But who’s in charge when your life’s in your own hands?

Die 2007 in Texas gegründete Metalcore Band Fit for a King liefert mit The Path ihr neuntes Album und somit das Sechste unter Solid State Records ab und überzeugt, trotz christlichen Thematiken, mit harten Sounds und brutalen Screams. Das Album folgt nicht den klassischen Songmustern, die sich häufig im Metalcore finden, sondern hebt sich durch das gekonnte Einbringen von Gitarrensoli und Backgroundvocals klar ab. Die Instrumentalisierung bietet ebenso Abwechslung, in Prophet beispielsweise, wird die Band von Streichern begleitet, was dem Song eine gewisse Epik verleiht, im vorrangehenden Song, The Path, wird der Hörer mit dem Klang von Kirchenglocken überrascht. Auch der Einsatz des Klargesangs bescherte mir nicht selten Gänsehaut, da die einzelnen Songkomponenten sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Bei God of Fire handelt es sich um den technischsten Song des Albums, welcher einen guten Übergang zu Stockholm bietet, in dem unsere Trommelfelle wiederholt mit gekonnt eingesetzten Glockenschlägen beglückt werden. Die musikalische auf die Fresse Attitüde des Albums wird nicht mal durch die klar gesungenen oder langsameren Parts geschmälert. Louder Voice schließt durch ein filmisch anmutendes Intro an die Epik Prophets an und Vendetta bietet, wiederholt mit einem filmisch wirkenden Einwurf, einen gebührenden Abschluss des Albums.
The Path überzeugt mich persönlich vorrangig durch seine musikalische Abwechslung und sein Detailreichtum, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass jeder beteiligte Musiker absolut weiß was er tut und mit seinen Bandkollegen harmoniert. Von dem Wissen um den religiösen Hintergrund und das daran angelegte Albumcover darf man sich keinesfalls abschrecken lassen. Reinhören, sich selbst überzeugen und das Album kaufen lohnen sich.

Photocredit: Durch KINDA bereit gestellt