[Live Review] Knockdown Festival 2019

Datum: 15.12.2019

Genres: Metalcore, Hardcore
Ort: Karlsruhe, Schwarzwaldhalle

2015 gab den Startschuss für das Knockdown Festival in Karlsruhe. Als eine Art Schwester-Festival für das Knock Out Festival, welches seit 2005 ebenfalls in der Schwarzwaldhalle stattfindet, bietet das Knockdown für Metalcore-Fans die Möglichkeit, sich gegen Ende des Jahres zusammen zu finden und zu feiern.

Location [2 von 2]: Die Schwarzwaldhalle ist riesig. Mit Gang zur den zahlreichen Bars, zum Merchstand oder einfach mal zur Fressmeile und zurück, kann man sich wunderbar die Zeit bis zur nächsten Band vertreiben. Es gibt viele Toiletten und somit keinerlei Schlangen, genug Bars für jeden zum nachtanken. Mit den Öffentlichen ist die Halle unkompliziert zu erreichen und in der Nähe sind genug Parkplätze vorhanden.

Preise [1,5 von 2]: Wie man es auf Festivals kennt, waren die Preise für das Essen nicht gerade billig, dafür aber vielfältig und meistens auch für Vegetarier/Veganer geeignet. Die Cocktails gab es in riesigen Gläser für 7,50 Euro und sind definitiv jeden Cent wert. Der Preis für das Festivalticket betrug 54,99 Euro.

Line-Up [1,5 von 2]: Ein Highlight für uns war der Auftritt von To The Rats And Wolves, da die Jungs bekannt gegeben haben sich 2020 aufzulösen. Für die Leute, die nicht auf der Headliner Tour von Stray From The Path waren, konnten sie sich auf dem Knockdown samt Gefolge (Gideon, Loathe und The Devil Wears Prada) ansehen. Never Back Down gewannen den Newcomer Slot und Eskimo Callboy spielten als Headliner.

Crowd und Mitarbeiter [2 von 2]: Die Security hatte Spaß und Freude sich mit den Besuchern zu unterhalten, es gab keinen Ärger mit der Crowd.

Sound [2 von 2]: Der Sound war sowohl in den vordersten Reihen, als auch hinten auf den Tribünen super und angenehm laut.

Fazit [9 von 10]:  Für mich ist der Besuch auf dem Knockdown Festival jedes Jahr ein Muss! Es ist vorbildlich organisiert, Ess- und Trinkangebote sind reichlich vorhanden und das Line-Up hat eigentlich immer für den Einen oder Anderen was zu bieten, von Newcomern bis Kultbands bekommt man die Chance sich von guter Musik berieseln zu lassen oder einfach nur Party zu machen. Eine Bitte hätten wir jedoch für 2020: Wir wünschen uns unsere bunten Festivalbänder zurück, die Papierbänder ließen so manche ernüchtern. Ansonsten, weiter so! Wir freuen uns aufs nächste Jahr.

Photo Credits: Nadia Amiri / lwnhrz.ttl – Gastbeitrag von Nicole Hoppe


[Live Review] Crowdsalat Festival 2019

DATUM: 19.10.2019 | ORT: Essen, Weststadthalle | GENRE: Metalcore/Hardcore

LOCATION
Die Weststadthalle in Essen ist eine verhältnismäßig kleine Location am Rande der Innenstadt. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist sie genauso gut zu erreichen wie mit dem Auto. Die Zufahrt zum Parkplatz ist leider etwas umständlich, wenn man sich nicht in der Gegend auskennt — dafür ist der direkt nebenan. Das Gebäude bot für dieses Festival genau die richtige Größe. Von innen ist die Halle gemütlich und familiär, die offene Bühne ragt etwas in den Raum hinein und erlaubt den Bands mehr Nähe zum Publikum. Insgesamt bietet die Weststadthalle eine grundsolide Location! [1.5 von 2]

PREISE
Den Ticketpreis von 25€ (VVK) bzw. 30€ (AK) fand ich durchaus noch fair, genau wie die Preise für Getränke und Merchandise, die sich alle sehr im Durchschnitt bewegten. Zudem boten noch einige kleine Clothing-Labels auf dem Festival ihre Waren an. Lediglich die Getränkeauswahl wäre etwas ausbaufähig gewesen. [1.5 von 2]

