[Live Review] AstA Campus Festival Saarbrücken 2019

Datum: 15.06.2019

Genres: Punk, Hip-Hop, Techno

Ort: Saarbrücken, Uni Campus Nord

Location [1 von 2]:
Der Campus Nord ist gut erreichbar, auch die Anreise mit dem ÖPV wäre nicht schwer gewesen, jedoch nur für Leute, die sich in Saarbrücken und Umgebung auskennen. Die unklaren Aussagen zum Veranstaltungsort (der Campus ist in Stücken ist über ganz Saarbrücken verteilt) erschwerten die Anreise ebenso. Die Parksituation war gut und übersichtlich, da das große Parkhaus der Uni kostenlos genutzt werden konnte. Man versuchte durch Hüpfburg-Parcoure und Schaumkanonen, die mehr schlecht als recht funktionierten, und einem kleinen Babypool, das Gelände bis zum Rand auszunutzen.

Sound 
[0,5 von 2]:
Durch die vielen Bühnen auf so geringem Platz gibt es leider Einiges zu kritisieren. Die Rock Stage war ok abgemischt, das Schlagzeug war hier etwas zu prägnant. Störend war hier allerdings eindeutig, dass die Musik der UNO Stage und der Club Area im Hintergrund zu hören war. Die Electro Stage war soundtechnisch sehr gut, aber die UNO Stage (Main Stage) war katastrophal abgemischt. So lief beispielsweise während dem Intro eines Künstlers andere Musik über die selben Boxen, die Boxen übersteuerten mehrfach und, wie zuvor auch schon kritisiert, war auch hier die Musik der anderen Bühnen zu hören.

Besucher und Mitarbeiter
 [0,8 von 2]:
Es war äußerst schwer im Voraus Auskunft über Ticketpreise, Pressedetails und Ähnliches zu erhalten und jemanden zu erreichen. Die Crowd war ein bunt gemischter Haufen, der zwar etwas Anlaufzeit brauchte, aber letztlich doch motiviert mitfeierte. Die Mitarbeiter an den Ständen waren sehr freundlich, während die Security blind für Fehlverhalten und Dreistigkeiten war. Eine Bandverspätung von einer Stunde blieb unkommentiert und ist auch ein klarer Minuspunkt.

Line-Up
 [1,5 von 2]:
Es ist für Jeden etwas dabei und die Genres harmonieren untereinander teilweise gut miteinander. So passten zum Beispiel die gewählten Hip-Hop Acts sehr gut zu den Punk Bands. Alle drei Genres auf einem Gelände sind jedoch etwas zu viel. Dafür waren die Individuellen Acts sehr gut gewählt und für viele Fans von Genetikk oder Pascow das Festival ein Schnapper.

Preise
 [1 von 2]:
Der Eintrittspreis von 10€ an der Abendkasse ist vollkommen legitim, die Getränkepreise sind recht durchschnittlich, jedoch nicht unbedingt studentenfreundlich (über 3€ für ein kleines Wasser). Dadurch, dass das Essen von externen Streetfoodtrucks angeboten wurde, variierten die Preise stark. So kostete ein Crepes mit Zucker 3,50€, während ein Pulled Pork Burger nur 6€ kostete.

FAZIT [4,8 von 10]:
Man merkte, dass Mühe reingesteckt wurde, das Ergebnis war jedoch leider nicht überzeugend. Vielleicht hätte man nicht versuchen sollen, alles was geht rein zu packen, sondern sich auf das gelingen einzelner Komponenten fixieren sollen und wirklich den Spaß zu liefern, den das Konzept des Festivals bietet.

Photo Credits: Michelle Klein / morethandisarray