[Record Review] OF MICE & MAN veröffentlichen neue EP "Bloom"!

...THEN MY WORLD COLLAPSED!

Bereits im Februar veröffentlichten Of Mice & Men ihre EP „Timeless“. Fans haben nun erneut Grund zur Freude, denn heute erscheint eine weitere EP mit dem Titel „Bloom“.

Wie schon die EP „Timeless“ umfasst auch „Bloom“ 3 Songs. Einer dieser Songs ist namensgleich mit dem Titel der EP und erschien bereits im April. Die anderen beiden Songs neben „Bloom“ tragen die Titel „Levee“ und „Pulling Teeth“.

Veröffentlicht wird die EP über das Label SharpTone. Wir durften uns die komplette EP bereits anhören.

 

SONGS: 3
DURATION: 12min 29sek
GENRE: Metalcore

 

„Levee“ ist der erste Song der EP. Mit Gewittergeräuschen wird in den Song eingeleitet, bis dann der typische Of Mice & Men-Sound folgt: Gute Screams und ein genauso gutes Instrumental. Gesangsparts finden sich lediglich im Chorus, ansonsten prägen Screams den Sound. Gegen Ende des Songs wird es erst ruhig, bis dann nochmal ein Breakdown folgt. Danach hört der Song dann genauso auf wie er begonnen hat – nämlich mit Donner- und Regengeräuschen.

 

Den nächsten Song der EP bildet „Bloom“.
Aaron Pauley, Sänger und Bassist der Band, sagt über den Song Folgendes:

Bloom is a song about grieving the death of a family member. It’s about understanding, through that loss, that grief is not only love in its most visceral and wildest form, but that it’s also the ultimate price we pay to experience such love. To know profound grief is to have known profound love. Nothing and no one lasts forever. Love isn’t a bouquet of plastic flowers; it’s watching the petals fall.

Musikalisch wird dieses Thema – typisch Of Mice & Men – extrem passend behandelt. So beginnt das Lied mit einem ruhigen Gesangspart, bis dann ein dramatischer Screamingpart folgt. Dann bleibt es laut; im Chorus wird gesungen. Am Ende des Songs bleiben dann nur Regengeräusche übrig. Ein gelungener Abschluss eines großartigen Liedes, welches Lust auf die EP macht.

Auch beim Musikvideo wurden sich augenscheinlich viele Gedanken um die Umsetzung gemacht. Es ist komplett im Zeichenstil und in schwarz-weiß gehalten. Passend zum Text blühen sinnbildlich Blumen auf, verwelken dann aber wieder und fallen in sich zusammen. An anderer Stelle fällt ein Mensch, welcher de facto nur aus seiner eigenen Silhouette besteht, ins Bodenlose, bis sich die komplette Umgebung in einen riesigen Totenkopf formt. Es wirkt sehr düster und passt damit perfekt zum Text. Manchmal muss es nicht ein Video mit tausend Locations sein; manchmal trifft es ein Video wie dieses viel besser.

 

Den Abschluss bildet „Pulling Teeth“. Scheinbar haben Of Mice & Men Gefallen an den Gewittergeräuschen gefunden, denn auch der letzte Song der EP beginnt wie schon die anderen beiden Songs mit Donner- und Regenakustik. Im Vergleich zu „Levee“ und „Bloom“ ist der Anteil an cleanen Gesangsparts in „Pulling Teeth“ deutlich größer, soft ist aber auch dieser Song keinesfalls; der überwiegende Teil besteht noch immer aus Screams.
Besonders gefallen hat mir der Part nach knapp 3 Minuten, denn die Lyrics „then my world collapsed werden gescreamt, und zwar ohne musikalische Begleitung. Hier beweist Screamer Aaron Pauley einmal mehr, dass er ein würdiger Nachfolger von Austin Carlile ist, der die Band aus gesundheitlichen Problemen verlassen musste. Danach folgt ein letzter Breakdown, bevor dann abrupt Stille einkehrt. Diese Stille markiert das Ende der EP.

 

Ich möchte hier nicht verheimlichen, dass ich selbst Fan der Band Of Mice & Men bin, aber auch wenn ich davon absehe, kann ich für die EP „Bloom“ nur Lob aussprechen. Mein persönlicher Lieblingssong der EP ist „Bloom“, der namensgebende Song, doch auch die anderen beiden Titel sind klasse.

 

Die Metalcore-Fans unter euch werden mit der EP garantiert voll auf ihre Kosten kommen. Und was kommt nach der EP? Nun, man munkelt, dass diese und auch die EP „Timeless“ zusammen mit zukünftig folgenden EPs Teil des neuen Albums von Of Mice & Men sein könnten.