LINE-UP
Beim Line-Up kommen Fans des Metal-/Hardcore durchaus auf ihre Kosten. Das Festival bot neben Größen wie Imminence (die für ordentlich Stimmung sorgten!) oder Silent Screams auch die Möglichkeit, kleinere Bands und Newcomer kennenzulernen. Auch die wurden von vielen als sehr gut wahrgenommen. [2 von 2]

BESUCHER UND MITARBEITER
Das Sicherheitspersonal war sehr humorvoll und locker, die Verkäufer freundlich. Auch die Festivalbesucher waren sehr nette Menschen, die einfach die Show genießen wollten – so, wie es sich in der Szene gehört. [2 von 2]

SOUND
Selbst die besten Bands bringen einer Veranstaltung nichts ohne gescheiten Sound. Vereinzelt klang es etwas übersteuert, meistens aber gab es keine größeren Probleme. Im Vergleich zu anderen – auch weitaus größeren – Festivals, auf denen ich in letzter Zeit war, schien der Klang doch ganz gut abgemischt. [1.5 von 2]

FAZIT
Ohne größere Erwartungen sind wir hingefahren und wurden dann sehr positiv überrascht. Bis auf ein paar Kleinigkeiten gibt es nicht viel an der Veranstaltung zu kritisieren. Dafür, dass es sich um das erste Festival des noch jungen Magazins handelte, war es sehr gelungen! [8.5 von 10]

Photo Credits: Michelle // morethandisarray


[Live Review] Neuborn Open Air Festival 2019

Datum: 23.08.2019 - 24.08.2019
Genres:  Metal, Metalcore
Location: Wörrstadt, DE

Location [1,5 von 2]:

Die Anfahrt ist simpel, da der Parkplatz gut zu finden und markiert ist. Die Entfernung zwischen Park- und Campingplatz ist zwar kurz, aber unbequem zu laufen, was jedoch dadurch ausgeglichen wird, dass das kurze Halten zum Ausladen vor dem Campground erlaubt ist. Ein absoluter Pluspunkt ist das Schwimmbad in der Nähe des Festivals, denn den Besuchern des NOAF ist die Möglichkeit gegeben das Freibad mit all seinen Vorzügen (Duschen (20ct), Toiletten, etc) kostenlos zu nutzen. Zwanzig Minuten Fußweg, die sich wirklich lohnen. Das Festivalgelände ist wirklich leicht zu erreichen, der Fußweg ist bequem und kurz, jedoch ist leider nur wenig Schatten gegeben, was bei den dieses Jahr extrem hohen Temperaturen etwas unpraktisch war.

Sound [2 von 2]:

Der Sound war 1 A abgemischt, es gab keinerlei Probleme oder Störungen und die Lautstärke war angenehm. Die Tontechniker haben wirklich ganze Arbeit geleistet.

Crowd und Mitarbeiter [1,5 von 2]:

Die Crowd hat sich benommen und die Stimmung war wirklich gut. An den Essensständen waren die Mitarbeiter zwar gut organisiert, zwischenzeitlich jedoch etwas unterbesetzt, was des Öfteren zu langen Wartezeiten führte. Die Securities waren sehr freundlich und zuvorkommend, der Herr an der Bändchenausgabe vor dem Gelände jedoch unfähig. Sein Handeln führte dazu, dass einige Besucher das Gelände nichtmehr ohne Ticket betreten durften, da sich die, nicht ordnungsgemäß geschlossenen Plomben der Festivalbändchen, bei der Kontrolle durch die Securities gelöst werden konnten.

Line-Up [2 von 2]:

Die Kombination der Bands war sehr gut und alle gewählten Genres harmonierten gut miteinander.
Für Benediction, welche Probleme bei der Einreise hatten, weswegen sie nicht pünktlich zu ihrem Auftritt erscheinen konnten, wurde schnell ein lokaler Ersatz gefunden. Somit gab es keinen Leerlauf und das Festival konnte wie geplant fortgesetzt werden. Wirklich toll war auch, dass Benediction ihren Auftritt nach dem eigentlichen Headliner (Amorphis) nachholen durften. Somit wurde niemand enttäuscht, der beispielsweise nur für diese Band angereist war.

