Nicht nur Olivia Rodrigo mit Sour oder Twenty One Pilots mit Scaled and Icy veröffentlichten am 21.05 neue Musik, auch Waterparks machten ihre Fans mit Greatest Hits  am Freitag glücklich.

Wer auf Twitter aktiv ist hat bestimmt schon mitbekommen dass seit einiger Zeit ein Waterparks Insider im Fandom und bei der Band selbst kursiert. Angefangen hat all dies mit der Bekanntgabe des Release Date des neuen  Twenty One Pilots  Albums Scaled and Icy  welches der 21.05 ist, wie auch bei Greatest Hits  von Waterparks.

Nach der Reaktion von Awsten https://twitter.com/awsten/status/1380210362214051842?s=12 nutze ein User diese Chance ein und schrieb: „the Drama of Waterparks: are they going to lose everything?“. Seit diesen Ereignissen spielte es sich alles als Witz hoch und ging soweit dass die Band, sowie Awsten  und fast das gesamte Fandom auf Twitter ihre Profilbilder austauschte und nun Bilder von sich hinter Gitterstäben benutzten.


Nun aber zur eigentlichen Frage, wie ist denn nun das neue Album.

SONGS: 17 
DURATION: 47 min 10 sec 
GENRE: Pop-Punk

 

Das Intro welches aus dem Song „Greatest Hits“ besteht, stellt einen atmosphärischen Einstieg dar und leitet mit „these are our Greatest Hits“ perfekt zum nächsten Song über.

Der Titel Greatest Hits  lässt vermuten, man stoße auf eine Ansammlung von bereits veröffentlichten Songs aus denen die besten ausgewählt wurden, doch mit dieser These täuscht man sich.

Der erste Song des Albums trägt den Titel „Fuzzy“ und schon in den ersten Sekunden fiel mir etwas auf, der Anfang erinnert stark an „Choker“ von Twenty one Pilots.  Ich muss ehrlich sagen am Anfang bin ich dadurch voreingenommen in das Lied gestartet und stellte mir die Frage ob dieses Werk mich überzeugen könne, doch nach kurzer Zeit war mir die Gemeinsamkeit der beiden Songs egal und ich konnte mich auf den Song an sich einlassen. Allgemein ist zu sagen dass „Fuzzy“ eine eher ruhigere Stimmung in einem auslöst jedoch auch zum Bewegen und tanzen einlädt. Eine etwas andere Seite von  Waterparks als die die sie uns in „blonde“  oder „I miss having sex but at least I don’t wanna die anymore“  gezeigt haben, aber auf jeden Fall ein gelungener Einstieg in das neue Album.

Auf „Fuzzy“ folgen die bereits vorher erschienenen Titel „Lowkey as hell“  und  „Numb“ .Beide Songs haben definitiv Ohrwurm Potenzial und verschaffen Gute Laune ab der ersten Sekunde. Catchige Melodien und einprägsamer Text, ein nicht zu schnelles Tempo und ein ausgeglichener Lautstärkenwechsel schafft die perfekte Basis zum Mitsingen! Sowohl „Lowkey as hell“  als auch  „Numb“  bereiteten als Vorläufer des Albums einen perfekten Vorgeschmack dem das Album deutlich gerecht wird!

 

Der vierte Song des Albums trägt den Namen „Violet!“ . Auch diese Single wurde vor Release des Albums veröffentlicht. Der Song erinnert mit am wenigsten an das Waterparks das wir sonst kennen, was aber in keinem Fall negativ gewertet werden kann. Dieser Track ist eine sehr gute Ablenkung und dient perfekt als kleine Erfrischung sowie als Vorgeschmack auf das was Waterparks  noch kann.

Der darauf folgende Track „Snow Globe“ wurde ebenfalls früher veröffentlich so wie „Numb“, „Lowkey as Hell“, „Violet!“, „You’d be paranoid too ( if everyone was out to get you)“  und „just kidding“.  Dieser Titel hebt sich stark durch das Grand Piano am Anfang ab und bildet so einen Bruch zu den restlichen Songs. Leider muss ich sagen dass „Snow Globe“  den Song darstellt den ich am wenigsten mag, für mein Geschmack ist es zu wenig Punk und mehr Pop. Meines Erachtens nach löst sich der Song sehr von dem alten Waterparks  und bewegt sich zu sehr in Richtung Mainstream.

 

Das folgende „just kidding“  wendet sich zumindest Text mäßig wieder mehr in Richtung  der Seite von Waterparks  die  ich präferiere. Hier beschäftigt man sich mit dem Gedanken wie man die meisten seiner Probleme lösen könnte. „Just kidding“  hat die Lösung: der Tod, natürlich alles nur Spaß. Abgesehen vom Text finde ich diesen Titel auch musikalisch gelungen. Eine eher ruhige Grundstimmung mit dennoch catchigen Passagen, der Song lädt ein sich einfach mal zurück zu lehnen und zuzuhören.