Bis darüber Klarheit herrscht, könnt ihr euch der EP „Bloom“ voll und ganz widmen, es lohnt sich.

https://www.youtube.com/watch?v=i_RuPJu4dLc

Fotocredits: Das Foto hat uns KINDA zur Verfügung gestellt (Fotograf nicht genannt)


[Single/News] LIFESPARK. bringen neue Videosingle "Mirage" am 04.06.21!

I SEE THE OCEANS CALLING

 

Unter allen Metalgenres hat es mir der Post-Hardcore am meisten angetan. Eben zu jenem Genre zugehörig fühlen sich Lifespark., eine 5-köpfige Band aus dem Raum Koblenz.

Gegründet wurde die Gruppe Ende 2018. Nun wurde eine neue Single angekündigt. „Mirage“ wird der Track heißen; veröffentlicht wird das Lied mitsamt Musikvideo am 04.06.2021. Wir haben für euch schon einmal reingehört.

 

Das Lied beginnt mit einem ruhigen Instrumental-Part, bis dann die Ruhe durch E-Gitarren und packenden Gesang gebrochen wird. Kurz darauf wird es musikalisch wieder etwas softer, denn es folgt ein Part, in dem klar die Vocals im Vordergrund stehen.
 Die Bridge vor dem Chorus zauberte mir dann ein Lächeln ins Gesicht, denn erstmals sind post-hardcore-typische Screams zu hören. Im Chorus wechseln sich Screams und Clear-Vocals dann ab; überlappen sich teils.

 

Das oben beschriebene Schema zieht sich dann auch durch den zweiten Verse,dieser ist bis zum zweiten Chorus deutlich ruhiger. 
Nach dem zweiten Chorus folgt mein persönlicher Lieblingspart: Ein einminütiges emotionales Outro, zuerst mit reinem Gesang, dann gegen Ende mit Screams, die das Ganze perfekt abrunden.

 

Dass im Lied nicht nur ein Bandmitglied für den Gesang und die Screams zuständig ist, sondern sich gleich mehrere Bandmember mit ihren Screaming- bzw. Clear-Vocals abwechseln, sagt mir ebenso, zu wie das Musikvideo. Denn nicht nur beim Produzieren des Songs wurde sich viel Mühe gegeben, sondern auch beim Dreh des Musikvideos. Bandaufnahmen wechseln sich ab mit passenden Handlungssegmenten; die einzelnen Bandmitglieder werden immer wieder perfekt in Szene gesetzt. Auch die farbliche Abstimmung im Video ist top. Ein qualitativ sehr hochwertiges Musikvideo für einen klasse Song.

 

Ich selbst kann für „Mirage“ nur schwärmen. Der Song trifft meinen Musikgeschmack wirklich perfekt. Ich habe mir den Song immer und immer wieder angehört, und zwar nicht nur der Recherche wegen, sondern auch, weil der Track in meinen Augen ein genialer Post-Hardcore-Song ist. Jedem Metalfan, besonders Post-Hardcore- und Metalcore-Anhängern, empfehle ich wärmstens, sich den Releaseday rot - am besten mit Edding - im Kalender zu markieren. Und um die Wartezeit bis dahin etwas zu verschönern: Zieht euch ruhig die anderen bereits veröffentlichten Songs von Lifespark. rein, die sind nämlich ähnlich gut!

 

Da wir euch das Musikvideo noch nicht zeigen dürfen, bekommt ihr hier das letzte Musikvideo von Lifespark.!

https://www.youtube.com/watch?v=qR0jei6AAsI

Fotocredits: Das Foto hat uns Lifespark. zur Verfügung gestellt


[News] THE CREW veröffentlichen 7"-Charity-Vinyl!

„Pennywise“, „Rancid“ und „Suicidal Tendencies“ sollten den meisten ein Begriff sein, sind es doch Legenden in der Punk-Szene.

Einzelne Members dieser Bands haben sich nun unter dem Namen „The Crew“ zusammengetan, um ein Lied für den guten Zweck zu schreiben und zu produzieren. „One Voice“ ist der Songtitel, veröffentlicht ist er seit dem 19. Mai.