Preise [1,5 von 2]:

Der Ticketpreis ist bei solchen Headlinern absolut gerechtfertigt. Das Bon-System war sehr gut organisiert, da man nur 10€ Wertkarten kaufen konnte was für eine Mahlzeit und ein Getränk inklusive Pfand reichte. Den Restwert der Wertkarte bekam man wieder ausgezahlt, auch die Abgabe der Pfandbecher war noch lange nach Ende der Konzerte möglich. Die Preise für die Getränke waren echt fair (z.B. 0,5l Cola, Limo 2€, 0,4l Bier 2,50€), ebenso das Pfand (2€) für die schicken Plastikbecher. Der Pfand wurde immer ausgezahlt oder entsprechend verrechnet. Das Essen war  teilweise etwas überteuert, aber immer noch fairer bezahlt als auf manch anderen Festivals (z.B. 2x Kartoffelpuffer 4€, Schwenkbraten mit Pommes 5,50€).

FAZIT [8,5 von 10]:

Das NOAF ist ein wirklich gut organisiertes und durchdachtes Festival mit klasse Line-Up und einer tollen Location. Das Preisleistungsverhältnis ist teilweise zwar verbesserungswürdig, ebenso die Menge der Mitarbeiter, doch alles in allem lohnt sich dieses Festival wirklich für jeden Metal- und Metalcorefan. Eine absolute Empfehlung, sowohl für Festival-Anfänger, als auch Profis die familiären Festivalcharme mögen.

Photo Credits: Michelle // morethandisarray


[Live Review] Traffic Jam Open Air 2019

Datum: 19/20.7.2019
Ort: Fahrübungsplatz Dieburg, DE
Genre: Hardcore, Punk, Rock, Alternative

Location:
Auch dieses Jahr fand das Traffic Jam seinen Platz auf dem Verkehrsübungsplatz in Dieburg. Eine gute Anreisemöglichkeit boten Bus und Bahn, wer allerdings mit dem Auto angereist ist, hatte ein Problem mit der Parkplatzsuche. Das Gelände hat leider keine Parkplätze zur Verfügung gestellt und Besucher mussten sich einen Parkplatz, von welchem sie nicht abgeschleppt werden können, im Industriegebiet suchen. Das Gelände selbst bot allerdings genug Platz für Festival, Besucher und Campingplatz.
[1,25 von 2]

Sound:
Größere Zwischenfälle blieben aus, Soundchecks haben die Festivalstimmung nicht unterbrochen und die Besucher konnten auf dem gesamten Gelände die Musik genießen, ohne durch zu hohe Lautstärken gestört zu werden. Einen Minuspunkt bekommt der Sound dennoch, denn bei vereinzelten Bands war der Sound übersteuert, oder stark quietschend, was sehr penetrant, wenn es dann aufkam, in den Ohren störte.
[1,5 von 2]

Besucher und Mitarbeiter:
Bis auf ein paar kleinere Ausnahmen, waren sowohl Mitarbeiter als auch Besucher höflich und freundlich, das Orga-Team ist eines der angenehmsten, mit denen wir bisher zusammen gearbeitet haben. Schon beim Parken gab es allerdings kleinere Komplikationen, denn die Auskunft der Mitarbeiter, über die Parkerlaubnis im Industriegebiet, stimmte nicht mit der Auskunft der Securities auf den Parkplätzen überein. Bei der Kontrolle der Campingausrüstung wurde teilweise ungenau kontrolliert, sodass es Besuchern, trotz Verbot, gelang Glas mit auf das Gelände zu führen. Die Sicherheit der Besucher in der Menge war leider so unüberschaut, dass Besucher teilweise sehr stark blutend aus der Menge zurück kamen.
[1,3 von 2]

Preise:
Der Festivalpreis war, auch mit Camping, recht erschwinglich und mit dem Line-Up, sowie der Festivalqualität mehr als gerechtfertigt. Die Angebote für Essen und Trinken waren sowohl breit gefächert als auch preisgünstig, auch am Merchandise-Stand konnte man Schnäppchen ergattern. Die Zahlung erfolgte hier, wie auch in den letzten Jahren, durch ein Cashless System, diesmal mit sog. JAM MARKS, welche aus recycelten Fischernetzen bestehen.
[2 von 2]

Line – Up:
Das Line-Up des Festivals war gut aufgebaut, die Auswahl der Bands war durchgehend stimmig. Eine kleine Abwechslung bot die Mischung aus nationalen und internationalen Acts, wobei der Schwerpunkt auf der Seite der nationalen Bands lag und das Festival sich auch den Spruch “support your local scene” sehr zu Herzen genommen hat.
[2 von 2]

