[Record Review] Molybaron - The Mutiny: Veröffentlichung am Freitag!

MOLYBARON KÜNDIGT NEUES ALBUM AN – Die französisch-irischen Metal Newcomer Molybaron kündigen ihr neues Album The Mutiny für den 21.05.2021 an.

SONGS: 10
DURATION:  44min 34sec
GENRE: Alternative Metal

Im Zuge der Albumankündigung veröffentlichte Molybaron außerdem den Track "Animals". Ein gesellschafts- und politikkritisches Stück, welches sich mit der Thematik der Geldgier auseinandersetzt. Ein melodisches Meisterwerk mit einzigartigem Gesang und einem Gitarrenriff das mich nur schwärmen ließ. "Animals" macht Lust auf mehr.

Und mehr sollen wir auch bald bekommen. "The Mutiny" wird ganze zehn Alternative Metal Songs beinhalten. Darunter auch: "Lucifer", "Twenty Four Hours (feat. Whitfield Crane, Ugly Kid Joe)" und "Something For the Pain".
"Lucifer" überzeugt mit catchy Text und Melodie, die zum unterbewussten Fußwippen anregt. Auch hier stechen die einzigartigen Vocals von Gary Kelly wieder hervor, perfekt vereint mit den Instrumenten ergibt sich hier ein Spektakel für die Ohren, das ich jedem nur empfehlen kann.

Doch auch die anderen Songs kommen nicht zu kurz. "Twenty Four Hours" macht einfach nur Spaß – im Vergleich zu "Animals" und "Lucifer" ist dieser Track etwas mehr Up-Tempo. Der Text geht ins Ohr und verstärkt die Sehnsucht nach Konzertbesuchen noch mehr.
Auf der anderen Seite ist "Something for the Pain" ein vergleichsweise düstereres Stück der Band mit gewissen Einflüssen von Muse. Doch nicht nur die Melodie ist hier etwas düsterer auch die Lyrics sind äußerst emotional und gehen einem wirklich unter die Haut.
Natürlich durften wir uns auch zu den anderen Tracks von "The Mutiny" eine Meinung bilden und ich kann guten Gewissens sagen: Die Jungs haben sich mit diesem Album selbst übertroffen. Starke Lyrics, starker Gesang, starke Melodien und was mich persönlich am meisten gefreut hat: kreischende Gitarrenriffs noch und nöcher. Dieses Album behält seine Qualität bei jedem Track bei, nicht ein einziger Song ist enttäuschend oder schlechter als der vorherige.

"Amongst the Boys and the Dead Flowers" hat Gänsehautfeeling ab der ersten Note. Auch hier kann ich den Gesang wieder nur loben. Ein wunderschöner Text verpackt in einem kraftvollen Lied.
Auch über "Prosperity Gospel" kann ich kein schlechtes Wort verlieren. Ein religionskritisches Lied mit starker Message und einem catchy Chorus.

Der fünfte Track des Albums, "The Lighthouse", ist anfänglich eher ruhig gehalten, doch das soll nicht täuschen. Nach einem balladenähnlichen Intro folgt nämlich ein mächtiger Einsatz von Drums, Bass, Gitarre und Gesang.
Es folgt "Slave To The Algorithm", der Name weißt bereits auf die Aussage des Songs hin – Kritik an dem gesellschaftlichen Medienkonsum. Das Lied erinnert durch sein pacing an kontrolliertes Chaos. Heavy Gitarre und schnelle Drumsounds machen beim Zuhören einfach nur Spaß.

"The Hand that Feeds you" ist wie jeder Track vor ihnen eine wirkliche Spitzenleistung. Lyrics mit Message, ein Gitarrenriff das mein Herz höherschlagen lässt und die fantastische Stimme von Garry Kelly.
Zum Abschluss bekommen wir meinen persönlichen Favoriten neben "Twenty Four Hours": "Ordinary Madness". Für mich ist das Lied einfach 100% stimmig. Gigantische Stimmwucht mit einer Melodie, die einfach passt. Natürlich muss ich auch hier das Gitarrenriff loben – Gänsehaut pur.

"The Mutiny" ist ein wirkliches Meisterwerk in Albumform und ein Muss für jeden Alternative-Metal Fan. Merkt euch das Datum und verpasst diesen Release auf gar keinen Fall!

https://www.youtube.com/watch?v=8jVmzzANlhw&t=1s

Fotocredit: Das Foto hat uns Molybaron zur Verfügung gestellt.


