[News] Die neuen Konzerte sind da: Autokonzerte in Bonn!

Wer sagt, dass man Konzerte dieses Jahr vergessen kann? Autokonzerte machen es möglich. Bonn live bietet neben seinen Kulturstreams nun ab dem 15. Mai eine Bühne genau dafür an. Im Auto kann der Sicherheitsabstand easy eingehalten werden, während man das Konzert genießt. Übertragen wird der Ton über UKW und für eine bessere Sicht in den hinteren Reihen werden LED-Leinwände aufgebaut. Für 200 Autos ist das Gelände ausgelegt. Veranstaltet werden die Konzerte in Bonn Weststatt von RheinEvents und der fünfdrei eventagentur. Die organisieren etwa das Green Juice Festival.

Zahlreiche Acts haben schon zugesagt, unter anderem die bekannte Rammstein-Coverband Völkerball. Klar, abgesehen davon sind die meisten Bands bei weitem nicht unser Genre - aber immerhin ein Anfang. Und könnte das nicht auch andere Konzertveranstalter inspirieren?

Der Vorverkauft beginnt am 04.05.2020 um 12.00 Uhr.

Das Wichtigste hier zusammengefasst:

Termine: ab 15. Mai 2020 (täglich für vorerst sechs Wochen)
Ort: Am Westwerk Bonn, Immenburgstraße
Künstler: HEINO, FELIX JAEHN, KASALLA, HÖHNER, 257ERS, MARKUS MARIA PROFITLICH & viele mehr.
Besucher: 200 PKWs
Tickets: https://www.bonnlive.com
Weitere Infos: https://www.bonnlive.com

 


[Live Blog] Tiny Moving Parts - Luxor, Köln

TINY MOVING PARTS 03.10.2019 IN KÖLN

Das Luxor in Köln – so unauffällig der dunkle Club nahe des Südbahnhofs von außen wirkt, so heftig war die Party darin an diesem Donnerstag Abend. Die amerikanische Emo-Revival-Band lockte genug Besucher in den Laden, dass kaum ein Blatt Papier zwischen die Leute gepasst hätte.
Den musikalischen Anfang machte Lizzy Farrall, eine Alternative-Sängerin, und sorgte auch schon für ein wenig Bewegung im Publikum. Enttäuschend fand ich wiederum den zweiten Support, eine ziemlich an Grunge erinnernde Rockband namens Microwave, bei der man den Eindruck hatte, sie hätten schon vor dem Konzert einen über den Durst getrunken.
Entsprechend war die Spannung, als man den Headliner Tiny Moving Parts erwartete. Die würden an diesem Abend niemanden enttäuschen – im Gegenteil. Sie übertrafen mit ihrer Performance alle Erwartungen. Die Band gab alles; genau wie ich, die im Fotograben etwas ungelenk versuchte, ihrem allerersten Fotoauftrag gerecht zu werden und zumindest ein, zwei ansehnliche Fotos zu schießen. Währenddessen bebte der Raum. Die unfassbar positive Energie, die der Sänger ausstrahlte, schien sich auch auf das Publikum zu übertragen. Auch ein Paar Crowdsurfer gab es. Dennoch hatte die Security relativ wenig zu tun und der Abend ging, wie erwartet, sehr friedlich über die Bühne. Viele zufriedene Gesichter sah man an dem Abend aus dem Luxor spazieren, darunter auch meins.

Wer also mal die Gelegenheit hat, sich Tiny Moving Parts live anzusehen, darf sie sich auf keinen Fall entgehen lassen!


[Live Blog] Rogers - Circus Maximus, Koblenz

17.04.2019 – Circus Maximus, Koblenz

Temperaturen gegen 20 Grad und strahlender Sonnenshein – und doch zieht es zahlreiche Menschen an diesem Abend in den Keller des Circus Maximus in Koblenz. Der Grund: Rogers sind gemeinsam mit Engst und Marathonmann in der Stadt. Vor dem Lokal sitzen noch viele Mitglieder der Bands und der Crew und genießen das schöne Wetter, ehe es losgeht.