Fazit:
Sieht man von der Parksituation und den Ungenauigkeiten bei der Sicherheit ab, war das Traffic Jam ein gelungenes Festival und seinen Preis wert. Dazu ist es ein sehr familienfreundliches Festival, was Wert auf Nachhaltigkeit, aber auch ein unvergessliches Erlebnis legt.
[8,05 von 10]


[Live Review] Jera On Air 2019

DATUM: 27.-29.06. 2019
ORT: YSSELSTEYN, NL
GENRE: PUNK, HARDCORE, METALCORE

LOCATION 
[1,3 von 2]:
Mitten im sonst eher ruhigen niederländischen Flachland wird es einmal im Jahr so richtig laut: Bei Ysselsteyn hinter Venlo steigt das Jera on Air Festival. Doch obwohl es mitten im Nirgendwo ist, scheint der Platz eher begrenzt zu sein. Das Gelände wirkte zu klein für die 10.000 Besucher, die sich zwischen den Ständen und von gigantischen Zelten Überdachten Stages drängten. Die Konzerte fanden auf dem Festival also beinahe Indoor statt. Geschmackssache - bei Regen bietet das gewiss Vorteile, bei der dort vorherrschenden Hitze aber staute sich die Luft in diesen Zelten. Über das Gelände im Allgemeinen und seine Ausstattung kann man sich aber nicht beklagen â sehr ebene Fläche auf dem Campground, kostenlose Spültoiletten und Duschen sowie Waschbecken und Trinkwasserspender. Das einzige, was sie nicht einrichten konnten, war ein nachhaltigeres Müll- oder Pfandsystem. Bei jedem zweiten Schritt trat man auf einen kaputten Plastikbecher. Das Gelände war durch den sandigen Boden auch sehr staubig und neben der braunen Suppe die in der Dusche herunter lief, hat man auch die hand vor Augen irgendwann nicht mehr gesehen.

LINE UP [1,5 von 2]:
Ursprünglich ein Hardcore Festival, lockt das Jera on Air dieses Jahr mit einem Mix aus Metalcore, Deathcore, (Ska-/Pop-) Punk und natürlich viel klassischem Hardcore. Wer kein Fan von letzterem ist, kam wohl häufig vor allem für die größeren Bands. Generell spielten auf den drei Hauptstages bemerkenswert viele Bands - oft leider zulasten der Playtime. Vor allem die kleineren auf der Buzzard Stage bekamen nur 30-50 Minuten. Überschneidungen gab es wenig, aber leider fehlte auch die Zeit, um zwischen den Stages zu wechseln, sodass man öfter mal den ersten Song der nächsten Band verpasste. Trösten konnte man sich später dafür bei der sogenannten Punk Rock Bar oder der Rave Stage.

PREISE [1,5 von 2]:
Allgemein waren sowohl der Ticketpreis als auch die Preise für Verpflegung und Merch durchaus angemessen. Wenn etwas mal ein wenig teurer war, ließ sich das ganz gut mit dem Bonsystem kaschieren. Dass man die Bons am Ende nicht wieder umtauschen konnte, ist ein kleiner Minuspunkt.

SOUND 
[0,5 von 2]:
In der Soundqualität gab es starke Schwankungen. Bei manchen Bands hörte man auch mitten in der Menge kaum was, dann wiederum war der Klang klar - und sehr laut. Zudem standen die Stages relativ nah beieinander, sodass einem auf dem Infield hin und wieder die Bässe aus allen Seiten entgegen wummerten.

BESUCHER UND MITARBEITER [1,5 von 2]:
Die Mitarbeiter waren durchgehend freundlich und hilfsbereit. Das Publikum, sehr international, machte auch wenig Probleme. Leider schafften die Festivalbetreiber es nicht, die Besucher beispielsweise durch Einführen eines Müllpfands dazu zu erziehen, am Ende der Veranstaltung keine Müllberge auf dem Camp oder dem Konzertgelände zu hinterlassen.

