht. Ich hatte schon immer eine Affinität für Mode und ähnlich wie bei der Musik, dem Skateboarding oder Tattoos ist es eine Art, sich selbst auszudrücken. Also ging ich am selben Tag noch zu Jannik und habe ihn gefragt, ob er auch Lust darauf hätte, ein eigenes Label zu gründen und ich wusste schon vorher, dass er sofort dabei ist! Wir haben von Anfang an gesagt, dass es nicht unser Ziel ist, damit großartig Geld zu verdienen und wir unserer momentanen Tätigkeit genau wie vorher weiter nachgehen. Dadurch war das Risiko relativ gering und wir machen nur das, wo wir wirklich Bock draufhaben. Klar ist es oft stressig und schwierig, – vor allem weil wir so gut wie kein Budget hatten – aber durch die Unterstützung unserer Freundinnen, Freunde und Familie bekommen wir es ganz gut hin.

Wenn ihr euer erstes Design mit eurem neusten vergleichst, wie unterscheiden sie sich?

Da wir, bevor wir überhaupt in der Lage waren Shirts oder Ähnliches zu produzieren, eine große Menge an Designs fertig hatten, ist subjektiv betrachtet kein großer Unterschied zu erkennen, da fast alle momentanen Ideen schon vor der Gründung des Labels fertig waren. Wir mussten uns zunächst also nur entscheiden, mit welchem Motiv wir starten wollen. Wir haben uns dann für ein klassischen Design mit einem Schriftzug entschieden, um anfangs möglichst viele Leute ansprechen zu können. Unsere neueren Designs sind mehr traditionelle Tattoomotive, wobei Schriftzüge jedoch auch weiterhin eine große Rolle in der Gestaltung unserer Designs spielen.

Was ist euch wichtig an und bei eurer Arbeit?

Am wichtigsten an unserer Arbeit ist uns, dass wir authentisch bleiben und nur das machen, worauf wir wirklich Lust haben. Wir haben das Label nicht gegründet, um viel Geld zu verdienen und der großen Masse zu gefallen, sondern um ein Medium zu schaffen, in dem wir unserer Leidenschaft Ausdruck verleihen können. Dabei hoffen wir aber natürlich, Leute mit ähnlichen Sichtweisen anzusprechen und diese ein Teil unserer „Familie“ werden zu lassen. Somit wollen wir auch viele neue Leute kennenlernen und einfach Spaß bei der Sache haben.
Des Weiteren wollen wir so viel wie möglich selbst machen und der Großteil unserer Produkte besteht aus fairer Produktion und biologischen Anbau. Nachhaltigkeit unserer Textilien ist uns also auch sehr wichtig. Besonders stolz sind wir dabei auf eine unserer neuen Beanies, welche zu 60 Prozent aus recyceltem Polyester in Form von PET- Flaschen besteht.
Wie würdest du deinen (ihr euren) Stil beschreiben und wie kam dieser?
Unser Stil ist ganz klar von der traditionellen Tattookunst sowie von klassischer Workwear beeinflusst. Wir beide lieben Tattoos und Musik und da liegt es nahe, dass sich dieser Stil in unseren Designs wiederfindet. Dabei wollen wir unsere Motive so simpel wie möglich halten und dennoch zu etwas Besonderem machen. Uns ist klar, dass wir das Rad nicht neu erfinden, dennoch hoffen wir, so authentisch wie möglich zu bleiben. Wir haben uns schon immer den „Underground Kulturen“ verbunden gefühlt und hoffen mit unserem Label ein Teil dieser Kultur zu werden.
Was können wir von der neuen Kollektion erwarten?
Die neue Kollektion beinhaltet neben neuen Beanies und Caps ein neues T-Shirt Design und einen Hoodie, bei denen wir zum ersten Mal selbst via Siebdruckverfahren gedruckt haben. Besonders stolz sind wir jedoch auf unsere zwei Jacken. Zum einen haben wir eine klassische Worker-Jacke mit gestickten Logo und zum anderen eine Dickies Flanell-Jacke, ebenfalls mit gesticktem Logo.

Gibt es ein Statement oder eine Message, die eure Stücke transferieren sollen?

Ja, auf jeden Fall! Unser Slogan lautet: „STAY DIFFERENT – STAY FREE“ und nach diesem Motto versuchen wir auch, unser Leben und unseren Alltag zu gestalten. Je älter man wird, desto mehr entfernt man sich von der Person, die man früher war und die mein sein wollte, wenn man erwachsen wird. Mit unserem Label wollen wir uns und auch anderen vor Augen halten, dass man, nur weil man älter wird, nicht seine Leidenschaften und Überzeugungen zur Seite legen muss. Klar müssen wir alle mehr Verantwortung übernehmen und denken vielleicht zweimal über gewisse Dinge nach, aber man sollte nie sein eigentliches Ich verlieren! Ich wollte damals nie so sein wie alle anderen da draußen und will es heute immer noch nicht. Anders sein und anders bleiben bedeutet ein Stück Freiheit, weil man sich nicht gesellschaftlichen oder anderen Konventionen beugt. Folge immer deinem Herzen und du wirst frei bleiben. Davon sind wir überzeugt!

Lieblingstattoo?

Julian: Mein Backpiece in Form eines Tigerkopfes, welcher ein Herz im Maul hält mit dem Schriftzug darunter „Keep your heart safe“.
Jannik: Meine traditionelle Sailor Woman auf dem Unterarm.

Lieblingsbands?

Julian: Schwierig, wie viel Platz habt ihr? 😀 Ich versuche mich mal auf fünf zu beschränken:
Rancid
Social Distortion
Yelawolf
Suicidal Tendencies
Die „alten“ Blink-182
Jannik: Puh, es ist fast unmöglich eine richtige Auswahl zu treffen. Wenn ich mich auf fünf beschränke, dann sind es wahrscheinlich folgende:
Bruce Springsteen
The Gaslight Anthem
The Bouncing Souls
Rancid
The Menzingers

Lieblingsvideospiel?

Julian: Tony Hawks Pro Skater 1-3
Jannik: Die älteren Fifa Teile

Lieblingsfestival?

Julian: TellsBells
Jannik: Hier muss ich mich Julian anschließen und favorisiere das TellsBells Festival.

Lieblingsklamottenlabel?

Julian: Dickies
Jannik: Vans

Lieblingssong/Album?

Julian: zu schwierig, jeweils eins zu nennen!
Song: „American You“ von Yelawolf oder „After the Party“ von The Menzingers
Album: „And out come the wolves…“ von Rancid oder „Love Story“ von Yelawolf
Jannik: Sehr schwierige Frage. Wenn ich mich für jeweils einen Song und ein Album entscheiden müsste, dann wahrscheinlich:
Song: ,,Romeo and Juliet‘‘ von The Killers (Orginal von Dire Straits)
Album: ,,American Slang‘‘ von The Gaslight Anthem

Noch etwas was du den Lesern mitteilen möchtest?

Verliert niemals eure Integrität! Stay Different and you will Stay Free!

 

Die Fotos wurden vom Label zur Verfügung gestellt.