Fletcher Dragge und Byron McMackin von Pennywise, Mike Muir von Suicidal Tendencies und Tim Armstrong und Matt Freeman von Rancid haben mit „One Voice“ eine Hymne geschrieben, die sich textlich einzig und alleine auf einen der wichtigsten Aspekte, gerade in diesen Zeiten, bezieht: Zusammenhalt.
„One Voice“
ist ein Punk-Rock-Song durch und durch und überzeugte mich bereits mit dem einleitenden Gitarrenriff. Auch danach ließ der Song qualitativ nicht nach und besticht besonders durch die Gesangsparts und die kurzen Zwischenrufe, aber auch durch die Gitarrenriffs.

Epitaph Records war für das Publishing zuständig, die Produktion für eine 7‘‘-Vinyl des Songs erfolgte via Stay Free Recordings. Die Platte ist streng limitiert; lediglich 500 Exemplare werden gepresst.

Die Einnahmen durch die Schallplatten werden an „Musack“ gespendet. Die Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, selbst Musik machen oder Instrumente erlernen zu können. „Musack“ stellt beispielsweise Instrumente bereit oder unterstützt Musiklehrer.

Holt euch dieses schön Sammlerstück nach Hause und tut etwas gutes!

https://www.youtube.com/watch?v=2IT3ir3iH2I

Fotocredits: Offizielles Pressebild, bereitgestellt durch Michele Stephens (Epitaph)


[Single Review] ATLAS GENIUS veröffentlichen neue Single nach 6 Jahren!

Um Atlas Genius ist es in letzter Zeit sehr ruhig geworden. Seit 2015 erschien kein neues Album mehr, und auf neue Songs mussten die Fans seit 2019 warten. Nun melden sich die Australier mit der Single „Elegant Strangers“ zurück.

 

Veröffentlicht wurde der Song bereits letzten Freitag unter dem Label Better Noise Music. Beim Sound bleibt sich die Band selbst weitestgehend treu. So ist „Elegant Strangers“ ein klassicher Indie-Rock-Song mit Alternative-Rock-Elementen.

Beim ersten Hören der Single fühlte ich mich, in Hinblick auf den Sound, an die britische Indie-Rockband "Bombay Bicycle Club" erinnert. Die Ähnlichkeiten kommen nicht von ungefähr, denn neben Singer/Songwriter Sam Endicott, welcher in der Vergangenheit unter anderem mit Shakira zusammenarbeitete, wirkte auch Produzent Ben H. Allen am Song mit, welcher besonders für die Zusammenarbeit mit „Bombay Bicycle Club“ bekannt ist.

Wer bei dieser Single einen lauten Rocksong erwartet hat, den muss ich enttäuschen. „Elegant Strangers“ ist mal so gar nicht laut; stattdessen stößt man auf einen eher ruhigeren Indie-Rock-Track mit einer schönen Bassline im Hintergrund. Im letzten Drittel wird es dann aber doch etwas lauter, denn nach dem zweiten Chorus folgt ein etwa 30 Sekunden langes Gitarrenriff, bis dann in den dritten und letzten Chorus übergeleitet wird.

Die Band selbst beschrieb „Elegant Strangers“ in einem Statement so:
 „Dies ist ein Song über das Finden der Fluchttür. Eine Person, die endlich die Schönheit und den Optimismus sieht, den sie sich in ihrem Leben immer gewünscht hat, und die diesen Moment niemals enden lassen möchte.“
 Wirft man einen Blick auf die Lyrics, decken diese sich mit der Beschreibung. Inhaltlich geht es vor allem darum, alte Verhaltens- und Denkweisen abzulegen und sich positiveren Dingen zu widmen. Dass der Text verhältnismäßig simpel strukturiert ist, bringt der Message keinen Abbruch.

Da ich selbst ab und zu gerne Indie-Rock höre und sich in meiner CD-Sammlung auch das ein oder andere Album von Bombay Bicycle Club findet, kann ich an „Elegant Strangers“ durchaus Gefallen finden. Atlas Genius haben ihre Fans mit dieser Single definitiv nicht enttäuscht. Falls ihr es gelegentlich – so wie ich – hin und wieder etwas ruhiger mögt, empfehle ich euch, diese Single selbst anzuhören.


Schaut euch diesen schönen Visualizer zu dem Song an:

https://www.youtube.com/watch?v=g0PTrPBqiAc

Fotocredits: Eric Kelly


[Single/News] CASKETS neue Videosingle, neues Album "Lost Souls" und Shows mit NORMANDIE!

Ich selbst schätze Großbritannien besonders für die Vielzahl an großartigen Rock- und Metalbands, die einen bekannter, die anderen eher weniger. Eine dieser Bands ist die 5-köpfige Band Caskets aus Leeds. Der ein oder andere kennt sie vielleicht noch unter dem Namen Captives. Bis vor zwei Monaten hießen die 5 Jungs auch noch so, bis sie sich dann aufgrund eines Markenrechtstreits umbenennen mussten.