FAZIT 
[6,2 von 10]:
Selten waren wir über ein Festival so zwiegespalten. Manche Dinge wurden super gelöst, andere ließen noch zu wünschen übrig. Gerade die überdachten Konzerte nahmen ein wenig das Open-Air-Feeling - in der Hinsicht ist das Jera wohl alles andere als “on Air”, von dem staubigen Gelände gar nicht erst anzufangen. Für viele Besucher ist es aber anscheinend genau das Richtige, Asthmatiker sollte sich jedoch ein Festival mit festerem Boden suchen.


[Live Review] AstA Campus Festival Saarbrücken 2019

Datum: 15.06.2019

Genres: Punk, Hip-Hop, Techno

Ort: Saarbrücken, Uni Campus Nord

Location [1 von 2]:
Der Campus Nord ist gut erreichbar, auch die Anreise mit dem ÖPV wäre nicht schwer gewesen, jedoch nur für Leute, die sich in Saarbrücken und Umgebung auskennen. Die unklaren Aussagen zum Veranstaltungsort (der Campus ist in Stücken ist über ganz Saarbrücken verteilt) erschwerten die Anreise ebenso. Die Parksituation war gut und übersichtlich, da das große Parkhaus der Uni kostenlos genutzt werden konnte. Man versuchte durch Hüpfburg-Parcoure und Schaumkanonen, die mehr schlecht als recht funktionierten, und einem kleinen Babypool, das Gelände bis zum Rand auszunutzen.

Sound 
[0,5 von 2]:
Durch die vielen Bühnen auf so geringem Platz gibt es leider Einiges zu kritisieren. Die Rock Stage war ok abgemischt, das Schlagzeug war hier etwas zu prägnant. Störend war hier allerdings eindeutig, dass die Musik der UNO Stage und der Club Area im Hintergrund zu hören war. Die Electro Stage war soundtechnisch sehr gut, aber die UNO Stage (Main Stage) war katastrophal abgemischt. So lief beispielsweise während dem Intro eines Künstlers andere Musik über die selben Boxen, die Boxen übersteuerten mehrfach und, wie zuvor auch schon kritisiert, war auch hier die Musik der anderen Bühnen zu hören.

Besucher und Mitarbeiter
 [0,8 von 2]:
Es war äußerst schwer im Voraus Auskunft über Ticketpreise, Pressedetails und Ähnliches zu erhalten und jemanden zu erreichen. Die Crowd war ein bunt gemischter Haufen, der zwar etwas Anlaufzeit brauchte, aber letztlich doch motiviert mitfeierte. Die Mitarbeiter an den Ständen waren sehr freundlich, während die Security blind für Fehlverhalten und Dreistigkeiten war. Eine Bandverspätung von einer Stunde blieb unkommentiert und ist auch ein klarer Minuspunkt.

Line-Up
 [1,5 von 2]:
Es ist für Jeden etwas dabei und die Genres harmonieren untereinander teilweise gut miteinander. So passten zum Beispiel die gewählten Hip-Hop Acts sehr gut zu den Punk Bands. Alle drei Genres auf einem Gelände sind jedoch etwas zu viel. Dafür waren die Individuellen Acts sehr gut gewählt und für viele Fans von Genetikk oder Pascow das Festival ein Schnapper.

Preise
 [1 von 2]:
Der Eintrittspreis von 10€ an der Abendkasse ist vollkommen legitim, die Getränkepreise sind recht durchschnittlich, jedoch nicht unbedingt studentenfreundlich (über 3€ für ein kleines Wasser). Dadurch, dass das Essen von externen Streetfoodtrucks angeboten wurde, variierten die Preise stark. So kostete ein Crepes mit Zucker 3,50€, während ein Pulled Pork Burger nur 6€ kostete.

FAZIT [4,8 von 10]:
Man merkte, dass Mühe reingesteckt wurde, das Ergebnis war jedoch leider nicht überzeugend. Vielleicht hätte man nicht versuchen sollen, alles was geht rein zu packen, sondern sich auf das gelingen einzelner Komponenten fixieren sollen und wirklich den Spaß zu liefern, den das Konzept des Festivals bietet.