Kurz vorher ist die Show ausverkauft. Obwohl schon um 18 Uhr Einlass ist, soll es noch ein langer Abend werden, denn es treten drei Bands auf. Während Engst spielt, führen wir im Tourbus Interviews mit Rogers und Marathonmann. Dabei konnte noch nie eine Band unser Interview-Wörtersuchspiel so schnell lösen wie die Rogers.

Unterdessen wird es im Keller immer voller und vor allem sehr laut. Marathonmann ist als nächstes dran mit spielen und bringt die Menge schon mal in Stimmung. Nach ihrem eher kurzen Set spielt dann der Headliner – und das fast 1,5 Stunden lang. Sie schaffen es auch, die Leute in Bewegung zu bringen und so lange zu halten. Leider ist der Gesang etwas zu leise abgemischt; man muss also die Texte kennen, um sie akustisch zu verstehen. Vor allem bei den alten Songs und bei „Kreuzberger Nächte“ hält das aber niemanden vom Mitgrölen ab.

 

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Blog + Video Interview] To The Rats And Wolves - Essigfabrik, Köln

05.04.19 – Köln

Wie so oft bei Konzerten, zeigte sich bei der Show von To the Rats and Wolves am 05.04.19 in Köln, dass es sich lohnt, den Vorbands ebenfalls eine Chance zu geben. Wer nämlich erst zum Headliner aufkreuzte, verpasste Flash Forward und Breathe Atlantis als Support. Letztere legten ein gutes Set hin und schafften es, auch jemanden mitzureißen, dem die Band vorher nicht bekannt war. Auch schon während Flash Forward spielte, war die Halle gut gefüllt mit sich zum Rhythmus bewegenden Menschen. Unterdessen mussten wir leider darauf warten, einen Fotopass zu bekommen, und bekamen nur wenig von dieser Band mit.

Mit Breathe Atlantis hingegen konnten wir sogar vorher ein Interview führen. Genau wie TTRAW durften sie als Versuchskaninchen für unsere neue Interview-Methode herhalten: ein Interview, das Schnelligkeit und ein gutes Auge erfordert. Worum genau es sich hier handelt, wie die Bands sich dabei schlagen und was sie uns alles zu erzählen haben, kann man demnächst in diesem Blog lesen – oder sich live und in Farbe auf dem Youtube Channel dieses Magazins angucken. Eines kann ich vorweg sagen: es handelt sich um sehr symphatische und humorvolle Menschen.

Als dann To the Rats and Wolves spielen sollten, ließen sie leider etwas auf sich warten. Das „Epische Intro“, was man mitunter von ihnen kennt (inklusive 90er-Trash Pop Einlage) wurde dadurch viel zu lang und verfehlte somit seinen Effekt. Als sie dann auf der Bühne waren, gab es anfangs noch einige Soundprobleme, welche nach einem Song dann aber auch behoben wurden. Von da an lieferten To the Rats and Wolves doch eine überzeugende Performance ab. Insgesamt eine gelungene Show!

Hier geht es zu unserem Interview:

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Blog] While She Sleeps - Batschkapp, Frankfurt

Es gibt nichts Schöneres, als an einem Freitagabend im Stau zu stehen und mit Freunden Musik zu hören. Gut, vielleicht doch. Früh genug auf dem Konzert sein, zu dem man gerade fährt, um nicht die ersten zwei Bands zu verpassen. Aber wir mussten uns so leider mit der Musik aus der Soundanlage im Auto begnügen, während Landmvrks und Trash Boat in der Batschkapp schon einmal vorheizten.

