[Record Review] The Devil Wears Prada's neue EP "ZII" bringt Fortsetzung zur 2010er EP "Zombie"!

Das Warten hat ein Ende: ZII ist endlich da!

Die Band The Devil Wears Prada bringen mit ihrer neuen EP ZII endlich den langersehnten Nachfolger zu ihrer EP Zombie die 2010 auf den Markt kam.

SONGS: 5
DURATION: 20min 38sec
GENRE: Metal-Core

Die christliche Metal-Core Band aus Ohio teilt sich ihren Namen mit dem gleichnamigen Buch von Lauren Weisberger, doch im Gegensatz zum Buch verfolgt die Band eine antimaterialistische Denkweise. 2005 wurde ihre Debüt-EP Patterns of a Horizon veröffentlicht und seitdem ist TDWP ein fester Bestandteil in der Metal-Core Szene, dabei ist in ihrer Musik alles von tiefen Growls bis hin zu Clean-Gesang dabei.

Nach 10 langen Jahren ist endlich der zweite Teil von Zombie da, hierzu hat TDWP Folgendes zu sagen: „We just had our first song go to radio with ‘Chemical’, and now in the same year, we will be releasing the heaviest music of our career with ZII. This isn’t just a new chapter for the Zombie EP; this is a new chapter for us as a band, and an opportunity to lean into both sounds in ways that feel better than ever. We’ve found our footing with these six members. Now we’re stepping on the gas and not letting up.”

Zombie war eine ihrer erfolgreichsten EPs und so stellt sich die Frage: „Kann ZII seinem Vorgänger das Wasser reichen oder wird es als ein kläglicher Versuch scheitern?“, ich bin hier, um euch diese Frage zu beantworten!

Die EP beginnt mit dem Song "Nightfall," energiegeladen mit tiefem Gesang und heavy Gitarren-Riffs ist es ein starker Song, der einem Lust macht, direkt in einen Moshpit zu springen und so richtig die Sau rauszulassen.  Ein beeindruckender Opener der Lust auf mehr macht.

"Forlorn" hält mit dem gleichen Stil das Tempo vom ersten Song, durch die Clean-Vocals kommen die Scream-Parts noch härter rüber. Mit den konstanten Double-Kicks des Schlagzeugs und den harten Beats bietet der Song seinen Zuhörern eine Menge Abwechslung und eine aufregende Dynamik an.

Weiter geht’s mit "Termination " zu diesem sagt der Lead-Sänger Mike Hranica: „I think Termination is a pretty ideal middle-of-the-road song. I always think it’s the right thing to do to release a song that’s like ‘hey this isn’t too far one way, and it’s not too far that way’”, und ich kann ihm da nur zustimmen. Es ist der perfekte Middle-Song weder zu lang noch zu kurz, gibt er dem Zuhörer genau das was man in der Mitte einer EP braucht. Hier hört man den Deathcore Einfluss richtig stark heraus besonders beim Intro-Riff. "Termination" erinnert mich von den ganzen Songs am ehesten an die Zombie EP, in den 10 Jahren haben TDWP also, im Gegensatz zu anderen Bands, absolut nichts von ihrer Härte verloren.

"Nora" beginnt mit einem langsamen industriell klingenden Intro welches sich schnell in kräftigen Gitarrenriffs verliert. Der Song ist in seiner Gesamtheit der langsamste und gleichzeitig technischste Song auf der EP, der kurze Clean-Part holt einen beim Hören für einige Momente aus der rauen Atmosphäre des Songs ab nur damit der Zuhörer dann direkt wieder zurück katapultiert wird.

Ein langes, langsames Piano-Interlude kündigt den letzten Song "Contagion" an. Durch die Clean-Parts von Jeremy Depoyster und die Screams von Mike Hranica zusammen mit den harten Gitarrenriffs weckt der Song nostalgische Gefühle in mir, da er mich sehr an die guten alten Zeiten erinnert als ich TDWP für mich entdeckt hatte.

Ich hätte es echt nicht gedacht aber The Devil Wears Prada haben es doch tatsächlich mit ZII geschafft eine qualitativ hochwertige Fortsetzung zu Zombie zu kreieren. „Before, there were five songs about how to fend off the apocalypse. Now, there are five songs of hopelessness against the hoard”, eine perfekte Zusammenfassung was genau einen bei ZII zu erwarten hat.

Jetzt bleibt nur noch eine Frage, wird uns TDWP in Zukunft auch noch mit einer ZIII EP erfreuen?

https://www.youtube.com/watch?v=pOaEeBJ4LMo

Fotocredit: Das Foto hat KINDA zur Verfügung gestellt