[Single/News] CASKETS neue Videosingle, neues Album "Lost Souls" und Shows mit NORMANDIE!

Ich selbst schätze Großbritannien besonders für die Vielzahl an großartigen Rock- und Metalbands, die einen bekannter, die anderen eher weniger. Eine dieser Bands ist die 5-köpfige Band Caskets aus Leeds. Der ein oder andere kennt sie vielleicht noch unter dem Namen Captives. Bis vor zwei Monaten hießen die 5 Jungs auch noch so, bis sie sich dann aufgrund eines Markenrechtstreits umbenennen mussten.

Eine australische Band hieß bereits Captives und hatte diesen Namen schützen lassen. Bereits seit 4 Jahren macht die Band nun schon Musik – und nicht nur der Name ist jetzt neu, denn neben einer neu veröffentlichten Single wurde gleich ein ganzes Album angekündigt.

Bereits über 230.000 Hörer hat die Gruppe auf Spotify. Großen Anklang findet die Band besonders in den USA, in Australien und in Großbritannien. Ihren Musikstil beschreiben die Jungs selber als eine Mischung zwischen Alternative Metal und Post-Hardcore. Das sind tatsächlich auch die Genres, die mir beim Hören am ehesten in den Sinn kommen.

So richtig vergleichbar mit anderen Bands ist die Musik von Caskets nämlich nicht. Screaming Parts gibt es selten – also eher nicht so Post-Hardcore-like. Die Instrumentals sind dafür aber trotzdem mitunter ganz schön heavy. Zu heavy, um unter das Genre Alternative Metal zu fallen. Von daher trifft es eine Mischung zwischen beidem eigentlich ganz gut. Fans von den beiden Musikgenres – so wie ich – kommen bei Caskets also voll auf ihre Kosten.
Die beiden Songs „Glass Hearts“ und „Falling Apart“, welche im Übrigen die momentan bekanntesten ihrer Songs sind, sagen mir persönlich am meisten zu. Die Vocals von Frontman Matt Flood und die Instrumentals im Hintergrund ergänzen sich gut zu einem sehr einzigartigen Sound. 
2019 erschien Caskets erste EP unter dem Titel „Ghost Like You“. Ein Album erschien bisher noch nicht. Das wird sich aber zeitnah ändern. Mit dem neuen Bandnamen erschien vor kurzer Zeit die Single „Lost in Echos“. Zwei Lieder sind hier mit von der Partie – „Lost in Echos“ und „Glass Hearts“, welches bereits 2020 als einzelne Single erschien.

„Lost in Echos“ bildet einen Kontrast zwischen dem nicht unbedingt düster klingenden Instrumental und den Lyrics, die alles andere als eine schöne Welt besingen. Denn thematisch geht es in dem Song um Depressionen. Egal, was man tut, am Ende fällt alles, was man selbst geschaffen oder woran man gearbeitet hat, wieder in sich zusammen, und es ist nichts besser als es vorher war. Zwar weiß man, dass man zwischenzeitlich immer wieder den Verstand verliert, aber dagegen tun kann man nichts. 
Die emotionale Stimme erzeugt stellenweise regelrecht eine gewisse Dramatik und passt perfekt zum Text. Beginnen tut das Lied relativ ruhig, baut sich dann aber immer mehr zu einem richtigen Metalsong mit wirklich schönen gesangsfreien Parts auf. Eben eine Mischung aus Alternative Metal und Post-Hardcore. In meinen Augen schier ein herausragendes Lied.

Mit Veröffentlichung der Single „Lost in Echos“ folgte die Ankündigung des Debütalbums. „Lost Souls“ soll es heißen und am 13. August 2021 erscheinen. Auch „Lost in Echos“ wird auf dem Album vertreten sein. Natürlich wird es von uns auch zum Album ein Review geben.

Fans dürfen sich zudem auf Live-Musik freuen. Sollte Corona dem Ganzen keinen Strich durch die Rechnung machen, kommen Caskets Ende des Jahres sogar nach Deutschland, nämlich als Begleitband von Normandie und Thousand Below.