Eine australische Band hieß bereits Captives und hatte diesen Namen schützen lassen. Bereits seit 4 Jahren macht die Band nun schon Musik – und nicht nur der Name ist jetzt neu, denn neben einer neu veröffentlichten Single wurde gleich ein ganzes Album angekündigt.

Bereits über 230.000 Hörer hat die Gruppe auf Spotify. Großen Anklang findet die Band besonders in den USA, in Australien und in Großbritannien. Ihren Musikstil beschreiben die Jungs selber als eine Mischung zwischen Alternative Metal und Post-Hardcore. Das sind tatsächlich auch die Genres, die mir beim Hören am ehesten in den Sinn kommen.

So richtig vergleichbar mit anderen Bands ist die Musik von Caskets nämlich nicht. Screaming Parts gibt es selten – also eher nicht so Post-Hardcore-like. Die Instrumentals sind dafür aber trotzdem mitunter ganz schön heavy. Zu heavy, um unter das Genre Alternative Metal zu fallen. Von daher trifft es eine Mischung zwischen beidem eigentlich ganz gut. Fans von den beiden Musikgenres – so wie ich – kommen bei Caskets also voll auf ihre Kosten.
Die beiden Songs „Glass Hearts“ und „Falling Apart“, welche im Übrigen die momentan bekanntesten ihrer Songs sind, sagen mir persönlich am meisten zu. Die Vocals von Frontman Matt Flood und die Instrumentals im Hintergrund ergänzen sich gut zu einem sehr einzigartigen Sound. 
2019 erschien Caskets erste EP unter dem Titel „Ghost Like You“. Ein Album erschien bisher noch nicht. Das wird sich aber zeitnah ändern. Mit dem neuen Bandnamen erschien vor kurzer Zeit die Single „Lost in Echos“. Zwei Lieder sind hier mit von der Partie – „Lost in Echos“ und „Glass Hearts“, welches bereits 2020 als einzelne Single erschien.

„Lost in Echos“ bildet einen Kontrast zwischen dem nicht unbedingt düster klingenden Instrumental und den Lyrics, die alles andere als eine schöne Welt besingen. Denn thematisch geht es in dem Song um Depressionen. Egal, was man tut, am Ende fällt alles, was man selbst geschaffen oder woran man gearbeitet hat, wieder in sich zusammen, und es ist nichts besser als es vorher war. Zwar weiß man, dass man zwischenzeitlich immer wieder den Verstand verliert, aber dagegen tun kann man nichts. 
Die emotionale Stimme erzeugt stellenweise regelrecht eine gewisse Dramatik und passt perfekt zum Text. Beginnen tut das Lied relativ ruhig, baut sich dann aber immer mehr zu einem richtigen Metalsong mit wirklich schönen gesangsfreien Parts auf. Eben eine Mischung aus Alternative Metal und Post-Hardcore. In meinen Augen schier ein herausragendes Lied.

Mit Veröffentlichung der Single „Lost in Echos“ folgte die Ankündigung des Debütalbums. „Lost Souls“ soll es heißen und am 13. August 2021 erscheinen. Auch „Lost in Echos“ wird auf dem Album vertreten sein. Natürlich wird es von uns auch zum Album ein Review geben.

Fans dürfen sich zudem auf Live-Musik freuen. Sollte Corona dem Ganzen keinen Strich durch die Rechnung machen, kommen Caskets Ende des Jahres sogar nach Deutschland, nämlich als Begleitband von Normandie und Thousand Below.

Neben den beiden Konzerten im Ausland in Kopenhagen (08.10.2021) und Prag (10.10.2021) spielen die drei Bands am
09. Oktober 2021 um 20 Uhr im Headcrash in Hamburg und
11. Oktober 2021 ebenfalls um 20 Uhr im Hansa 39 Feierwerk in München.

Für Caskets gibt es definitiv eine Empfehlung von mir, die Jungs sind nämlich wirklich klasse.

Hier findet ihr die letzte Videosingle:

https://www.youtube.com/watch?v=SniJNRHEX8s

Fotocredit: Das Foto hat uns KINDA zur Verfügung gestellt.


[Record Review] Myles Kennedy's Soloalbum "The Ides of March" ab heute zu hören!