Endlich angekommen ging es für uns dann direkt mit Stray From The Path los, welche mit „Goodnight Alt-Right“, „Outbreak“ und „The House Always Wins“ direkt am Anfang schon die Brechstange auspackten, um die Leute kräftig in Bewegung zu versetzen und einige Singalongs zu provozieren. Zwischen den ersten 5 Songs machte Drew, der Sänger von Stray From The Path, nochmals klar, für was die Band steht (für die Leute, die Titel wie „Goodnight Alt-Right“ nicht verstehen): ein ganz klares ´Nein´ zu Rassismus und die klassische Hardcore-Attitude. Danach ging es weiter mit weiteren groove-lastigen Songs, welche die einigermaßen große Batschkapp deutlich schrumpfen ließ und aufheizte. Leider war für uns das Set von Stray From The Path vorzeitig vorbei, da es zum Interview mit Trash Boat ging. Für mich, die Stray From The Path nun zum ersten Mal live sah, fühlte es sich an, als hätte man den Anfang von „Outbreak“ gehört und hätte den Song vor dem Breakdown ausgemacht. Trotzdem eine verdammt solide Show!

Bei dem Interview mit Trash Boat wurden mir einige Sachen klar: Trash Boat sind extrem sympathische Menschen und ich fühle mich ein wenig schlecht, dass wir ihr Set verpasst haben. Weiterhin ist es sehr anstrengend eine Kamera ruhig zu halten, wenn im Hintergrund immer noch einige Grooves von Stray From The Path zu hören sind und man wiederstehen muss, sich nicht zu sehr zu bewegen.

Zum Abschluss hieß es dann: Voller Fokus auf While She Sleeps. Im Gegensatz zu Stray From The Path war es für mich das 8. Mal, dass ich diese Band sehe. Schon nach den ersten 3 Songs wurde mir allerdings klar, dass das überhaupt keine Rolle spielt. Egal ob auf einer riesigen Festivalbühne oder in einer kleinen Kneipen-Location, diese Band liefert jedes Mal eine einwandfreie Show ab. Ein Energiebündel wie Loz Taylor, der Sänger von While She Sleeps trägt maßgeblich dazu bei. Wenn er nicht gerade von Balkonen in der Location Stagediving macht, steht er auf der Barrikade oder mitten in der Crowd. Aber auch der Rest der Band liefert eine unglaublich energiereiche Performance ab, gerade bei den ganz neuen Songs ihres bald erscheinenden Albums, denn hier übertreffen sich Mat und Sean, die beiden Gitarristen, mal wieder selbst. Gesanglich sowie an den Gitarren unglaublich gut. Aber auch die Crowd trug mit erstaunlicher Textsicherheit und Bewegungsfreude dazu bei, dass man einfach nicht ruhig da stehen konnte und zwangsläufig in diese intensive Live-Show integriert wurde.

Photo Credits + Header Photo: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Blog] Good Charlotte - Stadthalle, Offenbach

