[Record Review] Dance Gavin, Dance - Afterburner

Morgen ist es nun draußen: die neue Scheibe von Dance Gavin Dance. Wer sie noch nicht kennt, dem kann man es nicht verübeln, denn trotz einer recht treuen Fanbase sind sie noch nicht richtig in Mainstream angekommen. Vielleicht ändert sich das jetzt.

Das nunmehr neunte Studioalbum "Afterburner" setzt die jahrelange Tradition der Band aus Kalifornien fort. Die Musik entzieht sich jeder Kategorisierung: hierbei handelt es sich um einen ganz eigenen,  experimentellen Stil, der Elemente aus allen möglichen Genres vereint. Es hat zum einen viel von Hardcore und Emo aufgrund der emotionalen Shouts und der schweren Gitarre in vielen Songs (wie etwa in "Parallels"); dann aber taucht plötzlich eine funky Gitarre auf, dann auf einmal eine Rap-Einlage und ein Beat wie aus einem R'n'B-Song, gepaart mit elektronischen Elementen (so in "Into The Sunset") - all das verpackt in recht komplexen Rhythmen, die stark an Math Rock erinnern. Die Songs wechseln teilweise innerhalb einer Sekunde zwischen diesen verschiedenen Parts.

So vereinen Dance Gavin Dance die Härte des Post Hardcore, die Leichtigkeit des Funk und die Eingängigkeit des Pop. Damit schaffen sie es, doch eingängig zu sein, und mit der bemerkenswerten Stimme des Sängers ergibt das Ganze ein einzigartiges Ensemble.

Explosiv, emotionsgeladen, hört dieses Album nicht auf, einen zu überraschen.

https://www.youtube.com/watch?v=Df-fm-MSMqI

Fotocredit: Lindsey Byrnes