THE IDES OF MARCH

SONGS: 11
DURATION: 51min 35sec
GENRE: (Southern-)Rock

Wenn man an die großen Rock- und Metalmusiker der 70er- und 80er-Jahre denkt, kommen einem vielleicht Namen wie Axel Rose, Freddie Mercury oder Robert Plant in den Sinn, und vermutlich werden die allermeisten auch an Slash denken. Um den soll es heute aber nicht gehen, sondern vielmehr um einen seiner jahrelangen Mitstreiter: Myles Kennedy.

Dieser wirkt sowohl bei Slash and The Conspirators als auch bei der US-amerikanischen Rock- und Post-Grunge-Band Alter Bridge als Leadsänger mit. Nachdem im Jahr 2018 bereits sein erstes Solo-Album Year Of The Tiger erschien, wurde jetzt sein zweites Album The Ides Of March publik gemacht.

Der erste Track des Albums trägt den Titel „Get Along“ und ist geprägt von vielen Gitarrenriffs, gepaart mit einem Southern-Rock-ähnlichen E-Gitarren-Sound. Myles Kennedy macht mit diesem Lied gleich zu Beginn des Albums deutlich, dass es noch heute Rock wie in den 80er Jahren gibt, und dass sich ein Weiterhören lohnt.

Der zweite Song „A Thousand Words“ ist dann eine ganze Ecke ruhiger. Trotzdem sind hier wieder zahlreiche Gitarrenriffs präsent, die sich gut mit den Gesangsparts ergänzen.
In Stride ist als nachfolgendes Lied wieder deutlich rockiger. Auch hier würde ich den Sound mit dem von heutigen Southern-Rock-Bands vergleichen, vielleicht gepaart mit Country-Rock.

Gegen Mitte des Albums wird der Sound allgemein softer. In „The Ides Of March“, „Wake Me When It’s Over“ und „Love Rain Down“ kommt besonders die großartige Stimme von Myles Kennedy zum Vorschein, da die Instrumentals hier wesentlich entspannter klingen als beispielsweise in „Get Along“. Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Gitarrenriffs, die perfekt mit dem eher ruhigeren Sound der drei Lieder harmonieren.

„Tell It Like It Is“ hebt die Ruhe dann wieder etwas auf und ist einer meiner beiden Favoriten auf diesem Album. Hier werden die Ursprünge Kennedys deutlich, denn der Song erinnert mich an klassische Rock‘ n Roll-Songs, gemischt mit Metal-Elementen. Gegen Ende gibt’s dann noch einen schönen A-Capella-Part.

Der achte Song der Platte trägt den Titel „Moonshot“ und fällt vor allem dadurch auf, dass er ruhig beginnt, sich dann aber immer mehr aufbaut, bis die ruhigeren Sounds schließlich einer Rock-Melodie weichen.

Mein Lieblingssong der Platte ist der anschließende Song „Wanderlust Begins“. Als wahrscheinlich ruhigster Song des Albums sind hier die Stimme Kennedys und die Akustik-Gitarre dominant. Besonders gefällt mir persönlich die Melodie, die sich durch den ganzen Song zieht.
„Sifting Through The Fire“ greift den Southern-Rock-Sound wieder auf, bis dann mit „Worried Mind“ ein Song folgt, der einen gelungenen Abschluss des Albums darstellt. Hier geht es um Sorgen und Gedanken, die Kennedy mit uns teilt. Schließlich wurden die Aufnahmen des Albums begonnen, als es in sämtlichen Ländern Lockdowns aufgrund von Corona gab. Mit dem Ausklingen dieses Tracks ist dann auch das Album zu Ende.

The Ides Of March ist für mich ein sehr gelungenes Country- und Southern-Rock-Album, welches viele Elemente von Rock- und Metalsongs der 80er-Jahre in sich vereint. Selbst für mich war dieses Album wirklich schön anzuhören, obwohl ich mich eigentlich eher in anderen Genres zuhause fühle. Gut gefallen hat mir der gegenseitige Wechsel von rockigeren Songs zu eher ruhigeren. Besonders prägend sind zudem die vielen Gitarrenriffs, die in nahezu jedem Song vorhanden sind und dem Album eine schöne zusätzliche Note verleihen.

Die 51 Minuten sind gut investierte Zeit für jeden, der sowieso schon Fan von 80er-Jahre-Rock ist; das Album ist aber auch durchaus für Leute zu empfehlen, die eigentlich eher andere Rock- oder Metalgenres bevorzugen, denn ein Blick über den eigenen Tellerrand schadet bekanntlich nie.

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Fotocredit: Chuck Brueckmann