[Record Review] Tequila & The Sunrise Gang – Home

Will you follow only given ways or find your own?

Wie die Flutwelle auf dem Cover des neuen Albums der Ska-Punk Band Tequila & The Sunrise Gang trifft uns Home nach zweijähriger Arbeit überwältigend und mitreißend. In gewohnter Manier schaffen die sieben norddeutschen Jungs durch außergewöhnliche Instrumentalisierung und Melodien mit Ohrwurmpotential ein Stück Musikgeschichte, dass einfach mit gegrölt werden will. Am besten auf einem der knapp 40 angekündigten Konzerte im Jahre 2021. Doch von all der guten Laune durch die Reggae-Elemente und einladenden Refrains darf man sich nicht blenden lassen, denn es wird auch politisch! Umweltschutz und die Relevanz für sich selbst und seine Überzeugungen zu stehen sind hierbei am prägnantesten thematisiert und zwar so, dass jegliches Lesen zwischen den Zeilen überflüssig wird. Home ist für mich der direkte Beweis, dass ein Album, egal wie lange daran gearbeitet wurde, lyrisch nicht an Relevanz verlieren kann, wenn die Musiker ihre Interessen vertreten und sich mit dem beschäftigen, was sie zu Papier bringen. Obwohl Tequila & The Sunrise Gang inzwischen seit 19 Jahren aktiv sind, verlieren sie nicht ihre musikalische Würze. Holt euch mit Home ein Stück Sommer und Festivalfeeling nach Hause und genießt es.

Laufzeit: ca. 36 Minuten
Songs: 12

https://www.youtube.com/watch?v=AEHgBiOaIAA

Photocredit: Über UncleMMusic bereitgestellt


[Record Review] Fit for a King – The Path

But who's in charge when your life's in your own hands?

Die 2007 in Texas gegründete Metalcore Band Fit for a King liefert mit The Path ihr neuntes Album und somit das Sechste unter Solid State Records ab und überzeugt, trotz christlichen Thematiken, mit harten Sounds und brutalen Screams. Das Album folgt nicht den klassischen Songmustern, die sich häufig im Metalcore finden, sondern hebt sich durch das gekonnte Einbringen von Gitarrensoli und Backgroundvocals klar ab. Die Instrumentalisierung bietet ebenso Abwechslung, in Prophet beispielsweise, wird die Band von Streichern begleitet, was dem Song eine gewisse Epik verleiht, im vorrangehenden Song, The Path, wird der Hörer mit dem Klang von Kirchenglocken überrascht. Auch der Einsatz des Klargesangs bescherte mir nicht selten Gänsehaut, da die einzelnen Songkomponenten sehr gut aufeinander abgestimmt sind. Bei God of Fire handelt es sich um den technischsten Song des Albums, welcher einen guten Übergang zu Stockholm bietet, in dem unsere Trommelfelle wiederholt mit gekonnt eingesetzten Glockenschlägen beglückt werden. Die musikalische auf die Fresse Attitüde des Albums wird nicht mal durch die klar gesungenen oder langsameren Parts geschmälert. Louder Voice schließt durch ein filmisch anmutendes Intro an die Epik Prophets an und Vendetta bietet, wiederholt mit einem filmisch wirkenden Einwurf, einen gebührenden Abschluss des Albums.
The Path überzeugt mich persönlich vorrangig durch seine musikalische Abwechslung und sein Detailreichtum, es ist nicht von der Hand zu weisen, dass jeder beteiligte Musiker absolut weiß was er tut und mit seinen Bandkollegen harmoniert. Von dem Wissen um den religiösen Hintergrund und das daran angelegte Albumcover darf man sich keinesfalls abschrecken lassen. Reinhören, sich selbst überzeugen und das Album kaufen lohnen sich.

https://www.youtube.com/watch?v=TRJF6GLVFzU&feature=emb_title

Photocredit: Durch KINDA bereit gestellt


[Record Review] Sundressed - Home Remedy

„I need noise cancelling headphones to cancel the noise inside my head”

