WE ARE THE GLASSHEARTS

SONGS: 11
DURATION: 36min 32sec
GENRE: Metalcore/Alternative-Rock

Nach der bereits 2019 veröffentlichen Single, hat The Disaster Area nun vor zwei Wochen auch ein gleichnamiges Album veröffentlicht.
Für dieses Album haben sich die Jungs Romesh Dodangoda als Producer ins Boot geholt, am bekanntesten ist dieser wohl für seine Zusammenarbeit mit Bring me the Horizon.

Einen starken Start in das Album liefern Glasshearts, Blackout und Bruised & Broken. Mit modernen Melodien, cleanen Vocals und gutem Songwriting sind diese Lieder ein absolutes Muss für eine gute Metalcore Playlist. Catchy, heavy und trotzdem nicht repetitiv und somit genau das Richtige für alle, die einen moderneren Approach des Metalcores genießen.

Danach bringt TDA etwas, was mich persönlich im ersten Moment etwas staunen hat lassen. Statt Metalcore liefert uns die Band mit Youth nämlich fast schon eine Pop-Rock Hymne. Neben der Upbeat Melodie die diesen Song einleitet, bestehen die Lyrics für knapp 13 Sekunden nur aus aneinander gereihten Oh Oh’s. Typisch ist sowas eher in der Pop Szene, aber ins Ohr geht das Lied trotzdem allemal. Die Lyrics beschreiben diesen Song als Hymne für die Misfit Youth, ein Lied für die, die nicht erwachsen werden, ein Lied das sich zum Mitgrölen anbietet und trotz anderem Sound wahrscheinlich einen Großteil der Hörer anspricht.

Bevorzugt man eher heavier Musik so kann man Youth natürlich jederzeit überspringen und zu meinen persönlichen Favoriten Misery und Exile übergehen. Mit starkem Gitarrenklang und etwas aggressiverem Ton bilden sie einen absoluten Kontrast zu ihrem Vorgänger und lassen das Herz eines jeden Metalheads höherschlagen.

Man kann also sagen, dass die erste Hälfte des Albums zwar gut durchmischt, jedoch extrem stark ist. Jedoch sind viele Lieder davon bereits bekannt, denn wirklich nie zuvor gehörte Lieder werden uns auf dem Album nur 4 präsentiert. Misery, Nothing, Happy Pills und Baptized. Darüber könnte man nun lange diskutieren ob das nun richtig, falsch – gut oder schlecht ist. Persönlich stört es mich nicht, schließlich sind die bereits bekannten Lieder qualitativ extrem gut.

Doch wie sieht es mit den Liedern aus die wir eben nicht kennen?

Nothing hat einen wirklich fantastischen Text und auch melodisch kann man an diesem Track nichts aussetzen. Vocal technisch ist der Song nicht so heavy wie manch anderer auf dem Album, aber dafür enthält der Track eine wunderschöne Bridge, die wirklich unter die Haut geht.

Happy Pills hat mich persönlich melodisch erstmal etwas an The Chainsmokers erinnert. Genrell hat das Lied anfänglich einen etwas ruhigeren und melancholischen Ton. Der Track steht auch etwas im Kontrast zu den anderen auf dem Album, mit ruhigem Gesang, auffällig anderem Beat und einem wirklich gänzlich anderen Klang sticht das Lied im Vergleich zu den anderen schon stark heraus.
Ob es einem gefällt oder nicht, ist dort wirklich von dem eigenen Musikgeschmack abhängig, ein Reinhören ist es jedenfalls wert.

Den Abschluss bildet neben zwei Alternativversionen von Glasshearts das Lied Baptized. Leider in meinen Augen ein etwas schwacher Abgang verglichen zu den starken Liedern auf dem Album. Der Sound ähnelt sehr generic Metalcore Liedern und setzt sich dort auch nur mit dem Intro ab. Während die anderen Lieder auf dem Album sich von dem Klang der Szene absetzen, ist Baptized eben genau das Paradebeispiel eines typischen Metalcore Lieds.
Das macht das Lied auf keinen Fall schlecht, wer Metalcore mag dem wird das Lied bestimmt zusagen, denn sowohl der Text als auch die Vocals sind qualitativ wie jedes andere Lied der Band wirklich gut.

Im Großen und Ganzen kann ich aber nur Lob für TDA aussprechen. Bei Glasshearts ist wirklich für jeden etwas dabei und ich hatte wirklich Spaß während ich das Album gehört habe. The Disaster Area hat mit diesem Album die Metalcore/Alternative-Rock Grenzen überschritten und etwas geschaffen, dass sich frisch und interessant anhört. Wer das Album noch nicht gehört hat oder sich bis Dato nur an einigen bereits bekannten Liedern versucht hat, dem empfehle ich wirklich sich die 36 Minuten zu nehmen um das Album einmal durchzuhören. Ihr werdet mindestens ein neues Lieblingslied für eure Playlist finde, das verspreche ich euch!

The Disaster Area haben einige Musikvideos für dieses Album veröffentlicht, das aktuellste findet ihr hier!

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Fotocredits: SioMotion/Susi&Markus Zabel