THE IDES OF MARCH

SONGS: 11
DURATION: 51min 35sec
GENRE: (Southern-)Rock

Wenn man an die großen Rock- und Metalmusiker der 70er- und 80er-Jahre denkt, kommen einem vielleicht Namen wie Axel Rose, Freddie Mercury oder Robert Plant in den Sinn, und vermutlich werden die allermeisten auch an Slash denken. Um den soll es heute aber nicht gehen, sondern vielmehr um einen seiner jahrelangen Mitstreiter: Myles Kennedy.

Dieser wirkt sowohl bei Slash and The Conspirators als auch bei der US-amerikanischen Rock- und Post-Grunge-Band Alter Bridge als Leadsänger mit. Nachdem im Jahr 2018 bereits sein erstes Solo-Album Year Of The Tiger erschien, wurde jetzt sein zweites Album The Ides Of March publik gemacht.

Der erste Track des Albums trägt den Titel "Get Along" und ist geprägt von vielen Gitarrenriffs, gepaart mit einem Southern-Rock-ähnlichen E-Gitarren-Sound. Myles Kennedy macht mit diesem Lied gleich zu Beginn des Albums deutlich, dass es noch heute Rock wie in den 80er Jahren gibt, und dass sich ein Weiterhören lohnt.

Der zweite Song "A Thousand Words" ist dann eine ganze Ecke ruhiger. Trotzdem sind hier wieder zahlreiche Gitarrenriffs präsent, die sich gut mit den Gesangsparts ergänzen.
In Stride ist als nachfolgendes Lied wieder deutlich rockiger. Auch hier würde ich den Sound mit dem von heutigen Southern-Rock-Bands vergleichen, vielleicht gepaart mit Country-Rock.

Gegen Mitte des Albums wird der Sound allgemein softer. In "The Ides Of March", "Wake Me When It’s Over" und "Love Rain Down" kommt besonders die großartige Stimme von Myles Kennedy zum Vorschein, da die Instrumentals hier wesentlich entspannter klingen als beispielsweise in "Get Along". Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Gitarrenriffs, die perfekt mit dem eher ruhigeren Sound der drei Lieder harmonieren.

"Tell It Like It Is" hebt die Ruhe dann wieder etwas auf und ist einer meiner beiden Favoriten auf diesem Album. Hier werden die Ursprünge Kennedys deutlich, denn der Song erinnert mich an klassische Rock‘ n Roll-Songs, gemischt mit Metal-Elementen. Gegen Ende gibt’s dann noch einen schönen A-Capella-Part.

Der achte Song der Platte trägt den Titel "Moonshot" und fällt vor allem dadurch auf, dass er ruhig beginnt, sich dann aber immer mehr aufbaut, bis die ruhigeren Sounds schließlich einer Rock-Melodie weichen.

Mein Lieblingssong der Platte ist der anschließende Song "Wanderlust Begins". Als wahrscheinlich ruhigster Song des Albums sind hier die Stimme Kennedys und die Akustik-Gitarre dominant. Besonders gefällt mir persönlich die Melodie, die sich durch den ganzen Song zieht.
"Sifting Through The Fire" greift den Southern-Rock-Sound wieder auf, bis dann mit "Worried Mind" ein Song folgt, der einen gelungenen Abschluss des Albums darstellt. Hier geht es um Sorgen und Gedanken, die Kennedy mit uns teilt. Schließlich wurden die Aufnahmen des Albums begonnen, als es in sämtlichen Ländern Lockdowns aufgrund von Corona gab. Mit dem Ausklingen dieses Tracks ist dann auch das Album zu Ende.

The Ides Of March ist für mich ein sehr gelungenes Country- und Southern-Rock-Album, welches viele Elemente von Rock- und Metalsongs der 80er-Jahre in sich vereint. Selbst für mich war dieses Album wirklich schön anzuhören, obwohl ich mich eigentlich eher in anderen Genres zuhause fühle. Gut gefallen hat mir der gegenseitige Wechsel von rockigeren Songs zu eher ruhigeren. Besonders prägend sind zudem die vielen Gitarrenriffs, die in nahezu jedem Song vorhanden sind und dem Album eine schöne zusätzliche Note verleihen.

Die 51 Minuten sind gut investierte Zeit für jeden, der sowieso schon Fan von 80er-Jahre-Rock ist; das Album ist aber auch durchaus für Leute zu empfehlen, die eigentlich eher andere Rock- oder Metalgenres bevorzugen, denn ein Blick über den eigenen Tellerrand schadet bekanntlich nie.

https://www.youtube.com/watch?v=hAD_82BD7k4

 

Fotocredit: Chuck Brueckmann