Die seit 2012 aktive Indie Punk Band Sundressed aus Arizona beglückt uns diesen September mit ihrem neuen Album „Home Remedy“. Frontmann Trevor Hedges sagt selbst „Home Remedy is a album about getting better by any means”, was sich eindeutig in den Lyrics der Songs zeigt und durch den persönlichen Bezug Hedges wirklich gut umgesetzt wurde. Der erste Song, gleichnamig mit dem Album, handelt von den Lösungsvorschlägen die Menschen mit psychischen Krankheiten von Außenstehenden gemacht werden und beschreibt wie sinnlos die gut gemeinten, aber nichts bewirkenden Ratschläge sind. Des Weiteren werden beispielweise auch Themen wie das Kraftschöpfen aus dem Alleinsein (No Thanks) , oder die Feststellung, dass es vollkommen okay ist nicht gesund zu sein oder ich schlecht zu fühlen (Size of my heart). Musikalisch hinterlässt home Remedy ein positives, antreibendes Gefühl und wird auch nach mehrfachem Hören nicht langweilig. Die antreibende Attitüde des Albums überschneidet sich auch sehr gut mit den lyrischen, stellenweise etwas schweren, Themen, da man nicht mit einem negativen Bild aus Sucht, Unvernunft oder den Schwierigkeiten die das Gesundwerden mit sich bringt, zurückgelassen wird, sondern motiviert wird weiter zu kämpfen und den Gedanken „Alles kann gut werden, es braucht nur seine Zeit“ vermittelt bekommt.

Songs: 10
Laufzeit: 29:09min
Singleauskopplungen: Home Remedy, Oh Please, Your Frequency

https://www.youtube.com/watch?v=bgDtUaVACjU

Photocredit: https://sundressed.bandcamp.com/album/a-little-less-put-together


[Record Review] Bad Cop/Bad Cop – The Ride

Hey, I`ll never be a simple girl!
Das neue Album der südkalifornischen Powerfrauen von Bad Cop/Bad Cop ist für mich jetzt schon das beste Punkalbum der ersten Jahreshälfte! Roh, ehrlich und mit der richtigen Fuck-off Attitüde vermittelt „The Ride“ dem Hörer das Gefühl der niemals endenden Rastlosigkeit, denn ruhige Songs oder gar Balladen werden uns nicht geboten. Dafür aber purer Punk mit Texten über Weiblichkeit (Simple Girl), Selbstfindung (Breastless), Politik (Pursuit of Liberty), die Fehler unserer gesellschaftlich anerkannten Denkweisen (Sing With Me) und den damit verbunden Hass auf Mitläufer. Das gesamte Album schreit „Wir müssen was verändern und euch dazu bewegen!“ und genau das führt dazu, dass sich jeder Rebell, egal ob 13, 30 oder älter, in diesem Album wiederfindet. Die Mädels beherrschen allesamt ihre Instrumente, weswegen sie es auch schaffen ihre musikalische Aggressivität genau richtig einzusetzen und zu dosieren. Besser als es Bad Cop/Bad Cop auf The Ride tut kann man die oben genannten Themen kaum in Worte fassen, weswegen mich das Album auch lyrisch extrem überzeugt.
Mit dem Zitat „There is no destination, there is only the ride“ möchte ich diese Review abschließen, denn ich hoffe, dass sich Bad Cop/ Bad Cop nicht aufhalten lassen und weiterhin so geniale Alben produzieren. Hört rein, es lohnt sich!

https://www.youtube.com/watch?v=RxOxO3-xI8Q

PhotoCredits: Nick Riggs


[Record Review] The Wise Man's Fear - Valley Of Kings

Die 2013 gegründete Metalcore Band „The Wise Mans Fear“ aus Indianapolis veröffentlicht mit „Valley of Kings“ ihr drittes Album, das erste aber, unter einem Lable. Das Cover und auch der Titel sind vielversprechend gewählt, jedoch haben die Jungs hier musikalisch nur ein mäßig gutes Album abgeliefert. Die Songstruktur ist, abgesehene von zwei Ausnahmen, sehr eintönig und lässt während des Hörens keinerlei Orientierung im Album zu. Jeder Song wirkt wie der Vorrangegangene und verfolgt die immer selben, den Metalcore auszeichnenden, Muster.
Abwechslung in diese klangliche Ödnis bringen leider nur zwei Songs, die minimal experimenteller wirken. „Tree of Life“ ist mit seiner untypischen Instrumentalisierung, nämlich dem Einsatz einer Flöte, eine willkommene Abwechslung, die dem Album doch noch etwas Pepp verleiht. Dem schließt sich auch der Song „The Cave an“, er gestaltet das Album durch seinen kurzen orientalischen Einschlag vor dem Breakdown ebenso etwas spannender. Auch die Rockballade, die auf keinem Metalcore fehlen darf, wird uns mit „The River and the Rock“ geboten, jedoch verfolgt auch sie die sehr typische Struktur des Albums.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Jungs sich mit diesem Album nicht auf ihrem eigenetlichen Niveau befinden, denn sie alle beherrschen ihre Instrumente und ihre Stimme, weswegen es schade ist, dass sie sich nicht mehr getraut und aus ihrer Komfortzone herausgewagt haben.

Songs: 11
Dauer: 36 min.
Genre: Metalcore

 

https://www.youtube.com/watch?v=RtYaonTnj2g

Credit: Promopicture


[Record Review] Homeless Gospel Choir - This Land is Your Landfill

You never know who`s breaking in anymore...


Hinter dem Namen Homeless Gospel Choir, der erstmal eine Band vermuten lässt, verbirgt sich Darek Zanetti aus Pittsburgh, Pennsylvania. Der Singer-Songwriter spielt Folk-Punk und veröffentlicht mit This Land Is Your Landfill sein sechstes Album. Auf seinem neuen Album greift er in elf Songs tagesaktuelle Themen auf, was bereits Titel wie Global Warming, Social Real Estate oder A Dream About the Internet deutlich zeigen. Melodisch handelt es sich hier augenscheinlich um ein gute Laune Album, was die Lyrics durch ihre anklagende Manier und starke Ironie jedoch schnell zunichte machen. Musikalisch und stimmlich ist Zanetti eindeutig im moderneren Folk angesiedelt, die vielen mit Akustikgitarre gespielten Passagen geben einem, trotz ihrer Power, das Gefühl in einem Pub zu sitzen, während die Lyrics den Hörer und die Weltbevölkerung für ihr Umweltverständnis, ihre Naivität und ihr Missverständnis gegenüber offensichtliche Problemen, egal ob politischer, psychischer oder gesellschaftlicher Natur, anklagen, kritisieren und zum Umdenken motivieren. Das Album zeichnet sich jedoch nicht nur durch seine Kontraste, sondern auch durch die markante Stimmfarbe Darek Zanettis aus. Er zeigt was er kann, singt manchmal auch im Duet mit einigen Gästen, wobei keine Stimme untergeht. Dem Hörer wird wenig Ruhe gegönnt, denn trotz der Dominanz der Akustikgitarre geht es rücksichtslos nach vorne und reißt einen mit.

This Land Is Your Landfill ist das perfekte Album für den kommenden Sommer, spiegelt Teile unserer Gesellschaft gut wieder und begeistert sicher nicht nur den typischen Punk oder Folk Hörer.

https://www.youtube.com/watch?v=xQi-ZkG1A_M

Fotocredits: Martina Wisniewska


[Record Review] Bad Assumption - Angst

A dark cloud rises over me, manifesting as blight on my mind...
So schonungsloser Melodic Hardcore aus Münster findet sich nur bei Bad Assumption. Mit ihrem ersten Full-Length-Album Angst vermittelt die junge Band ganz klar, was der Titel verspricht. 
A New Start eröffnet mit emotionalen Lyrics und ohne Klargesang das Album. Dieses Muster der harten Riffs, der schnellen Drums und dem Abhandensein von ruhigen Passagen und Klargesang zieht sich bis etwas Mitte des Albums durch, wo The Hardest Part durch gefühlvollen und ausdrucksstarken Klargesang einen Bruch einleitet. Lyrisch betrachtet handelt es sich bei Angst um ein Meisterwerk, welches es schafft das Gefühl der Verlustangst, Angst vorm Leben, Ausweglosigkeit und Panik mitreißend in Worte zu fassen und für den Hörer erlebbar zu machen. Auch musikalisch werden diese Gefühle klar und deutlich vermittelt und spürbar. Dies wird nicht nur durch den Bruch in der Mitte des Albums, sondern auch durch die Umsetzung der ruhigeren Passagen mit mehrstimmigem Gesang, gefühlvollen Gitarren und einem nahezu gesprochenen Part deutlich. Wer emotional mitreißende Musik schätzt und ein Album sucht, dass mehr als nur Musik zum Autofahren ist, findet in Angst einen wahren Schatz.

https://www.youtube.com/watch?v=8_jYZLLJIco


[Live Review] Neuborn Open Air Festival 2019

Datum: 23.08.2019 - 24.08.2019
Genres:  Metal, Metalcore
Location: Wörrstadt, DE

Location [1,5 von 2]:

Die Anfahrt ist simpel, da der Parkplatz gut zu finden und markiert ist. Die Entfernung zwischen Park- und Campingplatz ist zwar kurz, aber unbequem zu laufen, was jedoch dadurch ausgeglichen wird, dass das kurze Halten zum Ausladen vor dem Campground erlaubt ist. Ein absoluter Pluspunkt ist das Schwimmbad in der Nähe des Festivals, denn den Besuchern des NOAF ist die Möglichkeit gegeben das Freibad mit all seinen Vorzügen (Duschen (20ct), Toiletten, etc) kostenlos zu nutzen. Zwanzig Minuten Fußweg, die sich wirklich lohnen. Das Festivalgelände ist wirklich leicht zu erreichen, der Fußweg ist bequem und kurz, jedoch ist leider nur wenig Schatten gegeben, was bei den dieses Jahr extrem hohen Temperaturen etwas unpraktisch war.

Sound [2 von 2]:

Der Sound war 1 A abgemischt, es gab keinerlei Probleme oder Störungen und die Lautstärke war angenehm. Die Tontechniker haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

Crowd und Mitarbeiter [1,5 von 2]:

Die Crowd hat sich benommen und die Stimmung war wirklich gut. An den Essensständen waren die Mitarbeiter zwar gut organisiert, zwischenzeitlich jedoch etwas unterbesetzt, was des Öfteren zu langen Wartezeiten führte. Die Securities waren sehr freundlich und zuvorkommend, der Herr an der Bändchenausgabe vor dem Gelände jedoch unfähig. Sein Handeln führte dazu, dass einige Besucher das Gelände nichtmehr ohne Ticket betreten durften, da sich die, nicht ordnungsgemäß geschlossenen Plomben der Festivalbändchen, bei der Kontrolle durch die Securities gelöst werden konnten.

Line-Up [2 von 2]:

Die Kombination der Bands war sehr gut und alle gewählten Genres harmonierten gut miteinander.
Für Benediction, welche Probleme bei der Einreise hatten, weswegen sie nicht pünktlich zu ihrem Auftritt erscheinen konnten, wurde schnell ein lokaler Ersatz gefunden. Somit gab es keinen Leerlauf und das Festival konnte wie geplant fortgesetzt werden. Wirklich toll war auch, dass Benediction ihren Auftritt nach dem eigentlichen Headliner (Amorphis) nachholen durften. Somit wurde niemand enttäuscht, der beispielsweise nur für diese Band angereist war.

Preise [1,5 von 2]:

Der Ticketpreis ist bei solchen Headlinern absolut gerechtfertigt. Das Bon-System war sehr gut organisiert, da man nur 10€ Wertkarten kaufen konnte was für eine Mahlzeit und ein Getränk inklusive Pfand reichte. Den Restwert der Wertkarte bekam man wieder ausgezahlt, auch die Abgabe der Pfandbecher war noch lange nach Ende der Konzerte möglich. Die Preise für die Getränke waren echt fair (z.B. 0,5l Cola, Limo 2€, 0,4l Bier 2,50€), ebenso das Pfand (2€) für die schicken Plastikbecher. Der Pfand wurde immer ausgezahlt oder entsprechend verrechnet. Das Essen war  teilweise etwas überteuert, aber immer noch fairer bezahlt als auf manch anderen Festivals (z.B. 2x Kartoffelpuffer 4€, Schwenkbraten mit Pommes 5,50€).

FAZIT [8,5 von 10]:

Das NOAF ist ein wirklich gut organisiertes und durchdachtes Festival mit klasse Line-Up und einer tollen Location. Das Preisleistungsverhältnis ist teilweise zwar verbesserungswürdig, ebenso die Menge der Mitarbeiter, doch alles in allem lohnt sich dieses Festival wirklich für jeden Metal- und Metalcorefan. Eine absolute Empfehlung, sowohl für Festival-Anfänger, als auch Profis die familiären Festivalcharme mögen.

Photo Credits: Michelle // morethandisarray


[Live Review] AstA Campus Festival Saarbrücken 2019

Datum: 15.06.2019

Genres: Punk, Hip-Hop, Techno

Ort: Saarbrücken, Uni Campus Nord

Location [1 von 2]:
Der Campus Nord ist gut erreichbar, auch die Anreise mit dem ÖPV wäre nicht schwer gewesen, jedoch nur für Leute, die sich in Saarbrücken und Umgebung auskennen. Die unklaren Aussagen zum Veranstaltungsort (der Campus ist in Stücken ist über ganz Saarbrücken verteilt) erschwerten die Anreise ebenso. Die Parksituation war gut und übersichtlich, da das große Parkhaus der Uni kostenlos genutzt werden konnte. Man versuchte durch Hüpfburg-Parcoure und Schaumkanonen, die mehr schlecht als recht funktionierten, und einem kleinen Babypool, das Gelände bis zum Rand auszunutzen.