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Review] Rocking for Ruanda Benefizfest 2019

Datum: 14.6.2019
Ort: Eichendorff Gymnasium Koblenz, DE
Genre: Pop/Rock

Location:
Mitten in einer Schule, in Koblenz, findet sich die Aula, in der das Benefiz-Festival stattgefunden hat. Groß, dunkel, sowie viel Platz zum Parken. Leider ist das Festival durch den 2. Stock der Schule ohne Aufzug nicht Barrierefrei. Ansonsten gibt es keine Probleme mit einem Festival in einer Schule – es gab sogar eine Tribüne. Welche Schule das kann, kann auch gerne ein Festival in mitten ihrer Wände veranstalten.
[1,8 von 2]

Sound:
Der Sound war recht solide – mit Ohropax gut, ansonsten an vielen Stellen leider zu laut. Hin und wieder gab es mal Unstimmigkeiten, aber weder Störungen, noch starke Ausfälle waren zu notieren. Da nimmt man gerne die Lautstärke, anstatt von ständigen Störungen, in Kauf.
[1,6 von 2]

Besucher und Mitarbeiter:
Das Kern-Orgateam war super lieb, mega kooperativ und auch bei einzelnen Kommunikationsfehlern zwischen ihrem und unserem Team (wir haben Aftermovie und Merchandise übernommen) haben wir immer konstruktiv die Dinge geklärt. Was nicht geht, ist das die Helfer des Festivals die kleine Schwester unserer Fotografin, die freiwillig beim Merch und Druck geholfen hat, anmotzen, dass sie lieber eine schlechte Druckqualität gehabt hätten, als eine Top Qualität und dafür 2h zu spät. Nach mehrfachen Bitten, dass sie bitte aufhören sollen, schlecht über uns zu reden (es wurde wirklich irgendwann persönlich und nicht mehr allein auf das Merchandise, obwohl wir denen nie etwas getan haben, oder sie angegriffen haben), sie sogar mit Rufmord anfingen und die Schwester schon total am Weinen war, wurde immer noch nicht aufgehört. Das Kern-Orgateam hat in diesem Fall sich direkt um diesen Fall gekümmert, jedoch geht das gar nicht, da wir dieses Festival von Sekunde eins an durch mediale, als auch finanzielle Wege unterstützt haben. An Besuchern waren leider nur etwas mehr als 30 da, dafür aber alle lieb und keiner hat Probleme gemacht. Durch diesen Vorfall müssen wir, so leid uns es gegenüber dem Orgateam, stark abziehen und hoffen, dass dies ein Einzelfall bleibt.
[0,5 von 2]

Preise:
Bei den Preisen gibt es keine Probleme, durch Spenden konnten die Verpflegungspreise niedrig Gehalten werden der Eintritt war mit 4€ und Benefizzweck ebenfalls sehr erschwinglich.
[2 von 2]

Line-Up:
Alle Bands waren lokale Bands aus dem Großraum Rheinland, gemischt aus Rap, Rock und Pop. Mit dem Headliner Indianergeflüster haben sie eine frühere Koblenzer Band wieder zurück geholt und ein gut gemischtes Line-Up gestellt. Kleine Abzug dafür, dass eine Band mehr Cover-Band als eigentliche Band war und damit zwischen Sonnyboyslim, Attic., uvm. Weniger rein passte, vor allem bei deren Liederauswahl.
[1,75 von 2]

Fazit: 

Abgesehen von dem Vorfall mit den Helfern ist es ein gelungenes Benefiz-Festival gewesen, mit guter Musik, lieben Leuten und leider viel zu wenig Besuchern. Daher checkt auf jeden Fall nächstes Jahr dieses Festival aus und lasst etwas Geld für einen guten Zweck dort in die Spendenbox fallen.
[7,65 von 10]

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Review] Spring Breakdown Festival 2019

Datum: 11.05.2019
Genre: Hardcore/Metalcore
Ort: Dillenburg, Sporthalle der Grundschule

Location:
Auch dieses Jahr fand das Spring Breakdown Festival in der Turnhalle der Goldbachschule in Dillenburg, Deutschland statt. Die Location ist leicht über die B253 aus Dillenburg kommend mit dem Auto zu erreichen. Buden mit Essen sowie den Ausschank waren draußen vor der Halle, was bei dem doch eher bescheidenen Wetter eher ungemütlich werden konnte. Stände mit Merch der Bands sowie den Unterstützern des Festivals fanden sich hingegen drinnen zahlreich am Ende der großen Halle, sodass vor der Bühne genug Platz zum moshen blieb. Allerdings gab es gegen Abend technische Licht-Probleme abseits der Bühne, dazu war es am Tag leider, dazu nur Semi-gut abgedunkelt, wodurch man eher ein drückendes Gefühl hatte, bis es draußen Dunkel wurde. [1 von 2 Punkten]