Neben den beiden Konzerten im Ausland in Kopenhagen (08.10.2021) und Prag (10.10.2021) spielen die drei Bands am
09. Oktober 2021 um 20 Uhr im Headcrash in Hamburg und
11. Oktober 2021 ebenfalls um 20 Uhr im Hansa 39 Feierwerk in München.

Für Caskets gibt es definitiv eine Empfehlung von mir, die Jungs sind nämlich wirklich klasse.

Hier findet ihr die letzte Videosingle:

https://www.youtube.com/watch?v=SniJNRHEX8s

Fotocredit: Das Foto hat uns KINDA zur Verfügung gestellt.


[Record Review] Never Loved's neues Album "Over It"!

Morgen ist es soweit: Zwei Jahre nach ihrer ersten EP (self titled) bringen die Alternative-Rock-Newcomer Never Loved ihr Debütalbum “Over It” heraus. Die Singleauskopplung “On And On It Goes”(Video unten) ist bereits im April erschienen.

 

Die langjährigen Freunde Cameron Knopp (Sänger und Gitarrist) und Jay Gayoso (Bassist) schlossen sich um 2017 herum zusammen, um gemeinsam Musik zu machen. Später sollte noch der Gitarrist Shane o’Brian dazukommen. Am Anfang dieser für die Band aufregenden Jahre hätten sie selbst noch nicht gedacht, so weit zu kommen. Cameron Knopp erzählt:

“I remember sitting in the studio with Matt back in 2017 when we first recorded ‘Dead Inside’ thinking how amazing it would be to create a full length record with him and here we are. At that point in time it felt like a far fetched dream, we didn’t even have a band name then. To to be here now typing this out feels surreal and to be releasing this record on Rude Records/Equal Vision feels even more surreal. This album is a reminder to myself to never give up, to always work hard, and no matter what keep going. Anything is possible”.

 

Die Band macht sehr eingängigen, melodischen Alternative Rock mit Einflüssen auf dem Grunge. Stark verzerrte Gitarren treffen hier also auf einfache Melodien in den Refrains, die oft im Chor gesungen werden. Auch elektronische Elemente werden ab und zu eingebaut. Beim Sound mangelt es nicht an Abwechslung – mal ruhiger, mal heavier, erst sehr emotional, dann wieder locker und unbefangen.

 

Mit dem ersten Song des Albums, “Over It”, können sich vermutlich viele identifizieren: Es geht um den Trott, in dem man gefühlt täglich gefangen ist, die repetitiven Tagesabläufe und die immergleichen langweiligen Arbeiten, die einen glauben lassen, man sei in deiner Zeitschleife gefangen. Überhaupt sind die Texte auf dem Album sehr aus dem Leben gegriffen, sie handeln unter Anderem von Liebe, Verlust und dem Bedürfnis, seinen Platz im Leben zu finden. 

 

Wer sofort einen kleinen Vorgeschmack will: Die Singles “Over It”,  “On And On It Goes” und “Sunshine” gibt es bereits überall zu hören.

https://www.youtube.com/watch?v=Y6D1R2dBBAI

Fotocredit: KINDA Agency hat uns dieses Foto zur Verfügung gestellt.


[Record Review] Jax Diaries veröffentlichen ihr Album "Riverside Motel"!

Nach den Veröffentlichungen ihrer ersten beiden Singles „Came Down to Say Hi“ und „Fury Roads (Boom Boom)“ freut sich die italienische alt-rock Band Jax Diaries über den Release ihres neuen Albums „Riverside Motel“. Produziert wurde das Album von Kane Churko, aufgenommen wurde es im Heavy Tones Recordings Studio in Turin, Italien.

SONGS: 13
DURATION: 45min 2sec
GENRE: Alternative Rock

Laut der Band sei das Album unter „merkwürdigen Umständen“ entstanden, da sowohl die Pandemie als auch Jax‘ Motorrad Unfall ihre Einflüsse auf die Gruppe hatten. Trotzdem schien die merkwürdige Atmosphäre, die jeden Tag aufs Neue in der Luft lag, keinen Einfluss auf die Band zu haben. Es war als hätte sich etwas perfekt für sie eingegliedert und sie selbst beschreiben das Album als rücksichtslos realistisch.