Sound 
[0,5 von 2]:
Durch die vielen Bühnen auf so geringem Platz gibt es leider Einiges zu kritisieren. Die Rock Stage war ok abgemischt, das Schlagzeug war hier etwas zu prägnant. Störend war hier allerdings eindeutig, dass die Musik der UNO Stage und der Club Area im Hintergrund zu hören war. Die Electro Stage war soundtechnisch sehr gut, aber die UNO Stage (Main Stage) war katastrophal abgemischt. So lief beispielsweise während dem Intro eines Künstlers andere Musik über die selben Boxen, die Boxen übersteuerten mehrfach und, wie zuvor auch schon kritisiert, war auch hier die Musik der anderen Bühnen zu hören.

Besucher und Mitarbeiter
 [0,8 von 2]:
Es war äußerst schwer im Voraus Auskunft über Ticketpreise, Pressedetails und Ähnliches zu erhalten und jemanden zu erreichen. Die Crowd war ein bunt gemischter Haufen, der zwar etwas Anlaufzeit brauchte, aber letztlich doch motiviert mitfeierte. Die Mitarbeiter an den Ständen waren sehr freundlich, während die Security blind für Fehlverhalten und Dreistigkeiten war. Eine Bandverspätung von einer Stunde blieb unkommentiert und ist auch ein klarer Minuspunkt.

Line-Up
 [1,5 von 2]:
Es ist für Jeden etwas dabei und die Genres harmonieren untereinander teilweise gut miteinander. So passten zum Beispiel die gewählten Hip-Hop Acts sehr gut zu den Punk Bands. Alle drei Genres auf einem Gelände sind jedoch etwas zu viel. Dafür waren die Individuellen Acts sehr gut gewählt und für viele Fans von Genetikk oder Pascow das Festival ein Schnapper.

Preise
 [1 von 2]:
Der Eintrittspreis von 10€ an der Abendkasse ist vollkommen legitim, die Getränkepreise sind recht durchschnittlich, jedoch nicht unbedingt studentenfreundlich (über 3€ für ein kleines Wasser). Dadurch, dass das Essen von externen Streetfoodtrucks angeboten wurde, variierten die Preise stark. So kostete ein Crepes mit Zucker 3,50€, während ein Pulled Pork Burger nur 6€ kostete.

FAZIT [4,8 von 10]:
Man merkte, dass Mühe reingesteckt wurde, das Ergebnis war jedoch leider nicht überzeugend. Vielleicht hätte man nicht versuchen sollen, alles was geht rein zu packen, sondern sich auf das gelingen einzelner Komponenten fixieren sollen und wirklich den Spaß zu liefern, den das Konzept des Festivals bietet.

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Record Review] Siamese - Super Human

I feel to little and think to much, caught in the middle, feeling out of touch...

Die Dänen von SIAMESE nehmen uns auf ihrem neuen Album "Super Human" mit auf eine emotionale Reise durch ihre musikalische Vielschichtigkeit und zeigt dabei keine Scheu untypische musikalische Elemente zu verwenden.
Neben den, im Metalcore klassischen, harten Riffs kommt in manchen Songs (z.B Ocean Bed) eine orchestral anmutende Stimmung auf, während kurze R&B und Techno Elemente, wie zum Beispiel in You`re Not Alone, unerwarten Schwung mit sich bringen. Ehrliche, emotionale, teilst anklagende Lyrics über seelische Probleme, das Betrogen und Verlassen werden oder Selbstfindung bilden eine perfekte Symbiose mit dem Abwechslungsreichtum der Melodien und könnten so fast den Soundtrack einer Biographie bilden.

Es wird kein Blatt vor dem Mund genommen und genau das macht das Album, gemeinsam mit seiner musikalischen Varietät, zu einem absoluten Meisterwerk, was ich allen, nicht nur den Fans des Metalcore, ans Herz lege.

https://www.youtube.com/watch?v=lYWJAcDFTDc

Header Photo Credits: Starkult Promotions Anfragen