Sound:
Der Sound war oftmals von Störern im Mikrofon begleitet, was leider sehr schade war und auch wirkliche Ohrenschmerzen verursacht hat. Darüber hinaus waren wie eigentlich überall kleine Mankos, über die man wegsehen kann. Mit Ohropax lässt sich das Ganze jedoch Sorgenfrei überstehen. [1 von 2 Punkten]

Mitarbeiter und Besucher:
Die Mitarbeiter an den Ständen, die Security und auch die Sanitäter waren da, wenn man sie brauchte und haben hinter den Kulissen wahnsinnig gute Arbeit geleistet. Danke euch dafür. Einzig die Hygiene auf den Toiletten war mangelhaft, eine Reinigungsfachkraft vor Ort wäre super gewesen. Die Besucher waren alle relativ entspannt und haben, wie es Hardcore-Fans eben, die Shows genossen und gefeiert. Ging es einem mal schlecht, haben sich sogar fremde Besucher mitgekümmert. So soll es sein! [1,5 von 2 Punkten]

Preise:
Sowohl der Merch, als auch Essen und Trinken waren preislich normal und angemessen. Außerdem gab es schöne Festivalbändchen gegen 2€ Spende. Die Tickets waren auch wieder mal zu unschlagbaren Preisen draußen. Preis-Leistung ist mehr als Gelungen! [2 von 2 Punkten]

Lineup:
Begonnen hat es um 17.15 mit Fighting Chance aus Dortmund, geendet um 23.40 mit DeezNuts und dazwischen ein wahres Feuerwerk an den geilsten Hardcore-Bands der Szene! Auch Locals wie DyingBreed aus Dillenburg haben zeigen können, was in ihnen steckt und der Crowd mächtig eingeheizt. Schnelle Vocals, heavy Breakdowns und 6 Stunden Adrenalin pur vor und auf der Bühne – das Lineup hat uns dieses Jahr außerordentlich begeistern können. [2 von 2 Punkten]

Fazit:
Wenn ihr Bock auf ein geiles Indoor-Festival mit gutem Bier, hammer Lineup aber auch wenig Geld in der Tache habt, solltet ihr euch das Spring Breakdown Festival auf jeden Fall für nächstes Jahr im Kalender eintragen. Sofern euch ein kurzzeitiges beklemmendes Licht nicht stört und ihr ein paar Ohropax griffbereit habt, ist das Festival ein Muss für jeden, der aus dem Kreis Hessen/RLP kommt. [7,5 von 10 Punkten]

 

Header Photo: Michelle Klein / morethandisarray


[Live Review] Impericon Festival München 2019

Datum: 27.04.2019
Ort: München; Backstage
Genre: Melodic-/Hardcore/Pop-Punk

Location [1,5 von 2]

Für jemanden, der das Impericon Festival in München zuletzt 2016 besucht hat – damals noch in der Zenithhalle – hat es ein wenig gebraucht, bis man eine Übersicht von dem Gelände hatte. Das ist aber wohl der einzige Kritikpunkt! Konzertliebhaber aus München kennen das Backstage und waren mindestens schon einmal in einem der Locations, ob Werk, Halle oder Club. Das Impericon Festival schließt die Halle und das Werk wunderbar zusammen und im Außengelände gab es jede Menge Platz für Leute, die sich die Zeit bis zur nächsten Band vertreiben konnten.

Preise [2 von 2]

Neben regulären Merchpreisen konnte man am Merchstand tatsächlich noch ein paar Schnäppchen ergattern, da München der letzte Stop für die Festivaltour war. Viel Auswahl gab es besonders bei Cocktails, Bier und Shots, dafür aber etwas weniger an Essen, als in Leipzig. Es gab zwei Essensstände, die zu Stoßzeiten sehr voll waren, doch waren sie ziemlich preiswert und boten neben Pommes und Burger auch Vegane Alternativen.

Line-Up [1,5 von 2]

Natürlich hat es München schwer mit seiner großen Schwester in Leipzig mitzuhalten, aber dafür waren nicht weniger erstklassige Bands vertreten. Der Headliner in diesem Jahr war Stick To Your Guns, die die Halle abgerissen haben. Callejon sagten kurzfristig für München zu und Imminence stattete München auch einen Besuch ab! Von Melodic-Hardcore bis Metalcore gab es für jeden etwas.