Jax Diaries ist eine Alternative Rock Band, welche im Sommer 2019 den Gedanken von Jaxon und seinem Bruder Andrew entsprang. Die beiden waren Teil der Metalcore Band Cry Excess, welche bereits mit bekannten Bands wie Papa Roach, Korn und Walls of Jericho, sowie anderen performt hatte. Als die beiden Brüder ihren Fuß in der Alternativ/Rock Szene fassten, gründeten sie zusammen mit Andrew und Frankie Jax Diaries. Die junge Band feierte fast augenblicklichen Erfolg im Jahr 2019 mit ihrer Debüt Single „Shine On“. Dieser Erfolg war beinahe der Anfang und das Ende der Gruppe, da Jax im selben Jahr einen fast tödlichen Motorradunfall hatte. Aber er hielt vom Krankenbett aus an Jax Diaries fest und schrieb während der täglichen Besuche seiner Bandkollegen stetig neue Musik. Auf dem Weg der Besserung und zurück im Studio nahmen Jax Diaries schließlich ihr erstes Album im März 2020 auf. Der Song „Came Down To Say Hi“ sollte den Fans schon einmal einen Vorgeschmack geben auf das, was das Album zu bieten haben sollte. Ein Jahr nach der Fertigstellung, releast die Band den Song im Mai 2021 zusammen mit einer darauffolgenden weltweiten Tour.

Mit der Single „Fury Roads (Boom Boom)“ gibt die Gruppe schon im Vorfeld einen starken ersten Eindruck in welche Richtung das Album schlägt. Trotzdem ist die Platte immer wieder für klangliche Überraschungen gut und überzeugt nicht nur mit dem powergebenden Rock den „Fury Roads (Boom Boom)“ vorlegt. Auch Songs mit teilweise kurzen Screampassagen wie in „When I Turn I See The Future“ zu hören, finden auf diesem Album ihren Platz. 
Allgemein scheint die Band viel wert auf größtenteils sanfte Einstiege in ihren Songs zu legen, nehmen aber hierbei schnell an Fahrt auf und überzeugen mit abwechslungsreichem alt-Rock, der teilweise schon auch mal einen Zeh in die Sparte des Glam Rock oder Dark Rock taucht. Dabei kommen in manchen Songs abholende poppige Sounds zu Tage, welche aber das allgemeine Thema des Rock definitiv nicht überschatten.
Wenn es einen dann doch eher nach etwas Sanftem sehnt, holt das Album mit „Sad Eyes (The November Man)“ den Zuhörer mit einer rockigen Ballade und einem kraftvollen Refrain ab.
 Seinen entspannten und dennoch kraftvollen Abschluss findet das Album in „Miracle“ mit poppig, elektronischem Hintergrund, welcher sich gut mit dem alt-Rock der Band verbindet.

Alles in Allem lässt sich über das Album „Riverside Motel“ von Jax Diaries sagen, dass es den Zuhörer mit seinem Sound definitiv abholt. Für Fans des Alternative Rock dürfte das Album eine angenehme Platte mit viel Abwechslung sein, die vielleicht bei dem ein oder anderen auch ein fragendes Stirnrunzeln hervorruft. Trotzdem überzeugt die Band Jax Diaries mit einem Album, das beim Zuhören Spaß macht und dazu einlädt es bei offenem Autofenster, Sonnenschein und 30° aufzudrehen.

https://www.youtube.com/watch?v=xpfQIsL9koA


Fotocredit: Das Foto hat uns KINDA zur verfügung gestellt.


[Record Review] Myles Kennedy's Soloalbum "The Ides of March" ab heute zu hören!

THE IDES OF MARCH

SONGS: 11
DURATION: 51min 35sec
GENRE: (Southern-)Rock

Wenn man an die großen Rock- und Metalmusiker der 70er- und 80er-Jahre denkt, kommen einem vielleicht Namen wie Axel Rose, Freddie Mercury oder Robert Plant in den Sinn, und vermutlich werden die allermeisten auch an Slash denken. Um den soll es heute aber nicht gehen, sondern vielmehr um einen seiner jahrelangen Mitstreiter: Myles Kennedy.

Dieser wirkt sowohl bei Slash and The Conspirators als auch bei der US-amerikanischen Rock- und Post-Grunge-Band Alter Bridge als Leadsänger mit. Nachdem im Jahr 2018 bereits sein erstes Solo-Album Year Of The Tiger erschien, wurde jetzt sein zweites Album The Ides Of March publik gemacht.