The secret life of me“ zeigt wieder eine ganz neue Seite von Waterparks, was allerdings als durchaus gelungen bezeichnet werden kann. Schnellere Melodien und ein einfacher Text, die perfekte Basis für einen Sommersong den man am liebsten beim Sonnenuntergang im Auto hören würde.

Die Welt wurde in 6 Tagen erschaffen doch Awsten  braucht nur einen Montag um seine zu zerstören, so beginnt zumindest „Amercian Graffiti“. Dieser Song ist inhaltlich ruhiger und verlangt gehört zu werden. Knight erzählt von seinen Gefühlen und gibt seinem inneren einen Platz zum Ausdruck. Mir persönlich gefällt dieser Titel besonders gut und meines Erachtens nach ist er sehr ausdrucksstark. „American Graffiti“  ist definitiv einer meiner Favoriten der Band.

Wie oben schon erwähnt wurde auch „You’d be paranoid too ( if everyone was out to get you)“ schon vor Release des Albums veröffentlicht. Der Song gibt sehr viel her, Aussagekraft kombiniert mit Musik zum Feiern und Tanzen, man bekommt sofort Lust auf mehr und kann kaum erwarten bis Live Events wieder möglich sind und man den Song in Echt erleben kann.
„Fruit Roll Ups“  zeigt uns wieder eine ganze andere ruhige Seite von Waterparks,  mit einem solchen Titel hätte ich nicht gerechnet, doch er hat mich positiv überrascht. Achtet man auf den Text könnte man das Werk als Liebeslied einstufen, zumindest erzählt Awsten hier von einer Person die ihm ganz schön den Kopf verdreht hat.

In dem darauffolgenden Song „LIKE IT“  geht es um das was Awsten Knight gerne erreichen würde und wo er in der Realität gerade steht. Er stellt sich gegen nervige Leute die einem halbherzige Ratschläge geben und macht klar wie er funktioniert. Musikalisch ist der Titel sehr aufgedreht und lädt zum Springen und Tanzen ein.

Auf diesen Titel folgt „Gladiator“ und stellt als interlude das Intro zu den folgenden Songs dar.

„magnetic“ beginnt ganz anders als die restlichen Songs des Albums und schnell wird klar nach dem Intro „Gladiator“ folgt ein Umschwung. Anfangs hat mich dieser Song tatsächlich ein wenig an Melanie Martínez erinnert, dieser Gedanke verfliegt aber ab dem Moment des Gesangeinsatzes. Zum wiederholten Male auf Greatest Hits zeigt uns Waterparks eine ganz neue Seite, mich hat dieser Song nicht überzeugt doch hört gerne selbst mal rein.


„Crying over it all“
  zaubert mit einem sehr ruhigen Einstieg eine ganz neue Stimmung was ein drastischer Kontrast zum Vorgängersong darstellt. Den ganzen Song über bleibt die Stimmung eher ruhig was es einem leichter macht auf den sehr aussagekräftigen Text zu achten und dadurch mitzufühlen. Awsten spricht Probleme an die wir alle kennen, nachdenken über alles, Verlustangst oder die Furcht vor dem Versagen; einfach mal alles rauslassen und darüber weinen. Genau das thematisiert „crying over it all“  und ist meines Erachtens nach gerade in dieser Zeit perfekt um einfach mal alles raus zu lassen.

Auch „Ice Bath“ beginnt ruhig doch schwingt fast sofort um. Den Anfang des Songs machen gleiche lyrics wie schon in „Greatest Hits“  bis der Gesang einer sehr dunklen elektronisch klingenden Stimme einsetzt die von einer helleren Stimme gefolgt wird.Im Gesamten ist der Titel etwas ganz anderes, beim ersten hören war ich komplett überrascht, so etwas hätte ich niemals erwartet. Begeistert bin ich aber alle Male. Der Song schafft eine wundervolle Stimmung und lässt den Hörer nicht stillsitzen.

Der letzte Song „See you in the Future“ ist vom Gesamten Album der am schnellsten beginnende Song und das Tempo am Anfang wird immer wieder während des Liedes aufgegriffen, was es beim ersten Hören fast unmöglich macht auf den Text zu achten denn es passiert viel zu viel gleichzeitig. Hat man sich daran gewöhnt dann ist der Song ganz angenehm und schön zu hören, mein Favorit wird er allerdings nicht.

Abschließend ist zu sagen dass Greatest Hits definitiv ein gelungenes Album ist und Songs für jede Stimmungslage bieten. Ob alleine im Zimmer, auf dem Weg zur Uni/Schule/Arbeit oder aber im Sommer bei einer angenehmen Autofahrt, in jeder Situation findet man einen passenden Song. Mir gefällt das Album sehr und ich kann es nur jeden empfehlen, mein Liebsten Album von Waterparks, Double Dare   Kann es allerdings nicht überholen.

 

 

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Fotocredit: Offizielles Pressematerial (Fotograf nicht genannt)