Crowd und Mitarbeiter [2 von 2]

Die Crowd war den Tag über hinweg Feuer und Flamme und man sah abends noch dieselben Leute im Pit, die mittags schon mittendrin waren. Es gab vergleichsweise wenig Stress innerhalb der Zuschauer, genauso wie von Seiten der Mitarbeitern und den Securities.

Sound [1,5 von 2]

Es gab keine besonderen Vorkommnisse, die Soundchecks gingen schnell über die Bühne und das einzige, was man bemängeln könnte, ist dass die Boxen im Werk schlecht stehen, vielleicht sogar schon viel zu laut sind. Im Werk gibt es nämlich keine Absperrungen und ein paar Leute sind mehr oder weniger dazu gezwungen, sich vor den Boxen zu stellen, um gut sehen zu können. Mit ein paar Ohropax müsste das aber kein Problem mehr sein.

Fazit [8,5 von 10]

Für Leute, denen die Strecke bis nach Leipzig zu weit ist, ist das Impericon Festival in München nicht nur eine Alternative, sondern ein Muss! Das Backstage hat seinen ganz eigenen Charme und steht Leipzig für mich von dem Feeling – bis auf die Größe vielleicht – in nichts nach!

Photo Credits: Nadia Amiri / lwnhrz.ttl


[Live Review] Impericon Festival Leipzig 2019

Datum: 20.4.2019
Ort: Leipzig; Halle EINS
Genre: Melodic-/Hardcore/Pop-Punk

Location:
Wieder fand das Impericon in Leipzig in der Messehalle 1 statt – gut erreichbar mit Bus und Bahn sowie mit dem Auto. Der nahegelegene Parkplatz bot genug Platz, genau wie die Halle selbst. Mit Indoor- und Outdoorbereich, Platz für mehrere Stages und einer Tribüne mit Sitzplätzen ließ die Location keine Wünsche offen. Was wir nicht erwartet hätten: Beim Sitzen auf der Bierbank im Außenbereich oder beim Entspannen auf dem Parkplatz kam sogar ein Hauch Open-Air-Festivalstimmung auf.

 [2 von 2]


Preise:
Obwohl der Ticketpreis für Leipzig fast der höchste von allen war, war er angesichts des umfangreichen Angebots auf dem Festival durchaus gerechtfertigt. Die Getränkepreise rangierten zwischen 2-4€ für Bier und Softgetränke und 5-6€ für Longdrinks und auch die Merchpreise waren nicht zu hoch. Unschlagbar war die Auswahl an Essen und Snacks: Vom klassischen Imbiss über Pizza und vegane Burger bis hin zu Kaffee und Brötchen war alles dabei – und das zu fairen Preisen.

 [2 von 2]


Line-Up:
Das Line-Up war vollgepackt mit hochkarätigen Acts aus Metalcore, Hardcore und Melodic Hardcore; mit den Donots war auch eine Punkband dabei. Getoppt wurde das mit der einzigen Show von Hollywood Undead in Deutschland dieses Jahr. Wer also die volle Dröhnung genau dieser Genres suchte, bekam sie auch geboten. Zudem musste man keine Band verpassen, da es keine Überschneidungen gab. [2 von 2]




Crowd und Mitarbeiter:
Die meisten Leute waren sehr nett, auch wenn es teilweise etwas asoziales Verhalten im Pit beziehungsweise vor der Bühne gab. Unter den Securitys waren einige ebenfalls unhöflich, zumindest zu Fotografen. Sonst waren aber auch die Mitarbeiter sehr freundlich. [1,5 von 2]



Sound:
Ausfallende Mikrofone und Boxentürme, übersteuerte Sounds und Störgeräusche gehörten auch hier leider dazu. Angesichts der Größe des Festivals und der Bands hätte man hier einiges besser machen müssen. Der Stimmung schienen die Soundprobleme glücklicherweise keinen Abbruch zu tun.

 [0,5 von 2]

Fazit:
Zweifelsohne handelt es sich hierbei um die Königin der Impericon Festivals. Bis auf den Sound gab es nicht allzu viel zu meckern. Insgesamt eine sehr gelungene Veranstaltung!
 [8 von 10]

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray