„Wake Up, Sunshine“ ist nun schon die neunte Scheibe der Pop-Punk-Formation, die seit bereits 17 Jahren gemeinsam Musik macht.

Nachdem Sie sich einige Jahre unter den anderen Bands des Pop-Punk eingereiht hatten, tauchten sie 2017 mit „Last Young Renegade“ einmal tief in den Pop ein. Umso interessanter war es zu sehen, in welche Richtung sie mit „Wake Up, Sunshine“ gehen würden. Eins kann man sagen: An Abwechslung mangelt es auf dem neuen Album von All Time Low schon mal nicht.

Ein Großteil der Tracks weisen wieder typische Pop Punk Elemente auf: etwa das hohe Tempo, oder dieses wummernde Schlagzeug und die repetetiven Gitarrenriffs. „Wake Up, Sunshine“ ist so ein Beispiel. Leider ist vieles davon doch ziemlich aalglatt und weichgespült. Viel gleich klingendes Füllmaterial ohne großen Wiedererkennungswert – höchstens gut zum nebenbei hören.

Manch ein Song sticht da heraus: „Some Kind of Disaster“ etwa.  Die E-Gitarren sowie der Bass lassen noch etwas Rock erahnen, ansonsten handelt es sich um einen waschechten Pop-Song. „Monsters“ auch so ein Exemplar; ein Chart-taugliches Feature mit dem Rapper blackbear, mit langsamerem Tempo und einer sehr eingängigen Melodie. Bei  „Pretty Venom“ kommen bei seinem langsamem, getragenen Upbeat schon Chillhop-Vibes auf. Alles in allem sind die zumindest catchy – ein paar halbwegs starke Pop-Songs bringt das Album schon hervor.

Allem Anschein nach ereilt All Time Low das selbe Schicksal wie manch andere Band in diesem Genre. Zwar hat „Wake Up, Sunshine“ immer noch mehr mit Pop-Punk gemein als das letzte Album,  aber auch nach „Last Young Renegade“ kommen sie nicht wirklich von der Pop-Schiene runter. Es wird nicht ersichtlich, wo die Band musikalisch hinwollte, doch ich vermute, dass einfach eine andere Zielgruppe angesprochen werden soll – nicht mehr unbedingt die Pop-Punk-Hörer.

Fotocredits: https://www.warnermusic.de/news/2020-02-18/wake-up-sunshine-am-3-april-kommt-das-neue-album