Der erste Track des Albums trägt den Titel "Get Along" und ist geprägt von vielen Gitarrenriffs, gepaart mit einem Southern-Rock-ähnlichen E-Gitarren-Sound. Myles Kennedy macht mit diesem Lied gleich zu Beginn des Albums deutlich, dass es noch heute Rock wie in den 80er Jahren gibt, und dass sich ein Weiterhören lohnt.

Der zweite Song "A Thousand Words" ist dann eine ganze Ecke ruhiger. Trotzdem sind hier wieder zahlreiche Gitarrenriffs präsent, die sich gut mit den Gesangsparts ergänzen.
In Stride ist als nachfolgendes Lied wieder deutlich rockiger. Auch hier würde ich den Sound mit dem von heutigen Southern-Rock-Bands vergleichen, vielleicht gepaart mit Country-Rock.

Gegen Mitte des Albums wird der Sound allgemein softer. In "The Ides Of March", "Wake Me When It’s Over" und "Love Rain Down" kommt besonders die großartige Stimme von Myles Kennedy zum Vorschein, da die Instrumentals hier wesentlich entspannter klingen als beispielsweise in "Get Along". Besonders gelungen sind meiner Meinung nach die Gitarrenriffs, die perfekt mit dem eher ruhigeren Sound der drei Lieder harmonieren.

"Tell It Like It Is" hebt die Ruhe dann wieder etwas auf und ist einer meiner beiden Favoriten auf diesem Album. Hier werden die Ursprünge Kennedys deutlich, denn der Song erinnert mich an klassische Rock‘ n Roll-Songs, gemischt mit Metal-Elementen. Gegen Ende gibt’s dann noch einen schönen A-Capella-Part.

Der achte Song der Platte trägt den Titel "Moonshot" und fällt vor allem dadurch auf, dass er ruhig beginnt, sich dann aber immer mehr aufbaut, bis die ruhigeren Sounds schließlich einer Rock-Melodie weichen.

Mein Lieblingssong der Platte ist der anschließende Song "Wanderlust Begins". Als wahrscheinlich ruhigster Song des Albums sind hier die Stimme Kennedys und die Akustik-Gitarre dominant. Besonders gefällt mir persönlich die Melodie, die sich durch den ganzen Song zieht.
"Sifting Through The Fire" greift den Southern-Rock-Sound wieder auf, bis dann mit "Worried Mind" ein Song folgt, der einen gelungenen Abschluss des Albums darstellt. Hier geht es um Sorgen und Gedanken, die Kennedy mit uns teilt. Schließlich wurden die Aufnahmen des Albums begonnen, als es in sämtlichen Ländern Lockdowns aufgrund von Corona gab. Mit dem Ausklingen dieses Tracks ist dann auch das Album zu Ende.

The Ides Of March ist für mich ein sehr gelungenes Country- und Southern-Rock-Album, welches viele Elemente von Rock- und Metalsongs der 80er-Jahre in sich vereint. Selbst für mich war dieses Album wirklich schön anzuhören, obwohl ich mich eigentlich eher in anderen Genres zuhause fühle. Gut gefallen hat mir der gegenseitige Wechsel von rockigeren Songs zu eher ruhigeren. Besonders prägend sind zudem die vielen Gitarrenriffs, die in nahezu jedem Song vorhanden sind und dem Album eine schöne zusätzliche Note verleihen.

Die 51 Minuten sind gut investierte Zeit für jeden, der sowieso schon Fan von 80er-Jahre-Rock ist; das Album ist aber auch durchaus für Leute zu empfehlen, die eigentlich eher andere Rock- oder Metalgenres bevorzugen, denn ein Blick über den eigenen Tellerrand schadet bekanntlich nie.

https://www.youtube.com/watch?v=hAD_82BD7k4

 

Fotocredit: Chuck Brueckmann


[News] Saint Vice kündigen neues Album über HICKTOWN REC an!

NEUES VON SAINT VICE!

Fans der Indie-Pop Band Saint Vice dürfen sich nach "Never Got Back" und "Calling For Backup" über die dritte Single des bald zu erwartenden Debutalbums "Nighttime HWY" freuen. Am 09.04.2021 erschien bereits die Single "Set me on Fire".

Der Song erzählt die Geschichte eines Verliebten, dessen Liebe nicht erwidert wird. Die Geschichte, wie Liebe ihn in den Abgrund des Wahnsinnes befördert und zur Destruktion antreibt. Alles im Stil der Rosenheims/Bayern Indie-Formation.
Wer nun auf das Album gespannt ist, sollte sich den 03.09.2021 merken.
Natürlich bekommt ihr von uns auch eine Rezension bei Zeiten und vielleicht auch das ein oder andere Gewinnspiel!

Wir freuen uns schon sehr was wir bis September noch alles von Saint Vice hören und sehen dürfen.

Hier findet ihr das Video zur Acoustic Version ihres Songes "Set me on Fire"!

https://www.youtube.com/watch?v=MWahSJk6vR4

Fotocredit: Lisa Krauss


[Record Review] The Mighty Mighty BossToneS - When God Was Great 

WHEN GOD WAS GREAT

SONGS: 15
DURATION: 58min 40sec
GENRE: SKA-CORE

Die Ska-Punk-Pioniere Mighty Mighty Bosstones aus Boston können schon auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits in 1996 gegründet, gelten sie als einer der Urgesteine des Genres und Begründer des Subgenres “Ska-Core” Und heute ist es soweit: Ihr nunmehr elftes Studioalbum “When God Was Great” ist draußen.
 

Schon relativ zu Beginn der Scheibe wird der Impact der Coronakrise angesprochen, während der die Scheibe entstanden ist. Aber auch eine Reihe anderer Themen und Motive taucht auf, etwa Einsamkeit und Nostalgie. 

Die meisten Songs sind für Ska-Punk recht langsam und ja, ruhig. Es hat also nicht mehr viel von Ska-”Core” Außerdem ist die Musik ein wenig komplexer als bei den meisten Ska-Punk Bands. Kein Wunder: Ganze neun Mitglieder umfasst die Band – darunter Background-Sängerin, zwei Saxophonisten, ein Keyboarder und ein Posaunist. Durch die verschiedenen Instrumente können The Mighty Mighty Bosstones von einer gewissen Varietät in ihrem Sound profitieren. Hin und wieder kommt man sich vor, als würde man einer Bigband zuhören -- etwa in “The Killing of Georgie, Pt.III”.  

Eine solide Scheibe mit vielen aktuellen Bezügen. Die Band schlägt zwar mittlerweile etwas ruhigere Töne an als früher, doch sie haben gezeigt, dass sie ihr Handwerk sehr gut beherrschen und zudem immer noch eine Menge Spaß bei der Arbeit haben.

Das letzte Musikvideo der Band findet ihr hier!

https://www.youtube.com/watch?v=mTZ3MMBCAgE

Fotocredit: Yoyo Yosef


[Record Review] The Disaster Area - Glasshearts

WE ARE THE GLASSHEARTS

SONGS: 11
DURATION: 36min 32sec
GENRE: Metalcore/Alternative-Rock

Nach der bereits 2019 veröffentlichen Single, hat The Disaster Area nun vor zwei Wochen auch ein gleichnamiges Album veröffentlicht.
Für dieses Album haben sich die Jungs Romesh Dodangoda als Producer ins Boot geholt, am bekanntesten ist dieser wohl für seine Zusammenarbeit mit Bring me the Horizon.

Einen starken Start in das Album liefern Glasshearts, Blackout und Bruised & Broken. Mit modernen Melodien, cleanen Vocals und gutem Songwriting sind diese Lieder ein absolutes Muss für eine gute Metalcore Playlist. Catchy, heavy und trotzdem nicht repetitiv und somit genau das Richtige für alle, die einen moderneren Approach des Metalcores genießen.

Danach bringt TDA etwas, was mich persönlich im ersten Moment etwas staunen hat lassen. Statt Metalcore liefert uns die Band mit Youth nämlich fast schon eine Pop-Rock Hymne. Neben der Upbeat Melodie die diesen Song einleitet, bestehen die Lyrics für knapp 13 Sekunden nur aus aneinander gereihten Oh Oh’s. Typisch ist sowas eher in der Pop Szene, aber ins Ohr geht das Lied trotzdem allemal. Die Lyrics beschreiben diesen Song als Hymne für die Misfit Youth, ein Lied für die, die nicht erwachsen werden, ein Lied das sich zum Mitgrölen anbietet und trotz anderem Sound wahrscheinlich einen Großteil der Hörer anspricht.