09.02.2019 – Offenbach

Wer kennt es nicht: Durch das Radio oder die Shuffle-Funktion bei Spotify-Playlisten einigen alten Lieblingssongs und – BOOM! Man ist wieder 15! Zurückversetzt in eine peinliche musikalische Phase, die man heute bei der Frage, welche Musik man denn so früher gehört habe, oft bewusst ausblendet. Ladies und Gentlemen, keiner von euch, egal ob Rocker, Punker oder Metaller, kann sich davon freisprechen: Ja, wir reden von der die Emo-Phase. Man ist irgendwie nur für den Hauptact da, kennt keine Lieder von den Supports und weiß nicht so recht ob jetzt Lollipop-Punk (ja, das gibt es) oder progressiver Metalcore auf einen zukommt. Man sitzt gelangweilt auf dem Boden oder steht an der Bar und wartet, was dort gleich als Vorband(s) auf die Bühne kommt. Dadurch kann es aber auch oft dazu kommen, dass es einen selbst positiv überrascht. So auch bei Boston Manor. Ich habe mich dabei erwischt wie ich nicht still halten konnte und man hat gemerkt wie die Menge ebenfalls sichtlich Spaß hatte. Man gibt es vielleicht nicht offen zu, aber man kenn die Lieder aus seiner Emo-Phase noch in und auswendig. Meiner Kollegin Michelle ging es genau so bei der zweiten Vorband, Sleeping With Sirens. „OMG, DAS IST DER SONG“ hörte ich sie neben mir laut schreien, bevor sie den ganzen Song perfekt mitsingen konnte. An mir persönlich ging die Band ein wenig vorbei, vielleicht wegen des Alters. Ich konnte mich dagegen viel eher mit dem Shirt einer Frau, welche ich auf dem Klo traf, identifizieren: „Retired Emo-Kid.“ Als dann endlich Good Charlotte die Bühne betreten und „The Anthem“ durch die Boxen schallt, gibt es kein Halten mehr. Erinnerungen an viel zu fett aufgetragenen Kajal, selbstgeschnittene Ponys und heimliches Rauchen hinter dem Schulhof wach. Die Bestätigung dieser Erinnerungen gibt es durch Madden, den Sänger, persönlich: Er erzählt von einem Auftritt aus dem Jahr 2004, vor dem er sich Backstage weinend mit Eyeliner geschminkt hat. Wir können also alle getrost mitnehmen: Jeder hatte diese Phase. Egal ob Sänger einer berühmten Band oder einfacher Fan.

Photo Credit: Michelle Klein / morethandisarray – Header Photo Credit: http://www.msopr.com/n/past-campaigns/good-charlotte/?cmd=downloads


[Live Review] Never Say Die! Tour Köln 2018

Datum: 23.11.2018
Ort: Essigfabrik, Köln, DE
Genre: Melodic-Hardcore

LOCATION
Egal, ob man mit Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln anreist – die Essigfabrik ist bestens zu erreichen. Mit Parkplätzen hingegen sah es nicht allzu gut aus, es gab so gut wie keinen Platz, um sein Auto abzustellen. Außerdem war auch in der Halle selbst der Platz knapp. Da zu viele Menschen da waren, standen sie teilweise bis zum Eingang, wo es durchaus kühl wurde. Schade, denn eigentlich gefällt mir persönlich die Location mit ihrem etwas “abgeranzten” Charme sehr. Immerhin gab es dieses Jahr erstmals einen Wellenbrecher. [1 von 2]

SOUND
Auch beim Sound muss einiges kritisiert werden: teilweise schlecht abgemischt und von mittelmäßiger Qualität, wurde der Klang den tollen Bands nicht immer gerecht. Und obwohl es nicht allen wie ein Manko erscheinen mag: es war auch ein bisschen zu laut. Da hätte man einiges besser machen können. [0,8 von 2]

CROWD & MITARBEITER
Zu dem Event kamen eigentlich fast nur nette Manschen, die einfach nur die Musik genießen wollten. Auch die Crew war größtenteils in Ordnung, jedoch lief die Organisation nicht immer ganz rund, was den Durchschnitts-Besucher aber (hoffentlich) nicht tangiert hat. [1,6 von 2]

LINE-UP
Für Metalcore- und Melodic Hardcore-Fans war das Line-Up mit Größen wie Being as an Ocean, Northlane, Casey und ALAZKA ein Träumchen und bot dazu noch die nötige Abwechslung. Das ließ keine Wünsche offen! [2 von 2]

PREISE
Mit durchschnittlich 3,50€ pro (Soft-)Getränk sind die Preise etwa auf dem Niveau einer gewöhnlichen Kneipe. Die Merchpreise rangieren zwischen 25€ (T-Shirt) und 40€ (Jacke), wobei die von Casey verkauften Sachen im Schnitt 5€ günstiger waren. Insgesamt ist hier alles noch im akzeptablen Bereich. [1,4 von 2]

FAZIT
Für sich genommen bot die Tour in Köln ein schönes Erlebnis, allerdings mit einigen Mängeln. Bleibt zu hoffen, dass sich das nächstes Jahr ändert. [6,8 von 10]

Fotos by: Michelle // morethandisarray