Bevorzugt man eher heavier Musik so kann man Youth natürlich jederzeit überspringen und zu meinen persönlichen Favoriten Misery und Exile übergehen. Mit starkem Gitarrenklang und etwas aggressiverem Ton bilden sie einen absoluten Kontrast zu ihrem Vorgänger und lassen das Herz eines jeden Metalheads höherschlagen.

Man kann also sagen, dass die erste Hälfte des Albums zwar gut durchmischt, jedoch extrem stark ist. Jedoch sind viele Lieder davon bereits bekannt, denn wirklich nie zuvor gehörte Lieder werden uns auf dem Album nur 4 präsentiert. Misery, Nothing, Happy Pills und Baptized. Darüber könnte man nun lange diskutieren ob das nun richtig, falsch – gut oder schlecht ist. Persönlich stört es mich nicht, schließlich sind die bereits bekannten Lieder qualitativ extrem gut.

Doch wie sieht es mit den Liedern aus die wir eben nicht kennen?

Nothing hat einen wirklich fantastischen Text und auch melodisch kann man an diesem Track nichts aussetzen. Vocal technisch ist der Song nicht so heavy wie manch anderer auf dem Album, aber dafür enthält der Track eine wunderschöne Bridge, die wirklich unter die Haut geht.

Happy Pills hat mich persönlich melodisch erstmal etwas an The Chainsmokers erinnert. Genrell hat das Lied anfänglich einen etwas ruhigeren und melancholischen Ton. Der Track steht auch etwas im Kontrast zu den anderen auf dem Album, mit ruhigem Gesang, auffällig anderem Beat und einem wirklich gänzlich anderen Klang sticht das Lied im Vergleich zu den anderen schon stark heraus.
Ob es einem gefällt oder nicht, ist dort wirklich von dem eigenen Musikgeschmack abhängig, ein Reinhören ist es jedenfalls wert.

Den Abschluss bildet neben zwei Alternativversionen von Glasshearts das Lied Baptized. Leider in meinen Augen ein etwas schwacher Abgang verglichen zu den starken Liedern auf dem Album. Der Sound ähnelt sehr generic Metalcore Liedern und setzt sich dort auch nur mit dem Intro ab. Während die anderen Lieder auf dem Album sich von dem Klang der Szene absetzen, ist Baptized eben genau das Paradebeispiel eines typischen Metalcore Lieds.
Das macht das Lied auf keinen Fall schlecht, wer Metalcore mag dem wird das Lied bestimmt zusagen, denn sowohl der Text als auch die Vocals sind qualitativ wie jedes andere Lied der Band wirklich gut.

Im Großen und Ganzen kann ich aber nur Lob für TDA aussprechen. Bei Glasshearts ist wirklich für jeden etwas dabei und ich hatte wirklich Spaß während ich das Album gehört habe. The Disaster Area hat mit diesem Album die Metalcore/Alternative-Rock Grenzen überschritten und etwas geschaffen, dass sich frisch und interessant anhört. Wer das Album noch nicht gehört hat oder sich bis Dato nur an einigen bereits bekannten Liedern versucht hat, dem empfehle ich wirklich sich die 36 Minuten zu nehmen um das Album einmal durchzuhören. Ihr werdet mindestens ein neues Lieblingslied für eure Playlist finde, das verspreche ich euch!

The Disaster Area haben einige Musikvideos für dieses Album veröffentlicht, das aktuellste findet ihr hier!

https://www.youtube.com/watch?v=FhmY9Lt5oGI

 

Fotocredits: SioMotion/Susi&Markus Zabel


[Record Review] Hollywood Undead - A New Empire

„A New Empire“ ist ein Kraftvolles und absolut gelungenes  Album. Mehr muss man fast dazu nicht sagen, wer aber jetzt noch weiter liest, will sich wohl meine ganze Meinung dazu anhören!

Ich war schon sehr begeistert von der Veröffentlichung von „Time Bomb“ und „Already Dead“. Das neue Album begeistert sich durch seine Starke Sozialkritik der heutigen Zeit. Sie beschäftigen sich auch mit Problemen, wie Existenzängste. Klar, fehlt bei „Hollywood Undead“ auch das Partyfeeling nicht, welches sich aber doch sehr in den Hintergrund drängt. Auch die damaligen Frauenfeindlichen Texte sind gar nicht mehr zu finden.
So wie es ihr Album „New Empire“ schon ankündigt, kann man anderes erwarten als aus den vorherigen Alben, was vielleicht abschrecken mag, da es andere Bands schon versucht haben und ihnen nicht so gelungen ist, aber:

Es ist ein sehr kraftvoller Sound gelungen der sehr mit dem Emotionaleren Texten und Themen überzeugt. Nach eigener Aussage der Gruppe, wollten sie sich neu definieren, was ja heutzutage nicht unüblich ist.  Man erkennt alte Stile aus ihren vorherigen 5 Platten, aber man merkt, dass sich das neue Album doch sehr stark abhebt. Keine Frage, „Hollywood Undead“ hat ihren eigenen Stil gefunden in dem was sie machen, und sie sind immer noch steht’s auf dem richtigen weg. 

Das Album ist nur zu empfehlen und an die Skeptiker da draußen, gebt dem Ding eine Chance!

Verpasst Hollywood Undead nicht auf ihrer EU Tour! 

22.02.2020 Offenbach / Stadthalle DE
24.02.2020 München / Zenith DE
09.03.2020 Berlin / Verti Music Hall DE
10.03.2020 Hannover / Swiss Life Hall DE
11.03.2020 Leipzig / Haus Auensee DE
16.03.2020 Düsseldorf / Mitsubishi-Electric-Hall DE
17.03.2020 Hamburg / Barclaycard Arena DE

 

https://www.youtube.com/watch?v=AOG-b2fTxTU


[Record Review] The Faim – State Of Mind

Zuvor noch unterwegs auf Tour mit ihrer EP Summer Is A Curse, sammelten The Faim schon Bühnen Erfahrung mit Sleeping With Sirens, spielten schon auf dem Download Festival und waren zuletzt beim Lollapalooza in Berlin zu sehen. Am 13.09.2019 wurde das Debütalbum State Of Mind von dem Quartett aus Australien veröffentlicht, die sich auf die Fahne geschrieben haben, die Menge mit catchy Sing-a-longs und Chart-taugliche Refrains auf ihre Seite zu ziehen. Die Songs sind poppig, groovig und laden zum Tanzen und mitsingen ein.

Einflüsse aus der Indie Schublade ziehen sich durch das ganze Album, welches nur so vor Diversität strotzt. Kein Wunder, denn ihre damalige EP ist dadurch entstanden, indem sich verschiedenste hochkarätige Autoren (beispielsweise Pete Wentz von Fall Out Boy) mit der Band zusammen gesetzt haben und aus unvollständigen Kompositionen Top Hits erschaffen haben. Aus State Of Mind wollten The Faim aber ein ganz persönliches Album machen, sowohl lyrisch als auch musikalisch, ebenso haben sie einen vielschichtigen Sound erschaffen. Tongue Tied ist ein klassischer Indie Rock Song, der instrumentell mit dem Piano begleitet wird. Humans ist deutlich ruhiger, dafür aber poppiger im Refrain und reinlaufenden Sing-a-longs. Summer Is A Curse kennen wir aus der gleichnamigen EP, der mit 12 Millionen Streams für den Durchbruch der Band gesorgt hat. Einen kleinen Abstecher in die Punkrock Richtung machen The Faim mit Buying Time, der Song erinnert an alte Songs von Green Day und machen Lust auf mehr. Amelie rockt ordentlich ab und ist elektrisierend, Where The River Runs dafür ruhig, ausdrucksstark, mit Piano Elementen. Der letzte Song State Of Mind schließt das Album im sentimentalen Ton ab, mit einem Solo zum Schluss.

Von The Faim werden wir in Zukunft sicherlich noch eine ganze Menge hören, da das Album für jeden Geschmack etwas zu bieten hat. Wir freuen uns, die Zukunft dieser vielschichtigen Band mitzuverfolgen. Das ganze ist nämlich erst der Anfang für die Australier aus Perth.

https://www.youtube.com/watch?v=oM0xa0wVCNY

Das Header Foto wurde von Cyndi Lynott (BMG Group) aufgenommen.